Clowns, Tiere und Artisten – das ist die heilige Dreieinigkeit der klassischen Zirkuskultur. Diese drei Säulen tragen auch die Shows des Dresdner Weihnachtscircus. Aber nicht nur die Aufführung überzeugt: Schon das riesige Zelt mit vier Hauptmasten – das größte Vier-Mast-Zelt Europas – ist beeindruckend. Fast könnte man vergessen, dass man sich nicht unter freiem Himmel befindet.
Gründung und erste Jahre
Die Idee eines Dresdner Weihnachtscircus ist vor allem fünf Köpfen zu verdanken:
- Ingrid Geier-Busch und ihrem Sohn Oliver, die aus der westdeutschen Zirkusdynastie Busch-Roland stammen
- Laurens Thoen, dem niederländischen Organisator und Pressechef des Weihnachtscircus
- Ernst-Heinrich Klöden, dem damaligen Geschäftsführer der Dresdner Ausstellungsgesellschaft und städtischem Zeltplatzherr
- Ernst Günther, Zirkushistoriker, Varieté-Artist und Schriftsteller
Die „Projektstudie Dresdner Weihnachtszirkus“ soll die Stadtväter von der Idee einer alljährlichen Veranstaltung zu Weihnachten mit festem Standort in Dresden überzeugen. Das Vorhaben gelingt: Mit Unterstützung von Busch-Roland wird schließlich der Dresdner Weihnachtscircus ins Leben gerufen.
Kontakte nach Osteuropa ermöglichen die Zusammenarbeit mit jungen und gut ausgebildeten Artisten. Im Dezember 1997 findet die erste Show des Dresdner Weihnachtscircus statt, in deren Mittelpunkt die russische Clownin Antoschka steht. Bereits die erste Saison stellt sich als voller Erfolg heraus. In den darauffolgenden Jahren finden viele preisgekrönte Manegekünstler ihren Weg in den – für lange Zeit einzigen – Weihnachtscircus in den östlichen Regionen der Bundesrepublik.
Übernahme durch Müller-Milano
Im Jahr 2010 kauft der Dresdner Schausteller Mario Müller-Milano den Zirkus auf und übernimmt die Direktion. Er ist eigentlich selbst Artist und entstammt der sehr alten Zirkus-Dynastie Milano, die seit dem Jahr 1822 ihren Familienzirkus betreibt. Nach seiner Ausbildung macht sich Mario Müller-Milano vor allem einen Namen als Drahtseilartist – bis ihn ein schwerer Sturz seine Karriere kostet. Sein Leben nimmt dadurch eine abrupte Wendung. Er geht unter die Schausteller, hat in diesem Betätigungsfeld großen Erfolg und wird sogar Sprecher der Dresdner Schausteller.
Mit neuem Schwung zu großem Erfolg
Als er die neue Stelle als Zirkusdirektor des Dresdner Weihnachtscircus antritt, sagt Müller-Milano folgenden Satz: „Der Weihnachtscircus muss der beste Zirkus des Jahres in Dresden sein.“ Mit neuem Schwung und diesem Credo verhilft er dem Dresdner Weihnachtscircus zu einmaligem Erfolg.
Er setzt bei Artisten nicht nur auf Leistung, sondern auch auf Leidenschaft und Herz. Da Müller-Milano selbst als Artist gearbeitet und jahrzehntelange Zirkuserfahrung hat, weiß er genau, was das Publikum sehen will.
Die Entwicklung des Dresdner Weihnachtscircus gibt ihm Recht. Bereits zwei Jahre nach der Übernahme wird er zum „Besten Weihnachtszirkus Europas“ gewählt – unter 400 Mitbewerbern. In der Spielzeit 2018/19 besuchen den Dresdner Weihnachtscircus bereits mehr als 78.000 Menschen.
Der Dresdner Weihnachtscircus: Vergnügen für Jung und Alt
Da der Dresdner Weihnachtscircus nicht auf Tour geht, müssen Interessierte nach Dresden reisen, um eine der legendären Shows zu erleben. Doch die Fahrt lohnt sich allemal: In 120 Minuten sehen die Besucher nicht nur atemberaubende Artisteneinlagen im weihnachtlichen Ambiente. Internationale Zirkusstars, eine Vielfalt an Tierarten sowie ein perfekt choreographiertes Showballett sind ebenfalls mit von der Partie. Der Circus bietet somit beste Unterhaltung für die ganze Familie.
Die Begleitmusik kommt nicht etwa aus der Dose – ein 15-köpfiges Orchester sorgt live für tolle Stimmung. Und damit wirklich jeder Mensch in diesen Genuss kommen kann, gibt es für Shows des Dresdner Weihnachtscircus Tickets in diversen Preiskategorien.