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Reise in die antike Götterwelt: Disneys HERCULES feiert Weltpremiere in Hamburg

25.03.2024 von Headliner Redaktion

Es funkelt und glitzert nur so auf dem Olymp – und wie sollte es auch anders sein, denn Hamburg ist an diesem Abend Schauplatz von einer ganz besonderen Musical-Premiere: Disneys HERCULES feiert in der Neuen Flora seine Uraufführung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Disney Theatrical Group wurde ein Musical entwickelt, das in der Hansestadt seine Weltpremiere feiert. Und das aus zwei großen Säulen bestehende Bühnenportal macht sofort klar: Wir befinden uns in der Antike.

Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Kinofilm aus dem Jahr 1997 und erzählt die Geschichte von Halbgott Hercules, Sohn von Zeus und Hera. Als Baby wird er von seinem missgünstigen Onkel Hades, Gott der Unterwelt, der die Macht über den Olymp ergreifen will, seiner Göttlichkeit beraubt und auf die Erde entführt. Dort wächst er unter Menschen auf und fällt immer wieder wegen seiner überirdischen Stärke auf: Er bringt versehentlich Tempel zum Einstürzen und schleudert Frauen durch die Gegend. Als er von seiner Ziehmutter erfährt, dass er das Emblem des Auserwählten am Halse trug, als sie ihn fand, macht er sich auf den Weg zum Olymp, um herauszufinden, wer er wirklich ist – und erfährt: Um dorthin zurückzukehren, muss er beweisen, dass er ein wahrer Held ist.

Ihm auf seiner Reise zuzusehen, ist eine Freude. Zum einen, weil Hauptdarsteller Benét Monteiro (bekannt durch seine Rolle in „Hamilton“) Hercules charmant und voller Spielfreude verkörpert, und zum anderen, weil das Bühnenbild ein echter Hingucker ist. Acht sieben Meter hohe Säulen, die sich auf zwei großen Drehscheiben befinden, und eine 20x20 Meter große LED-Leinwand mit imposanten Projektionen versetzen die Zuschauer mal auf den Olymp, dann in eine Taverne voller Fabelwesen oder in die düstere und bedrohliche Unterwelt von Hades. Auch die Kostüme der insgesamt 38 Darstellerinnen und Darsteller sind bunt, schillernd und fantasievoll. Und sogar Handpuppen, wie man sie aus „Der König der Löwen kennt“, kommen zum Einsatz.

Durch den Abend führen die Musen Kalliope, Thalia, Terpsichore, Klio und Melpomene. Die fünf Soul-Diven in stetig wechselnden, eleganten Roben tauchen in fast jeder Szene auf und besingen und kommentieren die Geschehnisse. Stets an Hercules Seite ist dabei Ziegenbock Phil, der ihn zum Helden trainieren soll und von Kristofer Weinstein-Storey mit viel Charakter gespielt wird. Auch Hades (Detlef Leistenschneider) und seine beiden trotteligen Gehilfen Karl und Heinz (im Film Pech und Schwefel) sorgen für gute Unterhaltung.

Musikalisch untermalt wird die Handlung mit einer Mischung aus R&B, Gospel und Disney-typischen Balladen. Als Ergänzung zu den Songs aus dem Film haben der achtfache Oscar-Gewinner Alan Menken, der bei der Premiere persönlich anwesend ist, und David Zippel sieben neue Stücke geschrieben. Den Wiedererkennungswert von Titeln aus anderen Disney-Musicals wie „Der König der Löwen“ haben die Songs allerdings nicht.

Zum Ende wird es dann noch mal richtig spektakulär: Als Hercules zum großen Kampf auf Hades trifft, der ihm und seiner Angebeteten Meg (Mae Ann Jorolan) ein riesiges Monster auf den Hals schickt, muss Hercules seine wahre Größe unter Beweis stellen. Ein kurzweiliges Musical für Jung und Alt.

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