Biografie
Robyn Rihanna Fenty (* 20. Februar 1988 in Saint Michael), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Rihanna, ist eine barbadische Pop-Sängerin mit Einflüssen von Hip-Hop, R&B, Dance und Soca. Rihanna ist mehrfache Grammy-Preisträgerin. Ihre vier Alben verkauften sich weltweit über 15 Millionen mal, die dazugehörigen Single-Auskopplungen 45 Millionen mal innerhalb ihrer fünfjährigen Karriere. Rihanna landete in den USA sechs No.1-Hits sowie 14 Top-Ten-Hits, was sie zur Sängerin mit den meisten Top-Ten-Hits seit dem Jahr 2000 und zur Künstler/in mit den meisten No.1-Hits seit dem Jahr 2000 macht.
Kindheit
Rihanna wurde in Barbados in der Gemeinde Saint Michael geboren. Ihre Mutter Monica Fenty kommt aus Guyana, ihr Vater Ronald Fenty aus Barbados. Rihanna hat zwei jüngere Brüder, Rorrey und Rajad. Sie ging auf die Charles F. Broome Memorial School, eine Grundschule auf Barbados, und später auf die Combermere School, eine weiterführende Schule, ebenfalls auf Barbados. Dort wurde sie 2004 zur Miss Combermere School gewählt.
Musikkarriere
Von einer ihrer Freundinnen wurde Rihanna im Alter von 15 Jahren dem Produzenten Evan Rogers während seines Urlaubs in Barbados vorgestellt. Rogers und sein Partner Carl Sturken gaben Rihanna daraufhin die Möglichkeit zu Demoaufnahmen in den USA. Diese wurden an verschiedene Plattenlabel geschickt, unter anderem auch an Jay-Z, den damaligen CEO von Def Jam Recordings, der Rihanna anschließend unter Vertrag nahm.
Music of the Sun (2005)
2005 landete Rihanna mit Pon De Replay einen weltweiten Hit. Ihre zweite Single, If It’s Lovin’ That You Want, erreichte im Oktober desselben Jahres die amerikanischen und im Dezember 2005 die europäischen Singlecharts. Am 5. September 2005 erschien in Deutschland ihr Debütalbum Music of the Sun, welches sich bislang zwei Millionen Mal verkaufte. Die Single Let Me wurde nur in Japan veröffentlicht.
A Girl Like Me (2006)
Im April 2006, knapp acht Monate nach ihrem Debüt, erschien Rihannas zweites Album A Girl Like Me. Das Album verkaufte sich bisher 3,2 Millionen Mal. Die erste Single aus diesem Album, S.O.S. (Rescue Me), die im Februar die amerikanischen und im April die europäischen Singlecharts erreichte und bis dato Rihannas kommerziell erfolgreichstes Lied war, basiert auf dem 1981er-Hit Tainted Love von Soft Cell.
Dieses Lied war zugleich die Werbemelodie für den Sportartikelhersteller Nike. Weitere Singles aus A Girl Like Me sind die Ballade Unfaithful und We Ride, die erste Single der Sängerin, die in den USA nicht die Top 100 der Billboard 200 erreichte, sondern nur Platz 106. Am 1. Dezember 2006 stieg das Lied auch in die deutschen Singlecharts ein, und zwar auf Platz 45 – Rihannas bislang erster Charteintritt außerhalb der Top 30. Als vierte und letzte Single aus ihrem zweiten Album wurde in den USA und Kanada das gemeinsam mit Sean Paul aufgenommene Lied Break It Off veröffentlicht, welches in den USA bis auf Platz neun der Billboard Hot 100 kam.
Good Girl Gone Bad (2007)
Rihannas drittes Studioalbum trägt den Titel Good Girl Gone Bad und wurde am 5. Juni 2007 in den USA und wenig später auch weltweit veröffentlicht. Erscheinungstermin in Deutschland war der 8. Juni 2007. Als erste Single wurde Umbrella, eine Kollaboration mit Jay-Z, ausgekoppelt. In Deutschland erschien sie am 25. Mai 2007 und wurde dort Rihannas erster Nummer-eins-Hit. Die Single ist Rihannas bisher größter internationaler Charterfolg, belegte sie doch unter anderem in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien Platz eins der Hitparade und stieg auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der ersten Woche oder kurze Zeit später auf die Spitzenposition. Die Single hielt sich außerdem zehn Wochen lang in den United World Charts auf Platz eins. Weitere Singleauskopplungen sind Shut Up and Drive und Don’t Stop the Music. In Deutschland erschien Don’t Stop the Music am 7. September 2007 und erreichte wiederum Platz eins. Eine weitere Singleauskopplung ist Hate That I Love You featuring Ne-Yo. Dieses Lied erschien am 16. November 2007 in Deutschland und erreichte Platz elf. Breakin’ Dishes wurde als fünfte Auskopplung angekündigt und sollte ursprünglich im Februar 2008 in den USA veröffentlicht werden, wurde jedoch immer weiter verschoben.
Die Stelle mit dem Refrain „Ma ma se, ma ma sa, ma ma coo sa“ im Song Don't Stop the Music stammt ursprünglich von dem Manu Dibango-Klassiker Soul Makossa aus dem Jahr 1972, dieser wurde auch 1983 von Michael Jackson in seinem Song Wanna Be Startin’ Somethin’ benutzt. 2007 fragte Rihanna anstatt Dibango Jackson um Erlaubnis die Stelle zu sampeln, Jackson verschwieg ihr, dass er nicht der Urheber der Passage ist. Sowohl Rihanna als auch Jackson wurden von Dibango wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt.
Am 13. Juni 2008 wurde eine Re-Release von Good Girl Gone Bad unter dem Namen Good Girl Gone Bad - Reloaded herausgebracht. Zusätzlich zu den zwölf ursprünglichen Liedern von Good Girl Gone Bad enthält das Album die drei weiteren Titel Disturbia, Take a Bow und If I Never See Your Face Again, die jeweils auch als eigenständige Single erschienen.
Am 7. Juli 2007 trat Rihanna im Rahmen der Live-Earth-Konzerte in der japanischen Stadt Chiba auf.
2008 beteiligte sie sich an dem Wohltätigkeitsprojekt Stand Up to Cancer und sang mit vielen anderen Sängerinnen den Kampagnensong Just Stand Up! ein.
Danach koppelte Rihanna einen weiteren Song aus Good Girl Gone Bad aus, die achte Single Rehab.
Rated R (2009)
Im Dezember 2008 nahm Rihanna Demosongs für ihr viertes Album auf, darunter den Song Sexuality. Das ursprüngliche Konzept wurde nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit ihrem damaligen Freund Chris Brown im Februar 2009 jedoch verworfen, der Vorfall und die Beziehung zu Brown hatten nachfolgend großen Einfluss auf die Entstehung des Albums. So arbeitete sie bei diesem Album mit Ne-Yo, Justin Timberlake, Chase & Status, Stargate, The-Dream, Brian Kennedy und James Fauntleroy II zusammen. Zum ersten Mal schrieb Rihanna selbst an Texten mit, war bei einigen Songs als Co-Produzentin tätig und ihr wurde erlaubt, das Konzept des Albums selbst zu bestimmen. Die Texte seien laut eigener Aussage persönlicher und reifer, sie sei erwachsen geworden.[18] Auf dem Album sind Einflüsse von Rock, Hip-Hop und R&B zu finden, vom leitenden Pop-Klang von Good Girl Gone Bad ist nur noch wenig vorhanden.
Im Mai 2009 spielte Rihanna die Hauptrolle im Musikvideo zu Kanye Wests Paranoid. Im Juni 2009 wurde auf dem Videoportal YouTube der Song Te Amo veröffentlicht. Der Song konnte somit schon vorab Platz 12 der Airplay Charts Brasiliens erreichen. Im Juli 2009 wurde Run This Town, die erste Single aus Jay-Z’ neuem Album The Blueprint 3, veröffentlicht, bei der Jay-Z sich Unterstützung von Rihanna und Kanye West holte. Der Song konnte in den USA Platz 2 erreichen und in Großbritannien Platz 1, womit der Song Rihannas dortiger dritter Nummer-1-Hit wurde.
Am 23. November erschien das vierte Album Rated R. Es verkaufte sich bisher über 4,5 Millionen Mal, konnte damit jedoch nicht mit den Verkaufszahlen von Good Girl Gone Bad mithalten. Rihanna bekam für ihr viertes Studioalbum durchweg gute bis sehr gute Kritiken, da es „eine ernstere, erwachsenere Rihanna zeigt, die etwas zu sagen hat“.
Am 20. Oktober 2009 wurde das Cover zur ersten Single und kurz danach der Song Russian Roulette veröffentlicht. Am 13. November, wurde die Single weltweit veröffentlicht und erreichte in 20 Ländern die Top Ten, darunter Deutschland, Großbritannien und die USA. In der Schweiz reichte es Anfang 2010 sogar für einen Nummer-1-Hit. Die zweite Single aus dem Album, Hard, eine Kollaboration mit Rapper Jeezy, erschien nur in den USA, schaffte es aber auch in Kanada in die Top Ten sowie in die Top 50 von England und Schweden. Im dazugehörigen Video arbeitete Rihanna zum ersten Mal mit der Regisseurin Melina Matsoukas zusammen. Die dritte Single, Rude Boy, wurde am 5. März 2010 in Deutschland veröffentlicht. Daraufhin stieg der Song in Deutschland sofort auf Platz 4 ein. In England schaffte es Rude Boy bereits einen Monat vor der offiziellen Veröffentlichung in die Charts, kurz darauf in die Top 3. In den USA schaffte es der Song in die Top Ten womit er Rihanna zur Sängerin mit den meisten Top-Ten-Hits seit dem Jahr 2000 machte, und zwei Wochen später auf Platz 1, wodurch Rihanna ihren sechsten Nummer-1-Hit landete und zur Künstlerin mit den meisten Nummer-1-Hits seit dem Jahr 2000 wurde. Als vierte Singles wurden Rockstar 101 in den USA, Te Amo in Deutschland veröffentlicht. Am 16. April 2010 startete Rihanna in Europa ihre zweite Welttournee, die Last Girl on Earth Tour. Der erste Teil der Tour ging bis 28. August 2010 und bestand aus 64 Auftritten in Europa und Nordamerika. Der zweite Teil startete 2011 in Australien. Gespielt wurden Songs aus allen vier Alben. Während dieser Tour war sie vier Mal in Deutschland. Begleitet wird sie von verschiedenen Support Acts der jeweiligen Länder, so z. B. in Großbritannien von Pixie Lott und in den USA von der Sängerin Ke$ha und dem Rapper Travie McCoy.
Im Juli 2010 stieg der Song Love the Way You Lie, eine Zusammenarbeit mit Rapper Eminem, die auf seinem Album Recovery zu finden ist, nach zwei Wochen vom zweiten auf den ersten Platz der Billboard Hot 100 und wurde Rihannas siebter Nummer-1-Hit. In den UK-Charts erreichte er den zweiten Platz. In Australien, Kanada, Neuseeland, Irland und Deutschland erreichte er ebenfalls Platz 1 der Singlecharts.
Loud
Bevor Rihanna ihr fünftes Album veröffentlichte, wirkte sie neben Eminems Love the Way You Lie auch in den von David Guetta produzierten und am 17. September 2010 veröffentlichten Lied Who’s That Chick? mit.
Am 12. November 2010 erschien Rihannas fünfte Album Loud in Deutschland und am 16. November in den USA. Das Album unterscheidet sich zum letzten, indem es mehr Dance- und Clubsongs, wie bei Good Girl Gone Bad beinhaltet. Das Album konnte Platz eins der UK- und der Schweizer Album Charts erreichen und war international in zahlreichen Top-10-Listen vertreten. Die Singles Only Girl (In the World), What’s My Name? und S&M waren Nummer-Eins-Hits in den USA. Von letzterem Lied wurde auch in einer Version als Duett mit Britney Spears veröffentlicht.
Ende Dezember 2010 wirkte Rihanna neben Kid Cudi im Video zu All of the Lights von Kanye West mit. Des Weiteren beteiligte sie sich an dem Lied Fly von Nicki Minaj. Außerdem wirkte Rihanna noch im Video zu der Single Can’t Get Enough von J. Cole und Trey Songz mit, welches am 15. September 2011 veröffentlicht wurde.
Am 4. Juni 2011 startete Rihanna ihre vierte Welttournee, die Loud Tour, um das Album zu promoten. Die Tournee führt sie von Nordamerika über ihr Herkunftsland Barbados und einigen Konzerten in Südamerika letztendlich nach Europa.
Talk That Talk
Auf dem Coldplay-Album Mylo Xyloto, das am 21. Oktober 2011 erschien und auf dem Album Take Care von Drake, das am 14. November 2011 erschien, ist Rihanna jeweils bei einem Lied als Gastsängerin zu hören. Princess of China, die Kollaboration mit Coldplay, erreichte Platz 20 in den Billboard Hot 100 und Platz 8 in den UK Top 40. Ebenfalls konnte das Lied mit Drake, Take Care, noch vor der offiziellen Auskopplung Platz 9 der Billboard Hot 100 erreichen.
Rihannas sechstes Studioalbum Talk That Talk erschien am 18. November 2011. Die erste Auskopplung We Found Love konnte sich in Deutschland, der Schweiz, den UK-Charts sowie in den USA auf Platz 1 platzieren. Es zählt zu den erfolgreichsten Songs im Jahre 2011 weltweit. Die darauf folgenden Singles You Da One, Talk That Talk und Birthday Cake konnten nur mittelmäßige Chartplazierungen erreichen. Die fünfte Singleauskopplung Where Have You Been, welche am 25. Mai 2012 erschien, ist die erfolgreichste Single des Albums seit We Found Love. Sie erreichte in Großbritannien und den USA eine Top-Ten Platzierung.
Im Mai 2012 erschien der Film Battleship, in dem Rihanna eine Rolle bekam.
Unapologetic
Die erste Single ihres siebten Albums Unapologetic, welches am 19. November 2012 erscheinen wird, ist der Song Diamonds. Dieser erschien am 27. September 2012 und erreichte in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien die Spitze der Singlecharts. In vielen weiteren Ländern konnte sich die Single in den Top 10 platzieren.
Kunstfertigkeit
Musik und Gesang
Rihanna wurde als eine der wenigen R&B-Diven bezeichnet, die aus dem karibischen Raum entstammen. Sie vermische R&B-Musik mit Elementen aus der karibischen Musik wie Reggae und Dancehall. Dabei verschmelze ihr Stil karibische Rhythmen mit gewöhnlichen Elementen des Dance-Pops.
Ihr Debütalbum enthielt Produktionen von den Entdeckern Rihannas, Evan Rogers und Carl Sturken, wie etwa die von traditionellem Reggae und Dance-Pop geprägte Debütsingle Pon de Replay. Die gleichen Musikstile finden sich auf ihrem zweiten Musikalbum. Rihanna stieg dann in die Pop- und R&B-Musik. Das Musikproduzententeam Stargate und Ne-Yo produzierten unter anderem ihren Hit Unfaithful. Mit Liedern wie Kisses Don’t Lie und Shut Up and Drive orientierte sich der Musikstil mehr am Rock.
Das dritte Album Good Girl Gone Bad ist eher dem Dance-Pop zuzuordnen als dem Dancehall- und Reggae-Stil der vorigen Alben.
Die meisten ihrer von Stargate produzierten und von Ne-Yo geschriebenen Liebesballaden enthalten einen pop-orientierten Sound mit R&B-Einflüssen mit zart geschlagenen akustischen Gitarren. Einige ihrer schnelleren Dance-Pop-Lieder von Carl Sturken und Evan Rogers, Christopher Stewart und J. R. Rotem produziert. Rihannas Stücke enthalten auch Samples aus anderen Stücken wie Soft Cells Tainted Love in SOS, New Orders Blue Monday in Shut Up and Drive und dem aus den 1970-ern stammenden Stück Soul Makossa von Manu Dibango in Don’t Stop the Music, das auch einen Teil des Refrains von Michael Jacksons Wanna Be Startin’ Somethin’ enthält.
Einflüsse
Einer von Rihannas Haupteinflüssen auf ihre Musik ist Mariah Carey. Rihanna sagte: „Ich schaue ständig zu Carey auf. Ich verehre sie als Künstlerin. Carey zu treffen war für mich der schönste Moment im meinen Leben, diesen Moment werde ich nie wieder vergessen.“ Rihanna bezeichnet ebenso Madonna als eines ihrer Idole und starke Einflussteilnehmerin, sie sagte: „Madonna hat sich in ihrer Karriere immer wieder neu erfunden. Ich möchte die schwarze Madonna werden.“ Über Janet Jackson sagte Rihanna: „Sie war eine der ersten Popikonen, mit denen ich mich vergleichen konnte… Sie hat so viel Energie und Power. Ich habe sie auf der Bühne gesehen, sie kann dort für 20 Minuten stehen, und die ganze Arena schreit nach ihr. Du musst Janet einfach lieben.“ Beyoncé hat ebenfalls einen starken Einfluss auf Rihannas Musik. Laut Rihanna selbst begann sie mit dem Singen, nachdem sie Beyoncé Knowles bei einem Auftritt mit Destiny’s Child gesehen hat. Weitere Musikalische Einflüsse kommen von Bob Marley (für ihn baute Rihanna in ihrem Zuhause in Los Angeles einen Schrein), Alicia Keys, Whitney Houston, Destiny’s Child, Céline Dion, Brandy und Gwen Stefani. Ihre Freundin und ehemalige Island Def Jam Label Künstlerin Fefe Dobson ist jemand, den sie bewundert und zu der sie aufschaut. Rihanna liebt es mit anderen Künstlern und vor allem mit Dobson zu schreiben, singen und Musik zu machen.
Rihannas Musik enthält starke Einflüsse aus der karibischen Musik, die auch Reggae und Dancehall beinhaltet. Das Musikvideo zu Rude Boy wurde von ihren karibischen Wurzeln inspiriert. In einem Interview erklärte sie, dass sie in Barbados mit Reggae Musik aufwuchs. Als sie aber in die Vereinigten Staaten kam, wurde sie von vielen verschiedenen Arten von Musik überrollt. Während der Good Girl Gone Bad Tour, sang Rihanna unter anderem eine Coverversion von Bob Marleys Is This Love. Der Song wurde zu Ehren von Marley gespielt. Später sang Rihanna noch eine Coverversion des Redemption Song von Bob Marley & The Wailers. Rihanna erklärte, dass Marilyn Monroe und Vintage-Kleidung für die visuelle Inspiration der Musikvideos von Hate That I Love You und Rehab diente; im Gegensatz dazu sind die düsteren und etwas gruseligen Szenen aus Disturbia von Michael Jacksons Thriller inspiriert. Das Musikvideo belegte den fünften Platz der Top Five Most Paranoid Music Videos von MTV Buzzworthy. Jon Bream von der Star Tribune kommentiert: „In der Tradition von Madonna und Janet Jackson ist Rihanna das Video-Biest der 2000er geworden … Rihanna hat den Schmollmund, die langen Beine und stilbildende Frisuren perfektioniert.“ George Epaminondas vom Magazin InStyle findet Rihannas Musikvideos „cineastisch“, wegen ihrer „Mischung aus Insel-Rhythmen und swingendem Pop und … schelmischer Sinnlichkeit.
Image
Rihanna begann ihre Karriere mit dem Image einer Reggae-Musikerin. Demzufolge hatte sie zu Beginn ein von Leichtigkeit und Exotik geprägtes Image, welches man ihr auch aufgrund ihres Aussehens zuschrieb. Während ihrer ersten beiden Alben verglich man Rihanna häufig mit Beyoncé Knowles, was Rihanna selbst oft negativ ausgelegt wurde, da man sie oft auch als „Kopie“ der Musikerin bezeichnete. Laut damaligen Medienberichten ähnelten sich vor allem Aussehen und Musikstil der beiden Künstlerinnen, zudem erwähnte der Boulevard auch vielmals Jay-Z, heutiger Ehemann von Beyoncé und gleichzeitig Mentor Rihannas.
Mit der Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums Good Girl Gone Bad veränderte sich das öffentliche Bild der Künstlerin. Dieser Imagewechsel schlug sich sowohl in ihrer Musik als auch in ihrem öffentlichen Auftreten nieder. Von nun an wurde der Kleidungsstil der Sängerin gewagter und sexier. 2009 fasste Tracey Lomrantz, Autorin beim Glamour, Rihannas Stil wie folgt zusammen: „Wenn Stil-Risiken in Meilen gemessen werden würden, hätte Rihanna den Globus schon tausendmal umkreist.“ Durch ihren Stil landete sie 2008 auf der Liste der 10 Best Dressed Stars of 2008 des Magazins People. Im Jahr 2009 landete sie auf Platz 17 der 50 Most Glamorous Women des Magazins Glamour. Sie ist in der Hot 100 Liste des Magazins Maxim in vier aufeinander folgenden Jahren erschienen, auf Position acht im Jahr 2007, 15 im Jahr 2008, acht im Jahr 2009, und auf Position sechs im Jahr 2010. Im Juni 2007 wurde Rihanna, beziehungsweise ihre Beine, zur Venus Breeze - Celebrity Legs Of A Goddess (dt. Beine von einer Göttin) von Gillette ernannt. Im Oktober 2011 wurde sie von den Lesern des US-Magazins Esquire zur Sexiest Woman Alive gewählt. Im August 2010 wurde eine Wachsfigur von Rihanna im Madame Tussauds in Washington DC veröffentlicht.
Rihanna ist zudem für einige Tattoos bekannt. Sie ließ sich eine Musiknote auf ihren Knöchel, das Symbol des Sternzeichens Fische hinter das rechte Ohr, ein Sanskrit-Gebet auf ihrer Hüfte abwärts, einen Stern auf das linke Ohr, das Wort love (dt. Liebe) auf ihren linken Mittelfinger, einen arabischen Schriftzug mit der Bedeutung „Freiheit in Christus“ auf ihren Brustkorb, eine Spur von Sternen auf ihrem Nacken bis zum Schulterblatt, ein Schädel mit einer rosa Schleife im Haar, die Phrase shhh... (deut. pssst...) auf ihrem rechten Zeigefinger, das Datum 11.4.86 in römischen Zahlen auf ihrer linken Schulter, eine im Henna-Stil gehaltene Drachenkralle einschließlich Hibiskusblüten, eine Pistole unter ihrer rechten Achselhöhle und eine Sechs-Wort-Phrase auf der Brust sowie den Ausdruck „rebelle fleur“ (deut. rebellische Blume) aus dem Französischen auf ihrem Hals tätowieren. Allerdings ist dieses Tattoo nach den französischen Grammatikregeln falsch geschrieben, richtig wäre in dem Fall "fleur rebelle". Ihr Waffen-Tattoo war eigentlich knapp unter den Schultern geplant, wurde aber letztlich auf die rechte Seite ihres Brustkorbs gestochen. In Antwort auf die Kritik über dieses Tattoos lautete die Meinung ihres Tätowierers Keith „BangBang“ McCurdys, dass das Motiv einfach für „Stärke und Kraft“ steht. Ihre dreizehnte Tätowierung, die sie auf der Brust trägt, besteht aus dem Satz: „Never a failure, always a lesson“ (deut. „Nie ein Misserfolg, immer eine Lektion“). Sie hat es laut McCurdy spiegelverkehrt tätowieren lassen, um es im Spiegel ansehen zu können. Als er sie fragte, warum sie es wolle, sagte sie, dass es ihr „Lebensmotto für alles“ sei.
Erfolge und Rekorde
Rihanna stellte bereits mehrere Rekorde in den deutschen Media-Control-Charts und in den Billboard Hot 100 auf. So waren im November 2008 acht Songs ihres Albums Good Girl Gone Bad gleichzeitig in den Hot-100-Charts, was zuvor nur Shania Twain gelungen war. Vom 8. Juni 2007 bis 15. Mai 2009 war sie für 100 Wochen ununterbrochen in den deutschen Single-Charts vertreten, solange wie keine andere Künstlerin. Damit liegt sie auf dem dritten Platz hinter Michael Jackson und den Backstreet Boys. Außerdem ist sie mit 19 Top-Ten- und elf Nummer-1-Hits in den Hot 100 die Künstlerin mit den meisten Hits in diesen Kategorien seit 2000. (Auf Platz eins: 1. SOS, 2. Umbrella, 3. Take a Bow, 4. Disturbia, 5. Live Your Life mit T.I., 6. Rude Boy, 7. Love the Way You Lie mit Eminem, 8. What's My Name?, 9. Only Girl (In the World), 10. S&M (Remix) und 11. We Found Love mit Calvin Harris). Mit der Platz 1 Positionierung von Only Girl (In the World) in den Hot 100 stellte Rihanna auch den Rekord als erste Künstlerin auf, deren zweite Albumsingle (What’s My Name?) noch vor der ersten Platz 1 der Hot 100 erreicht hat. Sie ist auch die erste Künstlerin, die jemals vier Nummer-eins-Hits in einem Jahr in den USA hatte. In Großbritannien und Österreich konnte der Song ebenfalls Platz 1 der Charts erreichen. Sie ist auch mit 17 Singles die Künstlerin mit den meisten Top-Ten-Platzierungen in der Weltrangliste im Verkauf von Singles in den 2000er Jahren. Fünf allein im Jahr 2010. In den britischen Charts hält sie mit Umbrella den Rekord mit der längsten Platz-eins-Platzierung. Darüber hinaus ist sie die einzige Künstlerin mit insgesamt sieben Platz-eins-Platzierungen in den Billboard Pop Songs in den USA. So ist sie mit Only Girl (In the World) zum siebten Mal auf Platz eins. Konkurrentinnen wie Mariah Carey, Beyoncé oder Lady Gaga, haben jeweils sechs Platz-eins-Eintragungen. 2011 konnte sie mit S&M ihre achte Platz-eins-Platzierung in den Billboard Pop Songs Charts feiern und ihren vorher eingestellten Rekord noch verbessern. Rihanna hat mit S&M Musikgeschichte geschrieben, es ist ihr zehnter Nummer-eins-Hit in den USA in nicht einmal fünf Jahren. S&M macht Rihanna damit zur Solokünstlerin, bei der in 52 Jahren Chartgeschichte am wenigsten Zeit zwischen ihrem ersten und ihrem zehnten Nummer-eins-Hit vergangenen ist. Nur die Beatles und die Supremes waren schneller. Die Beatles brauchten für 10 Nummer-eins-Hits nur ein Jahr und 8 Monate, während die Supremes um Diana Ross 2 Jahre und 8 Monate brauchten. Rihanna ist außerdem mit ihren 23 Jahren die jüngste Sängerin, die jemals 10 Nummer-eins-Hits landen konnte. Sie brach den alten Rekord von Mariah Carey. Rihanna ist nach Mariah Carey und Whitney Houston auch die erste Künstlerin, die aus zwei Alben drei Nummer-eins-Hits in den USA veröffentlichten konnte. Außerdem hat sie gemeinsam mit Britney Spears die meisten Nummer-eins-Hits in der Geschichte der Billboard Canadian Hot 100. 2010 konnte sich Rihanna im Guinness-Buch der Rekorde mit dem Erfolg ihrer Single Umbrella als „Best-Selling Download Female Artist in the U.K.“ platzieren.
Durch die Platz-eins-Positionierung von What's My Name? 2011 sicherte sich Rihanna einen weiteren Rekord. Sie ist die Künstlerin, der es gelungen ist, fünf Jahre in Folge, einen Nummer-1-Hit in den britischen Charts zu platzieren (2007: Umbrella, 2008: Take a Bow, 2009: Run This Town, 2010: Only Girl (In The World) und 2011: What's My Name?). Rihanna ist auch die erste weibliche Künstlerin, die nach 50 Jahren drei Top-Ten-Hits in den UK-Charts hatte, zuvor schaffte dies nur Vera Lynn mit zahlreichen Hits im Jahre 1952. Am 25. Februar 2011 bestätigte Rihannas Label Def Jam Recordings, dass sie erneut einen Rekord in Großbritannien erzielt hat. Sie ist die erste Künstlerin, der es gelang einen Rekordumsatz von über 10 Millionen Platten zu erzielen. Außerdem schaffte sie die 1 Milliarde Marke von Klicks auf YouTube. Dies gelang bis jetzt nur drei Künstlern vor ihr und Rihanna ist die zweite weibliche, der dies gelang. Ihre Vorreiter sind Justin Bieber, Lady Gaga und Eminem. Ihre im Juni 2011 startende Loud Tour brach ebenfalls einen Rekord. Sie schaffte es als erste weibliche Künstlerin, zehn Konzerte in der Londoner O₂-Arena zu vermarkten. Der Rekord lag bisher bei 8 Konzerten von Britney Spears. Nachdem sich Rihanna schon 2010 im Guinness-Buch der Rekorde platzieren konnte, schaffte sie es auch sich in der 2012er Ausgabe, mit ihren vier Nummer-eins-Hits, Rude Boy, Love the Way You Lie, What’s My Name? und Only Girl (In the World), in den Billboard Hot 100 im Jahr 2010 als „Weibliche Künstlerin mit den meisten Nummer-eins-Hits in einem Jahr“ platzieren zu können
Werbung
Im Laufe ihrer Karriere hat sich Rihanna zu einer bekannten Werbeträgerin entwickelt. Unter anderem war sie Teil von Werbekampagnen von Gucci, Nike, Procter & Gamble, Nivea und Giorgio Armani.
Schauspielerei
Nachdem sie 2006 in der Direct-to-DVD-Produktion Girls United – Alles oder Nichts als sie selbst zu sehen war, feierte sie 2012 mit Battleship ihr Schauspieldebüt. Im April 2012 wurde zudem bekannt, dass im sechsten Teil der Reihe The Fast and the Furious zu sehen sein wird, dessen Dreharbeiten Anfang August 2012 begannen. Erscheinen soll der Film dann am 23. Mai 2013.
Soziales Engagement
Rihanna schloss sich 2006 der Believe Foundation an, einer Spendenorganisation, die sich für krebskranke Kinder einsetzt. Seit 2007 versuchte sie, einen Knochenmarkspender für das fünfjährige Mädchen Jasmina Amena zu finden. Rihanna besuchte Jasmina oft im Krankenhaus, zuletzt im November 2009. Jasmina starb am 27. Januar 2010 an ihrer Erkrankung. Noch während ihrer „The Good Girl Gone Bad Tour“ ging Rihanna auf die Charity-Tour der Believe Foundation. Ebenfalls während der Tour ging sie auf die A Girl’s Night Out Tour (2008), einer Tour aus drei Auftritten für den Modehersteller Escada, um für das Parfüm Moon Sparkle zu werben. Am 7. Juli 2007 trat Rihanna im Rahmen der Live-Earth-Konzerte in der japanischen Stadt Chiba auf. 2008 beteiligte sie sich an dem Wohltätigkeitsprojekt Stand Up to Cancer und sang mit vielen anderen Sängerinnen den Benefizsong „Just Stand Up!“ ein. Seit 2008 unterstützt Rihanna zusammen mit der Believe Foundation den internationalen Ableger DKMS Americas der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und konnte 2009 dazu beitragen, das Leben der 41-jährigen Mutter Lisa Gershowitz Flynn zu retten, indem sie dazu aufrief, sich bei der DKMS zu registrieren, woraufhin sich über 5000 neue Knochenmarkspender meldeten und 2000 potentielle neue Spender gefunden werden konnten, unter anderem auch für Lisa. Nach dem Erdbeben in Haiti im Januar 2010 schloss sich Rihanna der Hilfsorganisation „Hope for Haiti Now“ an und trat bei der dazugehörigen Spendengala neben vielen weiteren Stars auf. Sie sangen gemeinsam den Song „Stranded (Haiti Mon Amour)“. Außerdem sang sie in der Oprah Winfrey Show eine Coverversion des „Redemption Songs“ von Bob Marley. Der Erlös ging ebenfalls an Hope for Haiti Now.
Am 18. März 2011 wurde bekanntgegeben, dass Rihanna Teil der UNICEF-Kampagne Celebrity Tap Water ist, bei der Stars ihr eigenes Leitungswasser in Flaschen abfüllen und im Internet versteigern. Das eingenommene Geld wird für Menschen in Ländern, die Probleme mit der Wasserversorgung haben, eingesetzt. Nach der Erdbeben-, Tsunami- und Atom-Katastrophe in Japan im März 2011 beteiligte sich Rihanna an einem Charity-Album, dessen Erlös für das Japanische Rote Kreuz gespendet wird. Rihanna stellte ihre Single „Only Girl (In the World)“ zur Verfügung. Am 28. April 2011 nahm Rihanna an der fünften DKMS-Gala in New York City teil. Die jährliche Gala unterstützt Leukämieerkrankte und kämpft gegen diese Krankheit. In einem Interview meinte sie, dass ihr das Thema Leukämie sehr wichtig sei, weil vor allem Kinder an dieser Krankheit erkranken. Sie hielt unter anderem eine Rede und bekam einen Preis für ihr Engagement. Insgesamt wurden Spenden in Höhe von rund 1.5 Millionen Dollar eingenommen. Am 11. Juli 2011 trat Rihanna im Rahmen ihrer Loud Tour in Birmingham im Staat Alabama auf. Die Einnahmen dieses Konzerts waren ausschließlich für die Opfer der Tornado-Katastrophe im April 2011 in Alabama gedacht. Es wurden um die 175.000 Dollar eingenommen. Im März 2012 setzte sich Rihanna außerdem dafür ein, dass die Kampagne Kony 2012 Aufmerksamkeit auf der ganzen Welt erlangt, damit die Kampagne so viel Unterstützung wie möglich bekommt.
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