Zeit zu lieben Zeit zu sterben - Maxim Gorki Theater Berlin - Tickets
Autor Fritz Kater erhielt 2003 für für dieses Stück den Mülheimer Dramatikerpreis und wurde bei der Kritikerumfrage von "Theater heute" zum "Autor des Jahres" gewählt.
Von Fritz Kater
Frei nach Motiven des Films "Time Stands Still" von Péter Gothár
Über drei eigenständige Teile des Stücks spannt sich ein Bogen, der von der Liebe in Zeiten gesellschaftlichen Stillstands, vom Sterben vieler Träume und der Ankunft in einer einsamen Gegenwart erzählt.
„Eine Jugend/Chor“: Mit sechzehn erlebt jeder die Welt irgendwie ähnlich — gemeinsam in der Gruppe und dennoch einsam. Fußball, Disco, Klassenfahrt, die Bank auf dem Spielplatz, erste Alkoholabstürze, Not mit der Schule und den Alten. Erster Kuss und erster Koitus. Wer schläft mit wem und warum? Suff und Sex. Rebellion probieren. Anarchie und Anpassung. Eine Jugend, die im Osten ähnlich erwachsen wurde wie im Westen. Der erste, chorische Teil des Stücks erzählt von Unbeschwertheit, von hoffnungsvollen Ausschweifungen, die mit der ernüchternden Einberufung enden.
„Alter Film/die Gruppe“: Eine Familiengeschichte ohne Vater, aber mit Onkel Breuer, der nach 12 Jahren im Knast Anpassung gelernt hat und nun Mama Eva heiratet. Eine Familiengeschichte mit Freunden, der Gruppe und der großen Liebe. Die Zeit scheint stillzustehen. Irgendetwas muss passieren. Raus aus der Enge und dem Gefühl, eingeschlossen zu sein.
„Eine Liebe/zwei Menschen“: Ein Mann hat Frau und Kind verlassen, um woanders Geld zu verdienen. Die Mauer ist weg, das Paradies scheint offen. Aber es ist die Hölle. Er begegnet einer anderen Frau. Eine Liebe beginnt. Das Paradies bleibt verschlossen.
Es spielen Hilke Altefrohne, Julischka Eichel, Aenne Schwarz, Peter Jordan, Johann Jürgens, Matti Krause, Robert Kuchenbuch, Andreas Leupold und die Band marie & the redCat (Sebastian Rotard, Lisa Neumann, Johann Seifert, Wolfgang Morenz, Florian Donaubauer)
Regie: Antú Romero Nunes Bühne: Florian Lösche Kostüme: Thea Hoffmann-Axthelm Musik: Johannes Hofmann, marie & The redCat
Maxim Gorki Theater Berlin3.3
Sterne,
aus 6 Fan-Reports
BERLIN - Maxi Gorki Theater
10.05.13
(Leider) sehr moderne Interpretation von Sommy, 13.05.13
Ich habe bei dem Klassiker Anna Karenina auf eine recht ursprüngliche Theater Darbietung gehofft: alte Kostüme, alte Sprache etc. Dies wurde bei der Aufführung hier nicht bedient. Alles war sehr modern: Bühnenbild, heutige Umgangssprache ... Die Schauspieler haben gut gespielt, es war nur eben völlig anders, als von mir erhofft.
BERLIN - Maxim Gorki Theater
28.04.13
Großes Theater von Die Langers, 01.05.13
Wir waren drei Tage in Berlin - ANNA KARENINA war beinahe so etwas wie ein Höhepunkt. Dabei hatten wir vorher schon: Pergamon-Museum, Ishtar-Tor, Unter den Linden, Ägypten-Sammlung, Chez Josephine und die Stachelschweine.
Unbedingt Tolstoi anschauen, es geht unter die Haut
Die Langers aus Karlsruhe
BERLIN - Maxim-Gorki-Theater
18.08.12
Jeder stirbt für sich allein von Härpfer, 21.08.12
Leider nicht empfehlenswert, da dem Fallada-Stück durch zuviel
überflüssige Verfremdungen die Kraft und Aussage genommen wurde. Dadurch war die nationalsozialistische Gefahr, denen die Eheleute Quangel ausgesetzt waren nicht mehr in der Deutlichkeit erkennbar, welche die literarische Vorlage hergibt und auch schon durch diverse Verfilmungen erreicht wurde. Nazi-Deutschland muß nicht durch Karikieren dargestellt werden, denn dadurch entsteht eine unangemessene Lustigkeit.
Im ganzen gesehen: Enttäuschend