Unsichtbares sichtbar macht der tanzende Mensch. Mit unmittelbarer Körperlichkeit. Aus Bewegungslust, Ausdrucksfreude und sinnlichem Genussstreben. In rituellen Formen, während ekstatischer Gottesdienste, Feiern, auch im Spiel sowie zur Paar- und Gruppenbildung.
Seit dem 19. Jahrhundert gibt es das Ballett auf den Theaterbühnen als autonome Kunstform. Aus dem Opernkontext verselbstständigte sie sich als Handlungsballett mit einer hochgradig stilisierten Bewegungssprache und meist märchenhaften Inhalten. Bewegendes Tanztheater finden Sie bei uns zu allen Jahreszeiten, zu Weihnachten natürlich auch den Nussknacker, dessen Besuch für viele Familien Tradition ist.
Im 20. Jahrhundert befreite der Expressionismus den Motionskanon von seiner Regelhaftigkeit, in Amerika triumphierte der athletische Modern Dance. Im Nachkriegseuropa emanzipierte sich das Tanztheater vom Ballett und ist seither genreübergreifend auf der Suche nach neuen Darstellungsformen. An deutschen Bühnen gibt es sowohl klassische als auch neoklassische Ballett- sowie moderne Tanztheater-Ensembles.