Biografie

„Keine zwanzig Jahre alt und doch schon seit Jahren das Wunderkind schlechthin im deutschen Hip-Hop? Für Sierra Kidd absolut kein Widerspruch. Mit denen kennt er sich nämlich aus: Vom gemobbten Aussenseiter zum gefeierten Shootingstar, von umjubelten Festivalauftritten zu intimen Clubshows – Sierra Kidd hat mehr gesehen als manch gestandener Sechzigjähriger. Drei eigene Headlinetourneen, brechend volle Venues, diverse TV-Auftritte und nicht nur einmal über zwanzigtausend Menschen vor der Bühne: Es wäre viel zu einfach, sich auf Erreichtem auszuruhen.

Die Schattenseiten begleiten Sierra Kidd wie selbstverständlich: Falsche Freunde verfolgen ihn auf Schritt und Tritt. Von Haus aus kein sonniges Gemüt sorgt das Erlebte für das, was die Fans so an ihm schätzen: Reflektiertes, ja manchmal Melancholisches – aber niemals zutiefst Pessimistisches. Wer bei Kidd genau hinhört entdeckt überall Fröhliches in Hooks, Aufbauendes in Textzeilen. Sein letztes Mixtape „FSOD“ - aus dem Nichts in die an einer absurderen Premiumbox nach der anderen krankenden Deutschrapszene geworfen – zeugt hiervon: Man braucht nicht lang zu suchen, um richtiggehende Knaller zu finden.

Die Höhen und Tiefen der Musikindustrie durchschritten, scheint Sierra Kidd nun endlich wieder bei sich angekommen zu sein: Es wird geheimnisvoller, komplexer, schlicht erwachsener – Kidd geht den nächsten Schritt. Passend dazu kommt 2016 die mit Abstand größte Headline-Tour seiner Karriere und ein neues Album: Es bleibt spannend. Versprochen.