Bild: @felixkrueger
Jolle ist eine der spannendsten neuen Stimmen der deutschen Pop- und Urban-Szene. Spätestens seit ihrer Zusammenarbeit mit Cro wurde sie erstmals einem breiteren Publikum bekannt – und ist seitdem auf dem Weg vom Geheimtipp zum regelmäßigen Playlist-Guest. Seit Freitag ist nun ihre neue Single „50 Stufen Grau“ draußen. Auf der beschreibt sie eindrucksvoll den Zustand der emotionalen Monochromie: zwischen leeren Stühlen, einem leergefühlten Herzen und der lähmenden, depressiven Leere. Darin blickt Jolle – der Kopf vernebelt, die Sinne taub – auf ihr „Scherbenhaufen-gewordenes, vielfach zu stark strapaziertes Herz“ und singt: „Glaub’, ich hab's im Stich gelassen / und jetzt hat es mir nen’ Stich verpasst.“
Auch das Musikvideo verstärkt diese Atmosphäre: In kühlen Grautönen inszeniert Jolle Alltagsräume als Spiegel ihrer inneren Leere. Die Szenen wirken entrückt, beinahe surreal – als visuelle Metapher für den Stillstand zwischen Vergangenem und Unausgesprochenem.
„50 Stufen Grau“ ist mehr als nur ein Track – es ist ein Statement. Mit ehrlichen Worten und klarer Stimme zeigt Jolle die Zerbrechlichkeit hinter der Fassade, ohne ins Pathetische abzurutschen. Nach ihrer EP „petrichor acoustics“ und der „alle Märchen sind gelogen“-Ära eröffnet sie damit ihr nächstes künstlerisches Kapitel.
Übrigens: Gerade erst stand sie als Support bei der großen Jubiläumsshow von Tokio Hotel in der Berliner Wuhlheide auf der Bühne – deren Song „Spring nicht“ hatte sie vor Kurzem gecovert. Und die Jungs haben sich mit einer Reaction auf Instagram und YouTube revanchiert.