Bild: Felix Aaron
Schon mal ein Trautonium gehört? Das elektronische Instrument stammt aus dem Jahr 1930, ist so etwas wie ein Vorläufer heutiger Synthesizer – und bekommt demnächst einen ziemlich prominenten Auftritt: Berq hat nicht nur sein zweites Album danach benannt, sondern den eigenwilligen Klang des Instruments gleich zum Mittelpunkt der neuen Songs gemacht. „Trautonium“ erscheint am 26. Februar 2027. Die Single „Lamia“ gewährt bereits einen ersten Vorgeschmack.
„Lamia“ klingt unverkennbar nach Berq: Große Melodien treffen auf seine schwerelose Stimme, die so dringlich wie verletzlich klingt. Textlich lotet er jene Gegensätze aus, die seine Musik schon länger prägen: Entfremdung und Geborgenheit, Ferne und Nähe, Melancholie und Euphorie. Der Titel des Songs verweist übrigens auf die griechische Mythologie. Und nicht von dieser Welt ist auch das dazugehörige Musikvideo, in dem Berq im wahrsten Sinne des Wortes abhebt. „Aus persönlichen Gründen werde ich ab jetzt häufiger in Videos fliegen. Es macht noch mehr Spaß, als es aussieht“, schreibt er auf Instagram.
Produziert hat Berq das neue Album erneut mit seinem Stammproduzenten David Bonk. Für das titelgebende Instrument kam der niederländische Musiker Thijs Lodewijk alias LudoWic hinzu. Er gehört zu den wenigen Musikern, die das Trautonium heute noch spielen.
„Trautonium“ folgt auf einen ziemlich rasanten Aufstieg. Mit seinem Debütalbum „Berq“ erreichte der damals 19-Jährige Platz zwei der deutschen Albumcharts, seine Musik wurde hundertmillionenfach gestreamt. Dazu kamen eine 1LIVE Krone, der Preis für Popkultur und mit „Rote Flaggen“ ein Song, der ihn einem noch größeren Publikum bekannt machte.
Noch bevor „Trautonium“ im Februar erscheint, geht Berq mit dem neuen Material auf Tour: Am 10. November 2026 startet seine Arenatour in Bremen. Dann wird ein Instrument, dessen Namen bislang wohl nur die wenigsten auf Anhieb einordnen konnten, erheblich häufiger zu hören sein.