© Marlies Kross© Marlies Kross
Musiktheater

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny - Cottbus

22.02.2018

Erst kommt das Fressen, dann der Liebesakt, drittens das Boxen nicht vergessen, viertens saufen ...

Was einst noch skandalös wirkte, ist dem Theaterpublikum heutzutage längst lieb gewonnene Musiktheatertradition – dieses gesellschaftskritische Crossover von Oper, Music-Hall und Chanson.

Dass es sich bei „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, einer Oper in drei Akten von Kurt Weill mit dem Libretto von Bertolt Brecht, um ein nach wie vor höchst aktuelles und recht eigentlich subversives Stück handelt, das müssen aktuelle Produktionen deutlich machen. Denn Mahagonny, der verführerische, verderbte Sündenpfuhl, ist überall. Ein Ort, in der jeder alles darf, sofern er flott bei Kasse ist. Ein Ort, an dem ihm das Geld gnadenlos aus der Tasche gezogen wird und Mord und Totschlag, Hurerei, Völlerei und Sauferei an der Tagesordnung sind, das ist eine Traumfabrik, eine Cyberwelt der Illusionen und des falschen Scheins.

Das große Lehrstück um Verführung, Sittenzerfall und die zerstörerische Allmacht des Geldes inszeniert Matthias Oldag in Cottbus.

Premiere war am 11. März 2017.

Spieldauer: 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause.

Probenvideo auf Youtube

Pressestimmen

„Oralsex am Fließband. Wer bremst, verliert. Die Akteure spielen Abenteurer, Kriminelle, Zuhälter und Prostituierte. Brecht und Weill halten der bürgerlichen Welt mit ihren kapitalistischen Gesetzen einen Spiegel vor. Der Mensch: ein Raubtier. Der Kapitalismus: dem Untergang geweiht. Die Musik: aus Trümmern neuer und alter, klassischer und trivialer Stücke zusammengesetzt. Der ,Alabama-Song' genießt bis heute Popularität.Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Evan Christ, der Opernchor unter Christian Möbius sowie das Ballett des Staatstheaters fügen all diese glitzernden und verheißungsvollen Darbietungen auf der Bühne zu einer großen Show zusammen ... Zurück bleibt ein Publikum, das sich auf diesen Irrwitz eingelassen hat, etwas irritiert, teilweise verstohlen blickend, aber in jedem Falle amüsiert – was der minutenlange Schlussapplaus beweist." (Lausitzer Rundschau, 13. März 2017)

„Mehr davon! Regisseur Matthias Oldag hat in Cottbus eine stimmige „Mahagonny“-Inszenierung auf die Bühne gebracht ... Es ist kein leichtes Vorhaben, Bertolt Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ heute glaubhaft Leben zu geben. Oldag schafft es souverän, findet das richtige Maß aus Annäherung, Ironie, Witz und Distanz. Und setzt ganz auf die Musik von Kurt Weill ... Im Cottbuser Generalmusikdirektor Evan Christ hat Oldag einen ebenbürtigen Partner. Evan lässt den Orchestersound glitzern und plärren, schnarren und schwingen. […] Auch der Chor zeigt sich bestens disponiert ... Getragen wird der Abend von einer geschlossenen Ensembleleitung. Die neutönende Weill-Partie fordert allen neun Solisten einiges ab. Und sie zeigen sich gewachsen. Allen voran Carola Fischer als Witwe Begbick, der Kopf des Unternehmens Mahagonny“. (Märkische Allgemeine, 13. März 2017)

Die nächsten Termine

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