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Konzerte

Wenn der Raum zum Klang zur Ewigkeit wird: Orchestra Music Aeterna

03.01.2018

„Currentzis versteht sich als flammender Missionar“, schrieb Die Zeit, „sieht man ihn dirigieren, hat mancher angesichts seiner suggestiven Art, Musik exzentrisch zu verstehen, schon mal die Illusion, der Leibhaftige stehe am Pult.“ Der als „Klassikrebell“ vermarktete Dirigent kommt mit seinem Orchestra Music Aeterna nach Deutschland.

Die Laufbahn von Teodor Currentzis ist so ungewöhnlich wie ihre ästhetischen Resultate. Die Studien, die er in seiner Heimatstadt Athen begann, setzte er in St. Petersburg fort bei Ilja Musin, dem Doyen der russischen Dirigierschule. Danach blieb er in Russland, übernahm als GMD in Nowosibirsk die Verantwortung für den Kern des Musiklebens in der größten Stadt Sibiriens. Dort gründete er Music Aeterna mit doppelter Zielrichtung: historische Musik im Originalklang und Musik des 20. Jahrhunderts. Er nahm das Ensemble 2011 mit nach Perm am Ural, gut 1.000 Kilometer nordöstlich von Moskau, war bis 1991 eine „verbotene Stadt“, die Ausländer nicht besuchen, sondern allenfalls mit der Transsibirischen Eisenbahn passieren durften. An genau in diesem entlegenen Flecken interpretiert Currentzis das vermeintlich altbekannte Repertoire exzessiv neu. Zapft Partituren wie Starkstromleitungen an, entdeckt mystische Unter- und abgründige Obertöne.

Auf der Suche nach Grenzüberschreitungen: Currentzis' Musikfest-Programm

„Seine Musik trifft unsere Herzen so direkt wie ein Sonnenstrahl, der durch die schwarze Unendlichkeit des Weltraums schneidet, bis er endlich auf das menschliche Auge trifft, auf ein grünes Blatt, eine Rosenblüte.“ Nein, es war kein Poet der Romantik, der sich da so schwärmerisch äußerte – und auch derjenige, dessen Musik hier in so blumigen Worten gerühmt wird, war kein Künstler des 19. Jahrhunderts. Hier spricht vielmehr eine Dirigentenpersönlichkeiten unserer Tage über einen Meister des Barock, dessen Originalität die Nachwelt erst in den vergangenen Jahren für sich entdeckt hat. Teodor Currentzis und Jean-­Philippe Rameau. Eine glückliche Liaison - seit der russische Dirigent 2014 eine  Aufnahme mit Ausschnitten aus Opern Rameaus vorlegte.

Auf dem Programm stehen: Le Son de la Lumière. Auszüge unter anderem aus Les Fêtes d'Hébé, Zoroastre, Les Boréades, Les Indes Galantes, Platée und den Six Concerts.

Solistin ist die Sopranistin Nadine Koutcher.

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Mozart trifft Beethoven

„Beim ‚Figaro‘ werden Sie den Eindruck haben, als hörten Sie das Stück zum ersten Mal“, das versprach Teodor Currentzis mit seinen Einspielungen der drei da-­Ponte-­Opern von Mozart. Die jüngste dieser CD-­Produktionen, „Don Giovanni“, schaffte es 2016 gleich nach Erscheinen in die „Top 100“ der deutschen Pop-­Charts, wo man Opernaufnahmen eigentlich sonst nicht antrifft.

So startet sein neues Konzertprogramm mit dem Orchestra Music Aeterna mit der Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts "Le nozze di Figaro" KV 492.

Mit dem Solisten Alexander Melnikov am Klavier kommt anschließend Mozarts Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453 zu Gehör.

Zum Abschluss erklingt Beethovens Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92.

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