Die englische Synthie-Pop-Band Depeche Mode gehört international zu den erfolgreichsten Musikgruppen aller Zeiten. Allein in Deutschland kann die Band über 6 Millionen verkaufte Tonträger und mehrere Musikpreise für sich verbuchen. Das akustische Markenzeichen von Depeche Mode ist ihr auf Synthesizer und Keyboard basierender Elektrosound, untermalt von rockigen E-Gitarrenriffs.
Gegründet wird die Band Depeche Mode im Jahr 1980. Die Gründungsmitglieder Vince Clarke, Andrew Fletcher und Martin Gore hatten zuvor bereits in der Musikgruppe Composition Of Sound gespielt, doch erst mit Sänger Dave Gahan und der Umbenennung in Depeche Mode ist die Band schließlich komplett.
Der erste große Erfolg gelingt Depeche Mode mit dem Song „Just Can’t Get Enough“ im Jahr 1981. Nur ein Jahr später macht die Band mit dem Album „Speak & Spell“ ihr erfolgreiches Debüt komplett. Nachdem Vince Clarke die Musikgruppe verlässt, entwickeln sich Depeche Mode musikalisch zu ihrem typischen Elektropop-Sound hin, was auf dem Album „A Broken Frame“ zu hören ist.
Depeche Mode auf Erfolgskurs – vor und hinter dem Eisernen Vorhang
In den 1980er Jahren entwickelt sich das Klangbild von Depeche Mode weiter. Ihre Alben „Some Great Reward“, „Black Celebration“ und „Music For The Masses“ katapultieren die Band weit nach oben in die deutschen Charts. Um ihren großen Erfolg noch zu toppen, gehen Depeche Mode auf Tour und spielen über 100 Konzerte. In dieser Zeit gelingt der Band auch der große Durchbruch in den USA.
1988 dürfen Depeche Mode sogar als eine von wenigen westlichen Bands vor Live-Publikum in der DDR spielen. Das Konzert findet in der Ostberliner Werner-Seelenbinder-Halle vor rund 6.000 Besuchern statt.
Soloprojekte und Comeback
Ihren minimalistischen, digitalen Sound lebt die Band auch mit dem im Jahr 2001 veröffentlichten Album „Exciter“ aus, bevor sie eine Pause einlegt und sich die einzelnen Mitglieder mehr oder minder erfolgreichen Soloprojekten widmen.
Einige Jahre später dürfen sich die Fans jedoch über das Comeback von Depeche Mode freuen. Zahlreiche Songs des Albums „Playing The Angel“, das 2005 veröffentlicht wird, werden zu Nummer-eins-Hits. Die Band sahnt zudem mehrere goldene Schallplatten und Platin-Auszeichnungen ab. Depeche Mode sind – wieder einmal – ganz oben angekommen!
Nach dem überraschenden und tragischen Tod von Gründungsmitglied Andrew Fletcher im Mai 2022 beschlossen Dave Gahan und Martin Gore, in Erinnerung an ihren Bandkollegen weiterzumachen mit dem, was sie alle am meisten lieben: Musik und spektakuläre Live-Auftritte. Im März 2023 veröffentlichen sie ihr achtes Studioalbum, "Memento Mori".
Depeche Mode – eine Band wie keine zweite
Nach der Veröffentlichung von „Playing The Angel“ werden Tickets für Depeche-Mode-Shows weltweit zu Verkaufsschlagern. Auf der zum Album gehörenden Tour spielen Depeche Mode in insgesamt 31 Ländern vor über drei Millionen Zuschauern.
Nach dem Wechsel zu Columbia Records erscheint 2013 das Album „Delta Machine“, für das die Band ihren zweiten Echo bekommt. Am 14. Studioalbum, das den Namen „Spirit“ trägt und 2017 erscheint, wirkt der Erfolgs-Produzent James Ford mit, der bereits mit den Arctic Monkeys und Mumford & Sons gearbeitet hat.
Die britische Musikzeitschrift Q bezeichnet Depeche Mode als „populärste Elektronikband, die die Welt jemals gesehen hat“. Auch über eine Aufnahme in die Liste der „50 Bands, die die Welt veränderten“ dürfen sich Depeche Mode und ihre Fans freuen.
Die erfolgreichsten Alben von Depeche Mode
Diese Alben von Depeche Mode schafften es in die Top 3 der deutschen Charts:
- 1984: „Some Great Reward“
- 1986: „Black Celebration“
- 1987: „Music For The Masses“
- 1990: „Violator“
- 1993: „Songs Of Faith And Devotion“
- 1997: „Ultra“
- 2001: „Exciter“
- 2005: „Playing The Angel“
- 2009: „Sounds Of The Universe“
- 2013: „Delta Machine“
- 2017: „Spirit“