Tame Impala sind ein ganze besondere Band, die besondere Aufmerksamkeit verdient. Zunächst einmal weiß man gar nicht, ob die Australier ein Solo-Projekt von Kevin Parker sind (der die Musik auf den Alben geschrieben und meist alleine eingespielt hat) oder ob sie ein Haufen Freunde sind, die zusammen Musik machen (und die bereits in wechselnden Besetzungen in verschiedenen Gruppen zusammen gespielt haben) oder ob sie einfach eine fantastische Live-Band sind, die die Songs von Parker auf großartige Weise zum Leben und auf die Bühne bringen oder ob eigentlich alles zusammenkommt. Ist auch egal. Denn die Qualitäten der beiden Alben bleiben unwidersprochen – Pitchfork zeichnete sowohl "Innerspeaker" als auch das im Herbst erschienene "Lonerism" mit dem Prädikat "Best new music" aus, und live gelten Tame Impala als absolute Offenbarung.
Weitere Nachweise sind die J Awards für das Australian Album of the Year für beide Werke und die WAMI Awards als Most Popular Act, Best Rock Act und alles überstrahlend als Most Popular Live Act. Was einen fast ein wenig verwundert, denn außer dem Schlagzeuger, der auf der Bühne regelmäßig durchdreht, wirkt die Band auf der Bühne eher introvertiert. Aber wenn sie losgelassen wird, erzeugt sie ganz große und gebundene Momente, die die Musiker und die Zuhörer zu einer großen Einheit verschmelzen lassen. Wenn sich Tame Impala von den Studioversionen der Songs lösen, in Improvisationen aufgehen, entstehen gleichzeitig magische und lakonische Momente. Nicht umsonst bezeichnete ein Kritiker ihr letztes Konzert in Berlin als eine Mischung zwischen den frühen Pink Floyd und den Flaming Lips. Am 3. Juli können wir noch einmal nachhören, ob dieses Urteil Bestand hat, wenn Tame Impala exklusiv im Berliner Astra auftreten.
...also die Jugend von heute... von Katinka Koschka, 24.10.12
...ich kann es irgendwie kaum fassen, wieviele blutjunge Menschen sich im Postbahnhof drängten. Selbst ich bin mit meinen 44 Lenzen nicht unbedingt aus der Generation, wo Tame Impala ihre Inspiration herhaben, aber es freut mich ausserordenlich, dass sich immer wieder junge Musiker auf die Zeiten zurückbesinnen, wo Phantasie und Experimentierfreude noch an der Tagesordnung waren und ich kann nur hoffen, dass die Psychedelics von Heute keine illegalen Substanzen brauchen um schöne Musik zu machen. Ich zumindest habe nie gekifft oder Trips eingeworfen und trotzdem liebe ich besonders die Musik aus meinem Geburtsjahr. Im Studio sind Tame Impala maximal zu dritt, aber auf der Bühne sind sie zu fünft und wenn man sich die Biographie durchliest, stellt man fest, dass fast alle Multiinstrumentalisten sind und jedes ihrer Instrumente auch hervorragend beherrschen. Besonders faszinierte mich wie der Frontman mit den nackten Füßen seine zahlreichen Effektgeräte bediente und der zierliche Baßgitarrist hochkonzentriert wunderschöne melodische Läufe spielte, die mich teils an Paul McCartney, aber auch den genialen Chris Squire erinnerten.
Lediglich der Gesang war etwas sehr leise, aber vielleicht lag das auch an meinem Platz in der ersten Reihe, wo vielleicht die Monitore der Gitarren die Stimme überdröhnen. In der Zugabe gab es sogar noch ein kleines Motorik-Krautrockintermezzo innerhalb des eher im Cream/Jimi Henrix-Stil gehaltenen Powerbluesstückes Half full glass of wine.
Alles im allen, ein tolles Konzert zum Träumen und Abtoben
KÖLN - GEBÄUDE 9
20.06.11
Tame Impala von Julian, 27.08.12
sowas kann wirklich nur jemand schreiben, der nicht weiss wovon er spricht... Nachdem ich sie jetzt das vierte mal Live erleben durfte, kann ich euch zusichern, Tame Impala sind live genau so genial wie auf Scheibe!
Rock Werchter - Rock Werchter Festival
01.07.11
Nicht so der Knaller.... von Karin, 06.08.12
Man hat von der ersten Minute an das Gefühl, dass die gesamte Belegschaft sich von Rauschmitteln ernährt. Klang es zuhause beim Reinhören noch ganz ordentlich, ist es live eine Katastrophe. Wahrscheinlich nur für Liebhaber, aber nichts für Personen denen ihre Ohren lieb sind.
Über diesen Künstler
Künstler-Biografie
Tame Impala ist eine australische Band aus Perth. Musikalisch orientiert sich Tame Impala sehr stark am Psychedelic Rock der späten 1960er Jahre. Band Die fünf Mitglieder treten vor allem bei den Liveauftritten gemeinsam auf, während die Studioproduktionen wesentlich von dem Kopf und der treibenden Kraft der Band Kevin Parker gestaltet werden. Di... weiter lesen