Um seine Musik zu beschreiben, wählt TheDoDo die treffende Bezeichnung Goa-Rap. Denn der Newcomer, der 2020 mit „Endorphine“ einen Überraschungshit landete, ist gleichermaßen von elektronischer wie von Rap-Musik geprägt. Diesen Umstand hört man auch seinem Erstlingswerk „Traumfänger“ an, auf dem sich der Rapper gleich von seiner facettenreichen Seite präsentiert. In Kombination mit tiefgründigen Texten macht diese musikalische Vielfalt TheDoDo zu einer der spannendsten Stimmen des zeitgenössischen Deutschraps.
Dominic Seifert, wie TheDoDo mit bürgerlichem Namen heißt, kommt 1995 in Neu-Ulm zur Welt und wächst größtenteils in Stuttgart auf. Seine Kindheit verläuft nicht ganz sorglos. Ohne die eine oder andere schwierige Erfahrung würde er jedoch heute vielleicht nicht die Musik machen, für die ihn eine stetig größer werdende Fangemeinde abfeiert. Die ersten Jahre seines Lebens verbringt Dominic bei seinen Großeltern. Später zieht er zu seinem Vater, der zuvor ein paar Jahre eingesessen hatte – als der Vater daheim von einem Spezialkommando der Polizei überwältigt wurde, saß Dominic daneben. Oft sind es schmerzliche Erfahrungen wie diese, die den Weg ebnen für die Kunst, in TheDoDos Fall die Musik.
Auf „Traumfänger“ folgt „Flaschenpost“
Zunächst schlägt TheDoDo dennoch den „normalen“ Weg ein und beginnt mehrere Ausbildungen, von denen er jedoch keine abschließt. Denn seine wahre Berufung liegt woanders. Das ist ihm selbst längst klar, die Öffentlichkeit erfährt es, als der Youngster seinen Song „Endorphine“ online stellt. Der sorgt für mächtig Furore und macht TheDoDo über Nacht bekannt. Sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, kommt dem Stuttgarter aber nicht in den Sinn. Seit 2019 haut er in schöner Regelmäßigkeit Tracks raus. Sie tragen Titel wie „Komm mit“ (der bereits vor „Endorphine“ erschien), „Wenn der Mond scheint“, „Niemand hat mehr Bock“, „Groupie“ und „Rockstar“ mit Kollege Bausa.
2021 legt TheDoDo sein Debütalbum„Traumfänger“ vor (das je nach Quelle auch als EP bezeichnet wird). 2022 künden die Vorabsingles „Notarzt“ und „Lipgloss“ vom zweiten Werk Flaschenpost. Immer wieder beweist der Deutschrapper, dass er in keine Schublade passt. Von der emotionalen Ballade über chillig-atmosphärische Tunes bis zu tanzbaren EDM-Beats sorgt TheDoDo für jede Menge Abwechslung. Dass er dabei stets auch etwas zu sagen hat und sich nicht einfach oberflächlicher Rap-Klischees bedient, sorgt wiederum für willkommene Abwechslung im Deutschrap-Genre. Viele gute Gründe also, um TheDoDo weiterhin im Auge zu behalten.