Das Schweizer Quartett Lone Assembly präsentiert mit „Knots & Chains“ ein Debütalbum voller in Schmerz, Entfremdung und Trauer getränkter Hymnen, die dennoch Hoffnung, Stärke und Mut entfalten. Im dunklen Goth-Gewand gehüllt, ist das Album eine Wave/Synth-Pop-Erkundung von Kontrolle in all ihren Facetten: sei es durch andere, uns selbst oder die Umstände und Orte, die uns prägen.
Trotz der düsteren Themen blitzen immer wieder Hoffnungsmomente auf, am stärksten im unbändigen „In the Open“. „Das Album formt sich zum Zyklus zwischen Erstickung und Aufatmen, wandert von erdrückender Enge zu befreiender Weite“, so Sänger Raphaël Bressler.
Musikalisch verbindet die Band die kühle Ästhetik der Achtziger mit opulent-moderner Produktion. Die Einflüsse von Factory Records schimmern ebenso durch wie die poppige Direktheit von Bands wie Editors. Alles an diesem Album wirkt gross und befreiend: der Sound, die Ambition, die Texte, die schwebenden Gitarren, das kraftvolle Zusammenspiel der Rhythm Section. Über allem thront Bresslers markante Stimme, die mit Tiefe und Schwere durch die Songs führt. Das Quartett, neben Bressler mit Glenn Le Meur (Gitarre), Jim Bodeman (Bass) und Romain Segu (Schlagzeug), liefert ein Debüt, das hohen ästhetischen Anspruch mit bemerkenswertem Pop-Appeal paart.