Warschau 1939: Im Polski Theater finden die Proben zu einer Nazi-Satire statt. Aus Rücksichtnahme auf den deutschen Nachbarn wird das Stück jedoch von der polnischen Zensurbehörde abgesetzt. Man spielt wieder „Hamlet“ und das berühmte Schauspieler-Ehepaar Josef und Maria Tura lebt weiter sein erfolgreiches Theaterleben zwischen Verführung und Eifersucht. Gerade will der junge Verehrer Stanislaw Maria dazu überreden, sich von ihrem Mann zu trennen, da besetzt die deutsche Wehrmacht Polen. Stanislaw kämpft als polnischer Flieger in England. Durch Zufall erfährt er dort, dass Professor Silewski als Spion mit geheimen Informationen für die Gestapo auf dem Weg nach Warschau ist. Stanislaw wird nach Warschau eingeschleust, um die Katastrophe zu verhindern. Sein erster Weg führt zu Maria und ihrem eifersüchtigen Ehemann. Ernst Lubitschs meisterhafte Filmkomödie aus dem Jahr 1942 wurde vielfach kritisiert: Man mache sich über Polen lustig und verharmlose das Grauen des 2. Weltkrieges. Doch wie die polnische Schauspieltruppe in Nazi-Kostümen bei höchster Lebensgefahr die Gestapo hinters Licht führt, ist bis heute eine starke Hymne an den Geist des Widerstands.
Mit Ronald Kukulies Sabine Waibel, Hans Löw, Anka Graczyk, Johann Jürgens, Horst Westphal, Wilhelm Eilers, Holger Stockhaus, Martin Otting, Daniel Regenberg
Regie: Milan Peschel Bühne und Kostüme: Magdalena Musial
"Volksbühnen-Raubein Milan Peschel, der als Regisseur in den letzten Jahren vor allem mit hinreißend überdrehten Klassiker-Inszenierungen am Kindertheater an der Parkaue reüssierte, imitiert Lubitschs Film nicht bloß, sondern setzt in bester Volksbühnenmanier auf die Übertreibungs- und Verfremdungsmittel des Theaters. Und auf grandiose Schauspieler, die unter seiner Regie in dem Slapstick-tauglichen Kulissenbild von Peschel-Gefährtin Magdalena musial zur Höchstform auflaufen." (Morgenpost)
Maxim Gorki Theater Berlin3.3
Sterne,
aus 6 Fan-Reports
BERLIN - Maxi Gorki Theater
10.05.13
(Leider) sehr moderne Interpretation von Sommy, 13.05.13
Ich habe bei dem Klassiker Anna Karenina auf eine recht ursprüngliche Theater Darbietung gehofft: alte Kostüme, alte Sprache etc. Dies wurde bei der Aufführung hier nicht bedient. Alles war sehr modern: Bühnenbild, heutige Umgangssprache ... Die Schauspieler haben gut gespielt, es war nur eben völlig anders, als von mir erhofft.
BERLIN - Maxim Gorki Theater
28.04.13
Großes Theater von Die Langers, 01.05.13
Wir waren drei Tage in Berlin - ANNA KARENINA war beinahe so etwas wie ein Höhepunkt. Dabei hatten wir vorher schon: Pergamon-Museum, Ishtar-Tor, Unter den Linden, Ägypten-Sammlung, Chez Josephine und die Stachelschweine.
Unbedingt Tolstoi anschauen, es geht unter die Haut
Die Langers aus Karlsruhe
BERLIN - Maxim-Gorki-Theater
18.08.12
Jeder stirbt für sich allein von Härpfer, 21.08.12
Leider nicht empfehlenswert, da dem Fallada-Stück durch zuviel
überflüssige Verfremdungen die Kraft und Aussage genommen wurde. Dadurch war die nationalsozialistische Gefahr, denen die Eheleute Quangel ausgesetzt waren nicht mehr in der Deutlichkeit erkennbar, welche die literarische Vorlage hergibt und auch schon durch diverse Verfilmungen erreicht wurde. Nazi-Deutschland muß nicht durch Karikieren dargestellt werden, denn dadurch entsteht eine unangemessene Lustigkeit.
Im ganzen gesehen: Enttäuschend