Bild: Janis Lueders
Assig und cute, politisch und lustig, aggressiv und sentimental – bei OG LU sind das keine Gegensätze. Die Frankfurter Rapperin hat sich innerhalb weniger Jahre mit trockenem Flow, scharfen Punchlines und Texten über soziale Ungleichheit, Feminismus und das Leben in ihrer Stadt einen eigenen Platz im Deutschrap geschaffen.
Der Ausgangspunkt ihrer Musik war allerdings ein ernster. 2020 veröffentlichte OG LU ein Gedicht, in dem sie den rassistischen Anschlag von Hanau verarbeitete. Danach rückte Rap zunehmend in den Mittelpunkt. Auf erste Veröffentlichungen folgten das Mixtape „GAUNERS“ und 2024 das Solo-Tape „TKO“.
Mit „assig aber cute“ schärfte OG LU 2025 ihren Sound weiter. Straßenrap trifft darauf auf Trap, politische Beobachtungen stehen neben Ironie, persönlichen Momenten und Zeilen, die vor allem knallen sollen. Statt diese unterschiedlichen Seiten sauber voneinander zu trennen, lässt sie sie bewusst aufeinanderprallen – manchmal innerhalb derselben Strophe. 2026 folgten unter anderem „Fühl Mich“ mit Lugatti und Traya, „TEUTE ALL-STAR“ und „CHAYAS LIEBEN TRAP“. Gleichzeitig bleibt Sisterhood ein wichtiger Teil ihrer Haltung. OG LU erklärt nicht lange, ob Härte, Weiblichkeit, Humor und Feminismus zusammenpassen – sie rappt einfach so, als hätte sich diese Frage längst erledigt.
Im Februar 2027 bringt OG LU diesen Sound auf ihrer „Alle Chayas Alle Bitches Tour“ auf die Bühne. Los geht es am 4. Februar im Hamburger Docks, anschließend führt die Tour unter anderem über Berlin, Dresden, Wien, München, Bern, Stuttgart und Köln. Nach Shows in Münster und Dortmund steht am 17. Februar in der Frankfurter Batschkapp das Heimspiel und zugleich Tourfinale an. Insgesamt sind elf Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant.
Tickets sind ab Mittwoch, den 7. Oktober, um 16 Uhr auf eventim.de erhältlich.