Fehlfarben: Monarchie und Alltag - Live 2017 - Tickets

„Monarchie und Alltag“: Die Band Fehlfarben bringt ihr legendäres Album auf die Bühne Es gab eine Zeit, da war Düs...

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FehlfarbenBREMEN
Kulturzentrum Lagerhaus
Mi, 03.05.17
20:30 Uhr
 
Tickets ab € 34,25
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FehlfarbenKÖLN
Gloria-Theater
Do, 04.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 34,00
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FehlfarbenKREFELD
Kulturfabrik Krefeld
Fr, 05.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 33,65
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Fehlfarben: Monarchie und AlltagPOTSDAM
Lindenpark
Sa, 06.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 33,95
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Fehlfarben: Monarchie und AlltagWIEN
21er Haus
Di, 09.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 38,50
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FehlfarbenBIELEFELD
Ringlokschuppen
Do, 11.05.17
20:00 Uhr
 
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FehlfarbenLEIPZIG
Täubchenthal
Fr, 12.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 38,00
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FehlfarbenDRESDEN
scheune kulturzentrum
Sa, 13.05.17
21:00 Uhr
 
Tickets ab € 24,70
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FehlfarbenHAMBURG
KAMPNAGEL Hamburg K6
So, 14.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 33,85
Tickets
FehlfarbenMEMMINGEN
Kaminwerk
Fr, 19.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 33,85
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FehlfarbenLUDWIGSHAFEN
Kulturzentrum dasHaus
Sa, 20.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 33,95
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FehlfarbenSTUTTGART
Theaterhaus (am Pragsattel)
So, 21.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 35,15
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FehlfarbenMAGDEBURG
Factory
Fr, 26.05.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 33,95
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FehlfarbenBERLIN
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Fr, 23.06.17
20:00 Uhr
 
Tickets ab € 37,50
Tickets
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„Monarchie und Alltag“:
Die Band Fehlfarben bringt ihr legendäres Album auf die Bühne

Es gab eine Zeit, da war Düsseldorf für ein paar Jahre das Zentrum der deutschen Popmusik. Hier entstand der deutsche Punk, der die Neue Deutsche Welle nach sich zog. Eine Schlüsselrolle in dieser Zeit des musikalischen Aufbruchs spielte die Band Fehlfarben. Gut 36 Jahre ist das alles her. Fehlfarben gibt es immer noch. Ihr legendäres Album „Monarchie und Alltag“ (1980), Jahre später von der Musikzeitschrift Rolling Stone als wichtigstes deutschsprachiges Album eingestuft, war zu keinem Zeitpunkt jemals out of print. Jetzt geht die Band erneut auf Tournee. Sie bringt das Zeitgefühl der 80er auf die großen Bühnen und spielt erstmals alle elf Songs von „Monarchie und Alltag“ in einem Konzert.

„Monarchie und Alltag“ – was für ein Titel für eine epochemachende Punk-Platte! Fragt man den Gitarristen Thomas Schwebel, was es mit diesem Namen auf sich hat, folgt eine unerwartete Begründung: Mitglieder der Band hätten damals einen Jahrmarkt besucht. Dort habe es ein Panoptikum gegeben, das damit warb, Köpfe aus „Monarchie und Alltag“ zur Schau zu stellen. Diese Gegenpole hätten ihnen gefallen. Denn auch die Songs der Band spannen einen Bogen.

Es passte alles zusammen

Wenn man das, was da Ende der 70er-Jahre begann, an einem fixen Punkt festmachen will, dann ist das eine triste Musikkneipe am Rande der Düsseldorfer Altstadt. Dort, im Ratinger Hof, trafen sich all jene, denen die Popmusik der Zeit zu gelackt erschien und die etwas eigenes machen wollten. Zum Stammpublikum gehörten viele, die im deutschen Musikbusiness durchstarteten, darunter Musiker, die später in Bands wie Deutsch Amerikanische Freundschaft und Die Toten Hosen Furore machten. In einem Artikel unter dem Titel „Geschichte wird gemacht“ (ein Zitat aus einem Fehlfarben-Song) brachte es Harald Hordych in der Süddeutschen Zeitung einmal so auf den Punkt: „Der (Ratinger) Hof wurde in einer politisch aufgeheizten Atmosphäre, wo die Zeichen in Kunst und Gesellschaft auf Protest und Verweigerung standen, zum Treffpunkt musikalischer Herumtreiber, die neue Tonattacken suchten.“

Die Jungs um Sänger Peter Hein von Fehlfarben bzw. deren Vorgängerband Mittagspause gehörten zu diesen Suchenden, die seit den späten 70ern mit Freude „gegen die Regeln der etablierten Rock- und Popmusik lossägten“ (Hordych). Damals, in der Endphase der Sozialliberalen Koalition vor Beginn der Ära Helmut Kohl, grassierte die Angst vor einem Atomkrieg. Hinzu kam ein weit verbreitetes Gefühl, es müsse alles irgendwie anders werden. Auch die Musik.

„In den 70er-Jahren war die Musik immer abgehobener geworden“, erinnert sich Thomas Schwebel. „Wir dachten: Mach einfach! Denk nicht so viel. Leg los. Du kannst drei Akkorde spielen, dann gründe eine Band, aber sing auf Deutsch.“ Diese unter den Düsseldorfer Musikern weit verbreitete Grundeinstellung habe auch auf die Bildende Kunst übergegriffen. Schließlich war es vom Ratinger Hof zur Düsseldorfer Kunstakademie nur ein kurzer Weg. Mach einfach und mach es nicht so kompliziert! Finde deinen eigenen Weg! „Punk zelebriert auf finale Weise den Outsider, die gerupfte Gestalt im Regen“, hat Michael Gross einmal treffend formuliert.

So hat das, was einst in jener inzwischen längst abgerissenen Düsseldorfer Musikkneipe begann, weite Kreise gezogen und ist nie ganz abgeebbt, wenngleich sich die populäre Musik dann sehr vielfältig entwickelt hat. In den über dreieinhalb Jahrzehnten nach Veröffentlichung von „Monarchie und Alltag“ ist die Band nie in Vergessenheit geraten. Ihr berühmtes Album wurde immer wieder neu aufgelegt und kontinuierlich weiter verkauft, bis 21 Jahre nach Erscheinen die 250.000 Stück erreicht waren, die man für eine Goldene Schallplatte braucht. Davon habe 1980 keiner von ihnen zu träumen gewagt. Ziel waren 5.000 Stück. Denn schon damit wären die Musiker von Fehlfarben die Helden der überschaubaren Szene gewesen.

Nie in Vergessenheit geraten

Nicht allein die Lieder von „Monarchie und Alltag“ lebten nach 1980 weiter, sondern auch die Band. Zwar gab es mehrfach jahrelange Auftrittspausen und Phasen der Funkstille zwischen den weit verstreut lebenden Musikern, doch man fand immer wieder zusammen, gab neue Alben heraus und trat gemeinsam auf, seit 2002 so viel wie nie zuvor. Und das, obwohl die Punksongs von Fehlfarben praktisch nie im Radio gespielt wurden. Lediglich „Es geht voran“ sei auf dem Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle kurzzeitig als Single-Auskopplung in den Radiocharts gewesen. Lebendig geblieben sei die Band durch ihre Auftritte, vor allem aber durch die Wertschätzung ihrer Fans, die Fehlfarben offenbar mit dem Lebensgefühl ihrer Jugendzeit verbinden.

Jetzt geht Fehlfarben mit dem Konzertveranstalter Meistersinger fast in Original-besetzung auf Tournee durch große Hallen und Theater. Erstmals bringt die Band dabei an einem Abend alle elf Lieder ihrer Platte auf die Bühne – ergänzt um etliche weitere Songs von späteren Tonträgern. Damit folgt man einem Konzept, das auch international bekannte Interpreten gern anwenden, zum Beispiel Lou Reed mit „Berlin“ oder Patti Smith mit „Horses“, die beide auch gerne einmal ein komplettes Album live durchspielen.

Und so gibt es nun eine Wiederbegegnung mit Songs, an die sich viele erinnern und von denen mancher vielleicht noch Text-Fragmente im Kopf hat. So zum Beispiel die berühmten Zeilen: „Was ich haben will, das krieg ich nicht, und was ich kriegen kann, das gefällt mir nicht“ aus dem erklärten Lieblingslied der Band „Paul ist tot“. Diese Textpassage habe ihnen Mitte der 80er-Jahre eine DDR-Tour vermasselt, erzählt Schwebel. Als man damals bei der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik eine Tournee-Erlaubnis beantragte, mussten auch die Texte eingereicht werden. „Und diese zwei Zeilen gingen aus Sicht der SED natürlich gar nicht.“ Wer jetzt wissen will, wer der in dem Songtitel angeführte tote Paul eigentlich war, erhält eine profane Antwort: „Paul“ war der Flipper-Automat im Ratinger Hof, der eines Tages verschwunden war. Alles nach Punk-Art: eben ganz einfach. Das beim Publikum zweifellos bekannteste fehlfarbige Lied trägt den Titel „Ein Jahr (Es geht voran)“. Der Song wurde aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen zur Hymne der Hausbesetzer in der Hamburger Hafenstraße und anderswo im Lande.

Kultivierte Krachmacher

Alle Lieder von „Monarchie und Alltag“ in einem Konzert, darauf freuen sich die Bandmitglieder. Mehr als zwei, drei dieser Songs habe man auf keinem der vielen hundert Konzerte der letzten Jahre gespielt. Im Kern klingen die Lieder noch genauso direkt wie seinerzeit im Ratinger Hof. Sänger Peter Hein ist nach wie vor ein starker Performer. Vielleicht aber wirken die Songs heute nicht mehr ganz so hingerotzt, und vor allem entspannter. Weniger hektisch. Damals sei das doch alles noch sehr wettbewerbsorientiert gewesen. „Heute spielen wir die alten Lieder mit genauso viel Freude wie früher, aber mit nicht mehr ganz so viel Druck auf dem Kessel.“ Damit, dass alle in der Band (und ihre Fans) älter geworden seien, habe das nichts zu tun. Musikgefühl sei keine Frage des Lebensalters.

„Wir nehmen unsere Zuhörer mit auf eine Reise in eine andere Zeit“, sagt Schwebel. „Und dann erleben die Leute, dass der Sound jener Tage auch heute noch Freude bereitet.“ Dies vielleicht auch deshalb, weil die Welt inzwischen so kompliziert geworden ist, dass etwas, das straight forward daherkommt, geradezu erfrischend wirkt. (Text: Dr. Mathias R. Schmidt)

Die Besetzung der Band Fehlfarben

Peter Hein (Gesang)
Thomas Schneider (Gitarre)
Michael Kemner (Bass)
Saskia von Klitzing (Drums)
Frank Fenstermacher (Saxophon und Keyboards)
Pyrolator (Synthesizer, Keyboards)
Gast : Thomas Schwebel (Gitarre)
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    Fehlfarben
      4 Sterne, aus 6 Fan-Reports
  • Münster - Gleis 22

    01.10.15

    Besser geht nicht von rolando, 04.10.15
    Kleines fabulöses Konzert mit neuen und alten Liedern. Haben alle alles gegeben, trotz des fortgeschrittenen Lebensalters- aber jung im Geiste !!
  • NÜRNBERG - Rochfabrik, bzw. Underground

    05.12.13

    Band spielte gut, aber kaum Leute da, von Thilo, 08.12.13
    Meine Bewertung bezieht sich einmal auf die Band und einmal auf die Organisation der Veranstaltung. Deshalb die mittel gute Bewertung mit drei Sternen, vier für die Band, Null für alles andere. Die Fehlfarben haben meiner Meinung nach sehr gut gespielt, eine Mischung aus alten und neuen Songs. Aus Monarchie und Alltag, m.E. eines der besten je in deutscher Sprache aufgenommenen Albums, spielten sie u.a. Paul ist tot, Grauschleier, das sind Geschichten, Apokalypse und auch ein Jahr, es geht voran. Aus diesem Jahrhundert zu hören waren u.a. Wir warten, Platz da. Der Sound war voll groovig, treibend, tanzbar. Bass und Schlagzeug waren eine gute Basis für eine rockige Gitarre und 2 Keyboards. Peter Hein hat ganz gut gesungen, manchmal nicht so gut verständlich, aber ist klar bei Livemusik. die ganze Band war sehr engagiert und spielfreudig, obwohl, und nun zum negativen Teil meiner Bewertung, nur etwa 30 Leute da waren. Das hat sich meiner Meinung nach zum großen Teil der Veranstalter selbst zu zuschreiben. Denn wenn keine Tür geöffnet ist kommt auch niemand rein. Auf dem Gelände standen eine Handvoll Leute als wir kamen und haben den Eingang gesucht. ich glaube einer ist dann mal über den Zaun geklettert und ins Gebäude gekommen. Als endlich mal, das wohl durch den starken Wind ins Schloß gefallenen Tor im Zaun geöffnet wurde, sind wir rein und waren erst mal perplex. Die Vorband hat schon gespielt, vor etwa 20-25 Leuten, mehr als 30 wurden es auch nicht. Ich frage mich schon warum. An der Band wird es kaum liegen, andere Kultbands der Zeit Anfang der Achtziger kriegen ihre Säle doch auch voll, und mit den Platten seit 2000 dürften die Fehlfarben auch ein jüngeres Publikum für sich gewonnen haben, aber warum kam kaum einer? Vielleicht ist Nürnberg als Ort falsch gewählt oder die falsche Lokation, in der Rochfabrik war ich seit der Öffnung um 1990 herum nie mehr. passender wäre wohl das KOMM gewesen, oder wie es jetzt auch immer heißen mag. ich denke, Veranstalter und Managment hätten hier mehr tun können, um für das Konzert zu werben, so habe ich in Nürnberg nicht ein Plakat gesehen. wirklich Schade, mir hat die Band eigentlich ein bißchen Leid getan! die hätten was besseres verdient. ich bin den Musikern auf jeden Fall sehr dankbar, daß sie überhaupt gespielt haben, andere hätten vielleicht abgesagt und wären nach Hause gefahren. Dafür haben die sechs Künstler meinen größten Respekt verdient!!!
  • BOCHUM - Matrix

    28.09.12

    Einfach genial!! von Marion, 03.10.12
    Fehlfarben gaben wie immer ALLES! Schade war nur, dass das Konzert schlecht besucht war. Aber Die die kamen wurden nicht enttäuscht. Fehlfarben immer wieder!!!!

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