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Konzerte

Gewandhausorchester

03.01.2018

Weltweit gerühmt, in Leipzig zuhause

Das Gewandhausorchester feiert im Jahr 2018 sein 275-jähriges Bestehen. Seit 1840 in städtischer Hand, hat das Gewandhausorchester drei Spielstätten: das Gewandhaus, das Opernhaus sowie die Thomaskirche.

Diese Konzertunternehmung, 1743 gegründet, wurde von einer aus Adligen und Bürgern bestehenden Gesellschaft getragen. Sie war die erste ihrer Art in Leipzig. Die von ihr veranstalteten „Großen Musicalischen Concerte“ fanden zuerst in Bürgerhäusern statt. Aufgrund des großen Zuspruchs wurde bald schon ein Saal im Gasthaus „Zu den drei Schwanen“ gemietet. Dort trafen sich über 30 Jahre lang diejenigen Leipziger Bürger, die den hohen Jahresbeitrag zahlen konnten. Von dem Geld wurden die Musiker honoriert. Am Anfang waren es 16, die das Konzertorchester bildeten. Ihm gehörten zur einen Hälfte Berufsmusiker, unter ihnen die Stadtmusiker, und zur anderen Hälfte Studenten der Leipziger Universität an.

Im Gewandhaus, der Gewerbehalle der Tuchmacher, gab einen großen, ungenutzten Dachboden. Auf Initiative eines Bürgermeisters wurde er als Konzertsaal ausgebaut. Im November 1781 fand das erste „Gewandhauskonzert“ statt. Im Publikum saß die Konzertgesellschaft aus dem Gasthaus, und im 32 Mann starken Orchester spielten die Musiker, die schon in den „Drei-Schwanen-Konzerten“ mitgewirkt hatten und deren überwiegender Teil auch beim Theater engagiert war. Daher war bald vom „Gewandhaus- und Theaterorchester“ die Rede.

Andris Nelsons übernahm das Amt des Gewandhauskapellmeisters

Im 2. Weltkrieg wurde das Orchester heimatlos. Sowohl das seit 1868 genutzte Neue Theater als auch das 1884 eröffnete Neue Gewandhaus waren zerstört worden. Opernaufführungen und Konzerte fanden seitdem in provisorischen Spielstätten Leipzigs statt. 1960 wurde das neu errichtete Opernhaus eingeweiht. 1981 öffnete die wiederum „Neues Gewandhaus“ genannte neue Spielstätte ihre Pforten. Sie war der erste und einzige Konzerthausneubau der DDR. Wesentlichen Anteil an dessen Gelingen hatte der damalige Gewandhauskapellmeister Kurt Masur.

Sein Amtsnachfolger Herbert Blomstedt hat das Orchester, dem heute über 180 Musiker angehören, ins 21. Jahrhundert geführt und dann den Dirigentenstab an Riccardo Chailly weitergegeben. In der Saison 2017/2018 übernahm Andris Nelsons das Amt des Gewandhauskapellmeisters.

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