Biografie
Prince Rogers Nelson (* 7. Juni 1958 in Minneapolis, Minnesota) ist ein US-amerikanischer Musiker, Komponist, Musikproduzent und Songwriter.
Prince ist seit 1978 im Musikgeschäft aktiv. International bekannt wurde er 1984 mit dem Album, der Single und dem Film Purple Rain. Prince verkaufte weltweit bislang mehr als 100 Millionen Tonträger und gewann in seiner Karriere bisher sieben Grammy Awards, 1985 einen Oscar sowie 2007 einen Golden Globe Award. Zudem wurde er 2004 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Damit zählt Prince zu den weltweit erfolgreichsten Musikern seit den 1980er Jahren.
Prince schreibt nicht nur seine Texte selbst, er komponiert, arrangiert und produziert auch seine Lieder. Außerdem spielt er Instrumente wie Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Auf einigen seiner Songs spielte Prince alle Instrumente selbst. Er kombiniert Rock-, Pop-, Funk-, Soul, R&B-, Blues- und Jazz-Elemente.
Aufgrund von Differenzen mit seiner damaligen Plattenfirma Warner Bros. Records legte Prince von 1993 bis 2000 seinen Namen vorübergehend ab. In dieser Zeit trug er ein unaussprechliches Symbol als Pseudonym und wurde häufig als The Artist Formerly Known As Prince (dt.: Der früher als Prince bekannte Künstler) oder kurz TAFKAP bezeichnet. Nach dem Vertragsende mit Warner Bros. Records nennt sich der Musiker seit Mai 2000 wieder Prince.
Familie
Prince heiratete am 14. Februar 1996 in Minneapolis die Tänzerin Mayte Jannell Garcia (* 12. November 1973), die er im August 1990 bei seinem Nude Tour-Konzert in Mannheim kennen gelernt hatte. Mit der damals minderjährigen Mayte stand Prince anschließend jahrelang permanent in Verbindung; er integrierte sie 1992 als Tänzerin und Hintergrundsängerin in seine Begleitband The New Power Generation. Aus der Ehe mit Mayte stammt ein Sohn, der am 16. Oktober 1996 im Northwestern Hospital in Minneapolis geboren wurde. Das Kind war eine Frühgeburt, litt am Pfeiffer-Syndrom mit schwersten körperlichen und geistigen Behinderungen und verstarb nach einer Woche am 23. Oktober 1996. Am 14. Februar 1999 ließen Prince und Mayte ihre Ehe nach genau drei Jahren annullieren.
Das zweite Mal heiratete Prince am 31. Dezember 2001 auf Hawaii, diesmal die Kanadierin Manuela Testolini (* 19. September 1976), eine Angestellte seines Unternehmens Paisley Park Studio. Die Ehe blieb kinderlos, und am 24. Mai 2006 reichte Testolini die Scheidung ein.
Meldungen und Berichte, die sein Privatleben betreffen, kommentiert Prince ausgesprochen selten. Er schirmt sein Privatleben rigoros ab.
1958–1973: Kindheit und Jugend
Prince Rogers Nelson wurde am 7. Juni 1958 in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) im Mount Sinai Hospital geboren. Seine Eltern waren der Jazz-Pianist John L. Nelson (* 29. Juni 1916; † 25. August 2001) und die Jazzsängerin Mattie Shaw (* 11. November 1933; † 15. Februar 2002). Sie heirateten 1957, nachdem sein Vater seine Mutter als Sängerin in dessen Jazz-Band The Prince Rogers Trio engagiert hatte. Ihr Sohn Prince wurde nach dieser Band benannt. Aus erster Ehe brachte John L. Nelson seine Töchter Lorna Nelson (* 1943; † 2006) und Sharon Nelson sowie seinen Sohn John jr. Nelson mit. Auch Mattie Shaw war bereits einmal liiert und hatte einen Sohn Alfred. Am 18. Mai 1960 bekam das Ehepaar Nelson noch die gemeinsame Tochter Tika (Tyka) Evene Nelson, die somit die einzige leibliche Schwester von Prince ist. Das Ehepaar lebte also mit sechs Kindern aus drei verschiedenen Ehen gemeinsam in einem Haus in Minneapolis, bis es sich 1968 scheiden ließ. John L. Nelson zog aus und Mattie Shaw heiratete erneut, diesmal Hayward Baker. Wegen Streitigkeiten mit dem Stiefvater zog Prince 1970 im Alter von 12 Jahren zu seinem leiblichen Vater John L. Nelson. Doch dieser warf seinen Sohn 1972 aus dem Haus, worauf Prince bei seiner Tante Olivia wohnte, der Schwester von John L. Nelson. Aber auch bei seiner Tante blieb Prince nicht lange wohnen und wurde schließlich 1973 in der Familie von Bernadette Anderson aufgenommen. Sie ist die Mutter von André Anderson, den Prince bereits 1965 in der Schule kennen gelernt hatte. Obwohl Bernadette Anderson geschieden war und ebenfalls sechs Kinder hatte, nahm sie Prince auf. Dort lebte er bis Dezember 1976, als er im Alter von 18 Jahren seine erste eigene Wohnung in Minneapolis nahm.
1973–1977: Musikalische Anfänge
Als sich John L. Nelson 1968 von seiner Familie trennte und auszog, ließ er sein Klavier im Haus von Mattie Shaw zurück. Prince nutzte diese Tatsache und übte selbständig, dieses Instrument zu beherrschen. Da Prince ab 1973 in der Familie von André Anderson wohnte, unternahmen die beiden viel zusammen und lernten Gitarre, E-Bass, Keyboards, Schlagzeug und später auch Synthesizer spielen. Zusammen mit Charles Smith, einem Cousin zweiten Grades von Prince, gründeten sie ihre erste Band Phoenix. Sie wurde nach einem Album der Band Grand Funk Railroad aus dem Jahre 1972 benannt. Prince übernahm den Gesang und spielte E-Gitarre, Anderson E-Bass und Smith Schlagzeug. Später wurde Phoenix in Soul Explosion geändert, benannt nach einer damaligen US-amerikanischen Fernsehshow. 1974 war dann Grand Central der neue Name der Band. Sie spielte Lieder verschiedener Interpreten nach, unter anderem von Sly & The Family Stone, Jimi Hendrix, Carlos Santana, den Four Tops, Earth, Wind and Fire, Stevie Wonder, James Brown, Parliament und Grand Funk Railroad. Die genannten Künstler beeinflussten somit indirekt die musikalische Entwicklung von Prince. Das Schlagzeug bei Grand Central übernahm noch im gleichen Jahr Morris Day, der später Frontsänger von The Time wurde. Managerin der Band Grand Central war die Mutter von Morris Day, LaVonne Daugherty. 1975 wurde Prince vom Musiker Pepé Willie als Studiomusiker engagiert und nahm mit dessen Band 94 East diverse Lieder auf, die aber erst 1986 veröffentlicht wurden.
Im Frühjahr 1976 wurde Grand Central in Champagne umbenannt, und Prince nahm mit der Band im Studio Moonsound in Minneapolis weitere Lieder auf. Dieses Studio gehörte dem gebürtigen Engländer Chris Moon, der Gedichte und Texte schrieb und einen Partner suchte, der diese vertonen könnte. Im Gegenzug konnte Prince kostenlos seine eigene Musik im Studio Moonsound aufnehmen. Dadurch konnte er sein Wissen in Tontechnik weiterentwickeln und sich auch als Musiker fortbilden. Die Band Champagne löste sich in dieser Zeit auf. Chris Moon riet Prince dazu, seinen Nachnamen Nelson abzulegen und nur unter dem Künstlernamen Prince aufzutreten. Jedoch lehnte Chris Moon im Herbst 1976 ab, Manager von Prince zu werden, und so flog Prince allein nach New York, um sich dort bei Schallplattenunternehmen vorzustellen. Er wohnte damals kurzzeitig bei seiner Halbschwester Sharon Nelson in Manhattan. Währenddessen kontaktierte Chris Moon in Minneapolis Owen Husney, Besitzer einer Werbeagentur, und spielte ihm Lieder von Prince vor. Im Dezember 1976 wurde Owen Husney per Vertrag der erste Manager von Prince. Anfang April 1977 flogen sie zusammen nach Kalifornien. Dort hatte Owen Husney Treffen mit Vertretern der Schallplattenunternehmen Warner Bros. Records, CBS Records (heute Columbia Records), A&M Records, RSO Records und ABC/Dunhill organisiert, um einen Künstlervertrag für Prince abzuschließen. Den Zuschlag bekam Warner Bros. Records, und am 25. Juni 1977 unterzeichnete Prince bei dieser Firma seinen ersten Schallplatten-Vertrag. Der Vertrag sah vor, dass Prince drei Alben innerhalb von 27 Monaten erstellt. Ferner gab es zwei Optionen im Vertrag: Er sollte entweder für zwei Jahre verlängert werden, in denen Prince drei Alben zu erstellen hätte, oder er sollte für nur ein Jahr verlängert werden und Prince zwei Alben abliefern. Zudem wurde Prince ein Budget von 180.000 US-Dollar für die ersten drei Alben zugesichert.
Bei Warner Bros. Records stand Prince letztendlich bis zum 31. Dezember 1999 unter Vertrag.
1978–1981: Die ersten Schritte im Musikgeschäft
Nachdem Prince den Vertrag mit Warner Bros. Records abgeschlossen hatte, erschien im April 1978 in den USA sein Debütalbum For You. Bereits auf diesem Album war der Satz „Produced, Arranged, Composed an Performed by Prince“(dt.: Produziert, arrangiert, komponiert und vorgetragen von Prince) zu lesen. Alle Texte und Melodien sowie die mehrstimmigen Gesangsspuren stammen von Prince, sogar alle Instrumente werden von ihm gespielt. In der US-amerikanischen Presse wurde er schon als „Wunderkind“ bezeichnet, doch kommerziell war das Album ein Misserfolg. Zudem waren die Produktionskosten so hoch, dass das für die ersten drei Alben geplante Budget von 180.000 US-Dollar bereits fast aufgebraucht war.
Seine Schallplattenfirma riet ihm dazu, seine Lieder live vor Publikum zu spielen, um sein musikalisches Talent besser präsentieren zu können. Prince stellte eine Liveband zusammen, die aus schwarzen und weißen Musikern sowie einer Musikerin bestand. Sie hatte damals folgende Mitglieder: Dez Dickerson an der Gitarre, André Cymone am Bass, Bobby Z. Rivkin am Schlagzeug sowie Gayle Chapman und Matt Fink (Spitzname Doctor Fink) an den Keyboards. André Cymone war André Anderson, der sich einen Künstlernamen zugelegt hatte. Doctor Fink und Bobby Z. Rivkin sollten später auch Mitglieder der 1983 bis 1986 bestehenden Begleitband The Revolution werden. Das Live-Debüt am 5. Januar 1979 fand vor zirka 300 Zuschauern im Capri Theatre in Minneapolis statt. Obwohl sich zahlreiche Mitarbeiter von Warner Bros. Records im Publikum befanden, löste es keine große Begeisterung aus.
Prince musste möglichst bald einen Hit landen, um seine Förderung von Warner Bros. Records zu behalten. Das gelang ihm 1979 mit der Singleauskopplung I Wanna Be Your Lover seines zweiten Albums Prince. Das Album war ebenfalls erfolgreich und konnte in den USA Platinstatus erreichen. Zudem engagierte Prince im Frühjahr 1979 die Management-Agentur Bob Cavallo und Joe Ruffalo, aufgrund ihrer italienischen Herkunft damals auch scherzhaft Spaghetti Inc. genannt. Diese übernahm zusammen mit Partner Steve Fargnoli (* 1949; † 2001) bis zum 31. Dezember 1988 beratende Funktionen für Prince.
Im Oktober 1980 erschien sein drittes Album Dirty Mind, mit dem Prince sich endgültig von dem Image verabschiedete, eventuell der neue Stevie Wonder zu werden. Bei Livekonzerten trat Prince nicht selten in Tanga und Trenchcoat auf und machte deutlich, er würde seinen eigenen Stil entwickeln. Die Texte auf Dirty Mind galten zudem als obszön. Ob es dabei um den Geschlechtsakt an sich ging, Anspielungen auf Oralverkehr oder um Inzest – Prince provozierte auf ganzer Ebene. Auch musikalisch entwickelte er sich weiter: Dominieren auf seinen ersten beiden Alben R&B sowie Rock und Pop mit Disco-Einflüssen, kommen auf Dirty Mind Lieder aus dem New Wave- und Rock 'n' Roll-Genre hinzu. Kommerziell war das Album zunächst mäßig erfolgreich, konnte aber im Jahr 1984 Goldstatus erreichen. 2003 wählte die amerikanische Ausgabe des Rolling Stone das Album auf Platz 204 der 500 Greatest Albums of All Time, dt.: 500 besten Alben aller Zeiten.
In Europa war Prince damals noch nahezu unbekannt. Im Rahmen seiner Dirty Mind-Tour im Frühjahr 1981 gab er drei Konzerte in Amsterdam, London und in Paris, die in kleinen Clubs stattfanden. Diese Konzerte waren seine ersten Live-Auftritte in Europa überhaupt, größere Beachtung fanden sie jedoch nicht. André Cymone, der ehemalige Schulkamerad von Prince, verließ unmittelbar nach Beendigung der kurzen Europatournee die Band, um eine Solokarriere zu starten.
Ein Tiefpunkt in Prince’ Karriere waren im Oktober 1981 zwei Konzerte im Los Angeles Memorial Coliseum. Damals trat er im Vorprogramm der Rolling Stones auf, um Werbung für sein neues Album Controversy zu machen. Doch die Auftritte wurden zum Debakel: Buhrufe und fliegende Pappbecher sorgten dafür, dass Prince seine Konzerte nach 15 Minuten abbrach. Doch das Album Controversy erschien ein paar Tage nach den Rolling Stones-Konzerten und erhielt gute Kritiken. Es konnte 1985 Platinstatus in den USA erreichen.
1982–1986: Der nationale und internationale Durchbruch
Bis ins Jahr 1982 konnte Prince lediglich Achtungserfolge erzielen und galt als Geheimtipp der US-amerikanischen Musikszene. Er ließ sich in keine Schublade einordnen, da seine Musik unterschiedlichste Stilrichtungen enthielt und damit das schwarze und weiße Publikum gleichermaßen ansprach. Sein androgynes Auftreten, seine teilweise sehr anzüglichen Texte und seine Weigerung, Presse-Interviews zu geben, verliehen Prince damals ein eher geheimnisvolles Image.
Das im Oktober 1982 veröffentlichte Doppelalbum 1999 ist von Dance, Rockabilly, Pop und Funk-Einflüssen geprägt. Prince gelang es damit erneut, verschiedene Musikrichtungen auf einem Album miteinander zu kombinieren, und die Kritiken waren diesmal sehr gut. Doch zunächst spielte dieses Album keine große Rolle in den US-Charts, bis im Februar 1983 die zweite Single Little Red Corvette ausgekoppelt wurde. Der Fernsehsender MTV strahlte damals das Musikvideo zu der Single häufiger aus, so dass Prince einem zunehmend größeren Publikum bekannt wurde. Sowohl mit Little Red Corvette als auch mit dem Album 1999 konnte Prince seine ersten Top-Ten-Platzierungen in den USA verzeichnen. 1983 war das Album 1999 das fünftbestverkaufte Album in den USA, und bis heute wurden dort über vier Millionen Exemplare abgesetzt. Damit hatte Prince 1983 den kommerziellen Durchbruch national geschafft.
Im Mai 1984 wurde in den USA When Doves Cry als Vorabsingle des Albums Purple Rain ausgekoppelt. Das Lied wurde Prince’ erster Nummer-eins-Hit in den USA und ist dort bis heute seine erfolgreichste Single. Das Album Purple Rain erschien im Juni 1984, und erstmals wurden auf einem Prince-Album Prince and the Revolution als Interpreten angegeben. Die 1983 gegründete Begleitband The Revolution bestand aus Wendy Melvoin an der Gitarre, Brown Mark am Bass, Bobby Z. Rivkin am Schlagzeug sowie Doctor Fink und Lisa Coleman an den Keyboards. Das Album wurde teilweise live im Musikclub First Avenue in Minneapolis und in einer alten Lagerhalle aufgenommen. Die Kombination aus Pop, Rock, elektronischem Funk und R&B bekam sehr gute Kritiken und verkaufte sich bis heute mehr als dreizehn Millionen mal in der USA. Purple Rain hielt sich ununterbrochen 24 Wochen auf Platz eins der US-Albumcharts auf und gewann 1985 zwei Grammy Awards.
Gitarre von Prince in der Purple Rain-Ära
Der Musikfilm Purple Rain hatte Ende Juli 1984 seine Premiere, und Prince spielt darin die männliche Hauptrolle. Der Film spielte in den USA knapp 70 Millionen Dollar ein und bekam 1985 einen Oscar in der Kategorie Beste Filmmusik. Das Album Purple Rain diente als Soundtrack zum Film. Auch die Purple Rain-Tour wurde ein großer Erfolg: Die Tournee durch die USA inklusive zweier Konzerte in Toronto wurde von rund 1,75 Millionen Menschen besucht und spielte insgesamt ungefähr 30 Millionen US-Dollar ein. Mit Purple Rain gelang Prince auch international der kommerzielle Durchbruch. Sowohl das Album als auch die gleichnamige Single konnten in vielen Ländern Top-Ten-Platzierungen erreichen. Bis heute ist Purple Rain das weltweit meistverkaufte Album von Prince.
Bereits Ende April 1985 erschien das Nachfolgealbum Around the World in a Day, das Prince teilweise in mobilen Studios während der Purple Rain-Tour aufgenommen hatte. Sheila E. wirkte zum ersten Mal an einem Album von Prince als Gastmusikerin mit. Zwar konnte Around the World in a Day nicht an die Verkaufszahlen des Vorgängeralbums heranreichen, bekam aber dennoch gute Kritiken von Musikfachzeitschriften, weil Prince nicht versuchte, sein Erfolgsalbum Purple Rain zu kopieren. Auch Around the World in a Day erreichte die Spitzenposition der US-Albumcharts und konnte sie drei Wochen lang behaupten.
Ende März 1986 wurde das Album Parade veröffentlicht. Es ist das letzte Album, das Prince in Zusammenarbeit mit The Revolution aufnahm. Parade enthält mit Kiss eine der erfolgreichsten Singles von Prince und dient als Soundtrack zum Spielfilm Under The Cherry Moon, in dem Prince Regie führte und auch die Hauptrolle Christopher Tracy spielt. Der Film war allerdings nicht erfolgreich. Im Rahmen seiner ersten Welttournee trat Prince 1986 zum ersten Mal in Deutschland und Japan auf.
Am 17. Oktober 1986 wurde offiziell die Trennung von The Revolution bekannt gegeben.
1987–1993: Sign o’ the Times bis zur Namensänderung
Im März 1987 erschien das Doppelalbum Sign o’ the Times, das nach Ansicht von Kritikern und Fans einen Höhepunkt des musikalischen Schaffens von Prince darstellt. Ursprünglich wollte Prince anstelle des Doppelalbums ein Dreifachalbum mit dem Titel Crystal Ball veröffentlichen. Da Warner Bros. Records aber befürchtete, es würde sich wegen der höheren Kosten zu schlecht verkaufen, musste Prince das Album auf zwei LPs reduzieren und benannte es in Sign o’ the Times um. Auf der anschließenden Europatournee trat Prince 1987 zum ersten Mal in seiner Karriere live in der Schweiz und in Österreich auf. Während dieser Tournee entstand auch der Konzertfilm Sign o’ the Times, der aus Aufnahmen in Rotterdam und Antwerpen sowie ergänzenden Aufnahmen im Paisley Park Studio besteht. Das im September 1987 eröffnete Paisley Park Studio, ein damals zehn Millionen US-Dollar teurer Gebäudekomplex in Minneapolis, ist bis heute das private Musikstudio von Prince. Es verfügt über diverse Tonstudios sowie Räume für Konzert-, Video- und Filmaufnahmen, die gemietet werden können.
Der 8. Dezember 1987 war als Erscheinungsdatum des Black Album geplant. Doch knapp eine Woche vor dem Veröffentlichungstermin entschied sich Prince dafür, die Auslieferung des Albums abzusagen, worauf 500.000 LPs wieder eingestampft wurden. Offiziell begründet hat Prince diese Entscheidung bis heute nicht. Das Black Album sollte im November 1994 schließlich doch noch offiziell veröffentlicht werden. Im Jahr 1988 stieg Prince’ Popularität in Europa, während seine Schallplattenverkäufe in den USA abnahmen. Das spirituell angehauchte Album Lovesexy eroberte beispielsweise Platz eins der jeweiligen Albumhitparade in der Schweiz, Schweden, England und den Niederlanden. In den USA erreichte Lovesexy jedoch nur Goldstatus und mit Platz elf seine Höchstplatzierung. Damit waren dort Prince’ Serien von sechs Platin-Alben seit 1981 und fünf Top-Ten-Alben seit 1982 zu Ende.
Anfang Januar 1989 trennte sich Prince von seinem Management Cavallo, Ruffalo & Fargnoli. Albert Magnoli, der Regisseur des Films Purple Rain, übernahm für ein knappes Jahr die Aufgabe des Managers von Prince. Das nächste Album von Prince war im Juni 1989 Batman, das parallel zum gleichnamigen Kinofilm Batman erschien. Die Lieder des Albums wurden von Inhalt und der düsteren Grundstimmung des Films beeinflusst und sind an einigen Stellen des Films zu hören. Kommerziell lohnte sich dieses Projekt für Prince, da sowohl das Album Batman als auch die Single Batdance Nummer Eins der US-Charts wurden. Fans waren über die musikalische Qualität des Albums Batman allerdings eher enttäuscht. Ferner beschäftigte sich die Regenbogenpresse in dieser Zeit mit einer angeblichen Affäre von Prince mit der Schauspielerin Kim Basinger, der weiblichen Hauptdarstellerin des Films Batman. Im November 1989 feuerte Prince auch Albert Magnoli als Manager, und Nachfolger wurden bis Dezember 1990 Arnold Stiefel und Randy Phillips.
Im Sommer 1990 ging Prince mit der Nude-Tour auf Europatournee. Es war das erste Mal, dass er auf Tournee ging, ohne ein aktuelles Album auf dem Markt veröffentlicht zu haben. Doch die Tournee war mit zirka 900.000 Konzertbesuchern erfolgreich. Mit Graffiti Bridge folgte Ende August 1990 das nächste Album, das auch als Soundtrack zum gleichnamigen Prince-Film diente. Doch weder musikalisch noch filmisch konnte Graffiti Bridge überzeugen. Das Projekt wurde zum Flop: Der Film kam erst im November 1990 in die Kinos und lief katastrophal, das Album entsprach nicht den Erwartungen. Goldstatus wurde in den USA jedoch erreicht. Als Gastmusiker bei Graffiti Bridge sind The Time, Tevin Campbell, George Clinton und Mavis Staples vertreten, die auch alle eine kleine Rolle im Film übernommen haben. Zudem wirkte erstmals an einem Prince-Album die Saxofonistin Candy Dulfer mit, mit der Prince bis heute immer wieder zusammenarbeitet. Ende 1990 entließ Prince auch seine Manager Arnold Stiefel und Randy Philipps. Seitdem besitzt er keinen Manager mehr und wickelt seine Geschäfte in Eigenregie ab.
Prince & The New Power Generation (The NPG)
1991 gründete Prince eine neue Begleitband namens The New Power Generation, oder kurz The NPG. Diese Band unterstützt ihn bis heute bei seinen Livekonzerten oder bei Aufnahmen zu seinen Studioalben. Die Besetzung von The New Power Generation wechselte öfter, so sind aktuell keine Mitglieder mehr von 1991 in der Band vertreten. The New Power Generation veröffentlichte in den 1990er auch drei eigene Alben.
Diamonds And Pearls war im Oktober 1991 das dreizehnte Album von Prince insgesamt und das erste Album in Zusammenarbeit mit seiner neuen Begleitband The New Power Generation. Dank der Single-Erfolge Gett Off und Cream konnte sich das Album in den oberen Rängen der internationalen Hitparaden platzieren. Wie das Album Batman erreichte auch Diamonds and Pearls mit mehr als zwei Millionen verkaufter Alben Doppelplatinstatus in den USA. Erfolgreich war auch die Welttournee von April bis Juli 1992 mit zirka 850.000 Zuschauern.
Im Oktober 1992 veröffentlichte Prince mit The NPG das Album Love Symbol. Die Schauspielerin Kirstie Alley spielt auf dem Album eine Reporterin, die immer wieder versucht, Prince zwischen den einzelnen Liedern zu interviewen. Carmen Electra wird bei dem Lied The Continental als Rapperin erwähnt. Die Kritiken dieses Albums waren geteilt: Einerseits wurde die Mixtur verschiedener Stilrichtungen gelobt und anerkannt, andererseits wurde Prince vorgeworfen, er verzettele sich zu sehr.
Mit der Tournee Act I Show gastierte Prince im Frühjahr 1993 zum ersten Mal seit der Lovesexy-Tour fünf Jahre zuvor wieder in den USA.
1993–2000: Die namenlose Zeit – The Artist Formerly Known As Prince
Am 7. Juni 1993, dem 35. Geburtstag des Musikers, gab das Paisley Park Studio per Pressemitteilung bekannt, Prince ändere seinen Namen in ein unaussprechliches Symbol. Er wählte eine Eigenkreation aus dem Venus- und dem Marssymbol als neue Künstlerbezeichnung für sich aus. Dieses Symbol war bereits 1992 auf dem Cover seines Albums Love Symbol zu sehen. Zuvor hatte Prince am 31. August 1992 seinen laufenden Vertrag bei Warner Bros. Records für sechs weitere Alben bis zum 31. Dezember 1999 verlängert. Teil dieses Vertrages war unter anderem, dass das Plattenlabel Paisley Park Records zum Joint-Venture zwischen Prince und Warner Bros. Records wurde. Alle weiteren Informationen über die Vertragsinhalte sind jedoch Spekulation, da es darüber nur sehr unterschiedliche Angaben gibt, aber keine offiziellen Meldungen. Differenzen mit seinem Schallplattenunternehmen Warner Bros. Records führten jedenfalls zu einem Streit und dazu, dass Prince seinen Namen vorübergehend ablegte. Dieses brachte ihm in den Medien unter anderem die Spitznamen The Artist Formerly Known As Prince (TAFKAP) und Symbol ein. Prince selbst wollte in dieser Zeit nicht mehr mit seinem alten Künstlernamen angesprochen werden und schrieb sich den Begriff Slave (dt.: Sklave) auf seine Wange. Entsprechende Fotoaufnahmen erschienen in diversen Medien.
Zur Erfüllung seines Vertrages mit Warner Bros. Records wurden folgende sechs Alben veröffentlicht: 1994 Come, 1995 The Gold Experience, 1996 Chaos and Disorder, 1999 The Vault… Old Friends 4 Sale, 2001 The Very Best Of und 2006 Ultimate. Diese Alben enthielten vorwiegend älteres Liedmaterial, und die Schallplattencover und Booklets sind im Vergleich zu sonstigen Veröffentlichungen des Musikers eher lieblos gestaltet.
Während der Zeit von 1994 bis 2000 schloss Prince unter dem Namen „Symbol“ aber auch Verträge mit verschiedenen anderen Schallplattenfirmen ab, bei denen er – parallel zum bei Warner Bros. Records laufenden Vertrag – mehrere Alben veröffentlichte.
Nach dem Prince seinen Namen geändert hatte, suchten 1994 Käufer des Albums Come vergeblich den Singlehit the Most Beautiful Girl in the World auf dem Album. Die Single war im Frühjahr 1994 weltweit erfolgreich, erschien aber unter „Symbol“ auf seinem Label NPG Records, das bis heute existiert. Zuvor hatte Prince im Einvernehmen mit Warner Bros. Records das Plattenlabel Paisley Park Records aufegelöst. Das Album Come war jedoch im August eine Veröffentlichung von Warner Bros. Records und als Interpret war Prince 1958 – 1993 auf dem Cover zu lesen. Es kristallisierte sich heraus, dass Prince generell nichts mehr mit sämtlichen Veröffentlichungen von Warner Bros. Records zu tun haben wollte. Er persönlich veranstaltete keine Werbung für entsprechende Veröffentlichungen und im Booklet vom Album Chaos And Disorder war 1996 schließlich folgender Text zu lesen: „Originally intended 4 private use only, this compilation serves as the last original material recorded by O(+> 4 warner brothers records“ (dt.: Ursprünglich nur zur privaten Nutzung beabsichtigt, dient diese Kompilation als das letzte Originalmaterial, das O(+> für Warner Brothers Records aufgenommen hat).
Im Booklet von The Vault… Old Friends 4 Sale waren Fotos von Prince zu sehen, die beim Erscheinungsdatum 1999 bereits sechs Jahre alt waren. Auch dieses Album wurde von Warner Bros. Records heraus gebracht.
Alben, die jedoch unter „Symbol“ und bei Schallplattenfirmen wie EMI oder Arista Records erschienen, wurden von Prince ausführlich vermarket. Anlässlich der Veröffentlichung von Emancipation im November 1996 gab Prince diverse Fernsehinterviews und trat beispielsweise in der Oprah Winfrey Show auf. Das Album Rave Un2 The Joy Fantastic war im November 1999 das letzte Album, das unter „Symbol“ veröffentlicht wurde und erschien bei Arista Records. Im Rahmen dieser internationalen Werbekampagne gab Prince erneut viele Interviews und trat erstmalig im deutschen Fernsehen auf. Am 25. November 1999 war Prince Gast in der Harald Schmidt Show.
Seit der Namensänderung von Prince in ein unaussprechliches Symbol nahmen seine Schallplattenverkäufe rapide ab. Während der Zeit vor seiner Namensänderung, erreichten seine Schallplattenverkäufe üblicherweise Platinstatus in den USA. Nach der Namensänderung erreichten seine Schallplatten maximal Goldstaus. Singles wurden seit 1993 nur noch spärlich von seinen Alben ausgekoppelt. Resultierend aus den sinkenden Verkaufszahlen seiner Schallplattenverkäufe, wurden auch seine Konzerte durch Europa längst nicht mehr so gut besucht wie in den 1980er Jahren oder Anfang der 1990er Jahre, kurz vor seiner Namensänderung. Hinzu kam, dass das Publikum teilweise die Lieder nicht kannte, die Prince live spielte, da zum Zeitpunkt der Konzerte einige Lieder noch gar nicht veröffentlicht waren. Prince verzichtete zudem in den Jahren 1994–1996 darauf, bei Konzerten seine großen Hits wie When Doves Cry, Purple Rain oder Kiss zu spielen. Erst bei der Jam of the Year-Tour durch die USA und Kanada von Juli 1997 bis Januar 1998 griff Prince wieder auf Lieder zurück, die ihn bekannt gemacht hatten. Die Tournee wurde gut besucht und konnte 30 Millionen US-Dollar einspielen.
Im August 1997 traf Prince bei einer Aftershow den Bassisten Larry Graham und es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den beiden Musikern. Larry Graham war damals bereits Zeuge Jehova, was Prince zu beeindrucken schien. Der Einfluss von Larry Graham auf Prince war groß: Prince nahm später ebenfalls den Glauben der Zeugen Jehovas an und Larry Graham war fortan bis heute ständiger Gastmusiker bei Konzerten von Prince oder wirkte als Studiomusiker mit.
Als die Jam of the Year-Tour beendet war, veröffentlichte Prince Ende Januar 1998 das Album Crystal Ball. Prince befand sich nachwievor im Streit mit Warner Bros. Records und er fing an, generell gegen die Schallplattenindustrie zu rebellieren. Er entschied sich dafür, sein neues Album ausschließlich übers Internet via seiner damaligen Homepage zu vertreiben. Das 5-CD-Set erschien nur auf seinem eigenem Label NPG Records und konnte bereits im August 1997 online vorbestellt werden.
Am 31. Dezember 1999 endete der Vertrag mit Warner Bros. Records.
2000–2004: Prince und das Internet
Am 16. Mai 2000 kündigte The Artist Formerly Known As Prince auf einer Pressekonferenz in New York an, wieder seinen ursprünglichen Namen Prince anzunehmen.
Im Februar 2001 gründete Prince seine Homepage NPG Music Club. Für eine einmalige Beitrittsgebühr von 25 US-Dollar konnte man sich damals als lebenslanges Mitglied registrieren lassen. Mit Hilfe dieser Homepage führte Prince von 2001 bis Anfang 2004 seinen kompletten Plattenvertrieb selbst durch, ohne mit einem externen Tonträgerunternehmen zusammenzuarbeiten. Einige seiner Alben waren daher zwischen 2001 und 2004 nur über das Internet zu beziehen. Prince gilt als erster etablierter Künstler in der Musikbranche, der einen weltweiten Vertrieb seiner Musik ausschließlich über das Internet organisierte.
Das erste Album von Prince, das anfangs nur über den NPG Music Club vertrieben wurde, war im Oktober 2001 The Rainbow Children. Erst im November 2001 wurde dieses Album vom Independent-Label Redline Entertainment in den USA, Japan und einigen Teilen Europas vertrieben, da Prince mit diesem Label einen Vertrag abgeschlossen hatte. The Rainbow Children verwirrte manche Fans und Kritiker, weil in einigen Liedern Anspielungen auf die Zeugen Jehovas vorkommen. Gastmusiker auf dem jazzlastigen Album ist unter anderem Larry Graham.
Auch die CD-Box One Nite Alone… Live! konnte im November 2002 anfangs nur über den NPG Music Club käuflich erworben werden. Auf den ersten zwei CDs ist der US-amerikanische Teil der Welttournee 2002 festgehalten. Die dritte CD, die One Nite Alone… The Aftershow: It Ain’t Over genannt wurde, ist eine Zusammenstellung von diversen Aftershows in den USA aus dem selben Jahr. Gastmusiker auf dem Live-Album sind Candy Dulfer, Maceo Parker, George Clinton und Musiq. Zusätzlich enthält die CD-Box ein Poster von Prince und eine weitere CD, die nur One Nite Alone… heißt. Ähnlich wie The Truth aus dem Jahr 1998 kann One Nite Alone… als unplugged Album bezeichnet werden, auf dem diesmal das Klavier dominiert.
Anfang Januar 2003 konnten sich Mitglieder des NPG Music Club die Alben Xpectation und C-Note herunterladen. Xpectation ist ein Instrumentalalbum, auf dem Candy Dulfer und die Violinistin Vanessa-Mae mitwirken. Auf C-Note sind Soundchecks zu hören, die Prince vor regulären Konzerten seiner Welttournee 2002 gab. Zutritt zu den Soundchecks hatten nur registrierte Mitglieder des NPG Music Club. Beide Alben gelangten nicht in den freien Verkauf.
Ende Juni 2003 stand für Mitglieder des NPG Music Club das Instrumentalalbum N.E.W.S zum Download bereit. Vier Wochen später kam N.E.W.S. auch in den Einzelhandel. Das Album enthält mit North, East, West und South vier Lieder, die alle exakt 14 Minuten lang sind. N.E.W.S. wurde für einen Grammy in der Kategorie bestes Pop-Instrumentalalbum (Best Pop Instrumental Album) nominiert, gewann jedoch nicht. Das Album wurde ausschließlich über NPG Records vertrieben und war in den weltweiten Hitparaden kaum vertreten.
The Chocolate Invasion und The Slaughterhouse waren im März 2004 die letzten Alben, die nicht in den freien Verkauf gelangten und die sich ausschließlich NPG Music Club- Mitglieder von der Homepage herunterladen konnten.
2004–2008: Die Rückkehr
Im Frühling des Jahres 2004 erlebte Prince ein regelrechtes Comeback. In den vorangegangenen Jahren war sein Bekanntheitsgrad immer mehr gesunken, und in den internationalen Hitparaden war Prince kaum mit einem Album oder einer Single vertreten. Für das breite Publikum spielte er keine große Rolle mehr. Das änderte sich jedoch schlagartig, als Prince im März 2004 bei der Grammy-Verleihung gemeinsam mit Beyoncé Knowles auftrat und mit ihr im Duett seinen Hit Purple Rain sang. Die Grammy-Verleihung wurde in diversen Ländern im Fernsehen übertragen, und Prince konnte sich damit international wieder ins Gespräch bringen.
Im selben Monat wurde Prince zudem mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame geehrt. Die Laudatio hielten Outkast und Alicia Keys, die folgendes sagte: „Es gibt nur einen Mann, der so laut ist, dass er dich ganz weich machen kann, so stark, dass er dich schwach macht, und so ehrlich, dass du dich beschämt fühlst.“ Prince hielt ebenfalls eine Rede und sagte: (…) „Ohne wahre spirituelle Begleitung kann zu viel Freiheit dazu führen, dass die Seele verdirbt. Daher ein Wort an die jungen Künstler: Ein echter Freund und Mentor steht nicht auf eurer Gehaltsliste. Ich wünsche euch allen das Beste auf diesem faszinierenden Weg. Es ist noch nicht zu spät.“
Einen Monat später erschien mit Musicology nach fünf Jahren wieder ein Album, das von Prince auf konventionellem Weg weltweit vermarktet wurde. Unterstützung bekam er abermals vom Schallplattenunternehmen Sony BMG Music Entertainment, mit dem Prince zuvor wieder einen Vertrag abgeschlossen hatte. Das Album wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet, und jeder Besucher eines Konzertes der Musicology-Tour bekam eine CD des Albums geschenkt. Real music 4 real music lovers (dt.: Echte Musik für richtige Musikliebhaber) lautete der Slogan der Tournee, die von ungefähr von 1,4 Millionen Menschen in den USA besucht wurde und 87,4 Millionen US-Dollar einspielten.
Prince war im Musikgeschäft wieder erfolgreich. Sein Album 3121 bekam im Jahr 2006 gute Kritiken und wurde schließlich nach Purple Rain 1984, Around The World In A Day 1985 und Batman 1989 seine vierte Nummer eins in der US-amerikanischen Albumhitparade. Zuvor hatte Prince einen Vertrag mit der Universal Music Group abgeschlossen. Ende des Jahres 2006 wurde Prince auch in die britische UK Music Hall of Fame aufgenommen. In dieser Zeit übernahm er den Nachtclub des Rio Hotels in Las Vegas. Er benannte den Club nach seinem aktuellen Album 3121 und trat dort bis zum 28. April 2007 zweimal pro Woche live auf.
Anfang Februar 2007 hatte Prince einen Live-Auftritt in der Halbzeitpause des Super Bowl XLI in Miami (US-Bundesstaat Florida), was seine wiedererlangte nationale Popularität widerspiegelte. Der Auftritt wurde von ungefähr 140 Millionen US-amerikanischen Fernsehzuschauern verfolgt. Auch international war Prince wieder sehr gefragt. Er trat im Juli 2007 live beim Montreux Jazz Festival auf, und die Karten waren innerhalb von zehn Minuten ausverkauft.
Ende Juli 2007 veröffentlichte Prince das Album Planet Earth. Erneut übernahm dabei Sony BMG Music Entertainment die weltweite Vermarktung eines Albums von ihm. Gastmusiker sind zwei ehemalige Mitglieder von The Revolution, das Duo Wendy and Lisa, mit denen Prince erstmals seit 1986 wieder an einem Album zusammenarbeitete. Leser der britischen Sonntagszeitung The Mail On Sunday erhielten Planet Earth bereits am 15. Juli 2007 als Gratisbeilage, da Prince einen eigenen Vertrag mit The Mail On Sunday abgeschlossen hatte. Diese in der Musikbranche außergewöhnliche Vertriebsform sorgte in Großbritannien für Verärgerung bei Sony BMG Music England, die daraufhin das Album Planet Earth nicht in Großbritannien veröffentlichte. Nichtsdestoweniger wurde seine Konzertreihe in der O2-Arena in London hervorragend besucht. Prince gab dort vom 1. August bis zum 21. September 2007 insgesamt 21 Konzerte, die alle ausverkauft waren und 22 Millionen US-Dollar einspielten. Am 13. September gastierte Elton John bei Prince auf der Bühne. Nach den Konzerten spielte Prince nach Mitternacht üblicherweise noch eine Aftershow im Londoner Musikclub Indigo2 und trat dort unter anderem mit Dr. John, Nikka Costa, Beverley Knight, Common, Mýa, Mutya Buena, Will.i.am und Amy Winehouse zusammen auf.
Ende September 2008 veröffentlichte Prince als Autor das Buch 21 Nights. Der 256-seitige Fotoband dokumentiert den Aufenthalt in London während der Konzertreihe von August bis September 2007. Zudem sind einige Fotos aus Prag zu sehen, wo Prince sich im genannten Zeitraum für einige Tage aufhielt, um ein Musikvideo zum Album Planet Earth zu drehen. Zwischen den einzelnen Fotos, die überwiegend von Fotografin Randee St. Nicholas stammen, sind Texte von Prince-Liedern und Gedichte zu lesen. Zusätzlich enthält das Buch die CD Indigo Nights/Live Sessions. Diese CD ist ein Zusammenschnitt aus verschiedenen Aftershows im Musikclub Indigo2, die Prince nach den regulären Londoner Konzerten gab. Da nur als Buchbeilage erschienen, konnte Indigo Nights/Live Sessions nicht in den internationalen Musikhitparaden geführt werden.
Juristisches Vorgehen gegen YouTube und eBay
Bereits Anfang 1999 beauftrage Prince eine Anwaltskanzlei, gerichtlich gegen diverse Fanseiten im Internet vorzugehen. Prince warf den Betreibern dieser Seiten vor, von seinem Image zu profitieren und bewusst den Eindruck zu vermitteln, er billige ihre Seiten. Zudem wurde ihnen Copyrightverletzung vorgeworfen, weil sie sein Symbol für ihre Zwecke nutzten.
Seit September 2007 geht Prince mit Hilfe des Unternehmens Web Sheriff juristisch gegen Fälle von angeblichen Urheberrechtsverletzungen auf dem Videoportal YouTube, der Auktionsplattform eBay und der BitTorrent-Seite The Pirate Bay vor. Eine Mutter aus Pennsylvania hatte ein 29-sekündiges Video auf YouTube gestellt, auf dem ihr Kleinkind zum Lied Let’s Go Crazy von Prince tanzt. Das Video wurde gelöscht, worauf Prince sich in einem Rechtsstreit mit der Mutter befand, doch im April 2008 wurde der Fall zugunsten der Mutter entschieden. Auch das Musikvideo zu seiner Coverversion des Liedes Creep von Radiohead ließ Prince 2008 von YouTube entfernen, weil er sich als Copyrightinhaber betrachtete. Prince verlor jedoch auch diesen Prozess, und das Video kann wieder online angeschaut werden.
2009–2010: Aktuelle Schaffensphase
Am 24. März 2009 startete offiziell die aktuelle Homepage Lotusflow3r.com von Prince. Für einen Jahresbeitrag von 77 US-Dollar kann man sich dort als Mitglied registrieren lassen und sich dann Alben im MP3- oder WAV-Format herunterladen. Zudem können diverse Musikvideos und Liveauftritte von Prince angeschaut werden. Anfänglich beklagten sich Mitglieder jedoch darüber, die Homepage sei unübersichtlich und Videos könnten nur bruchstückhaft oder gar nicht angesehen werden. Mittlerweile wurden die Probleme behoben, und Videos können einwandfrei abgespielt werden.
Bisher sind die Prince-Alben Lotusflow3r und MPLSOUND erhältlich, sowie das Debütalbum Elixer von Bria Valente, der neuen Protegee von Prince. Die Alben sind auch zusammen als 3-CD-Set im Digipak erschienen und werden über die US-amerikanische Handelskette Target Corporation vertrieben. Damit geht Prince wiederum Schallplattenfirmen aus dem Weg und organisiert seinen CD-Verkauf über alternative Kanäle. Außerhalb der USA können die Alben nur als Import käuflich erworben oder von der Homepage Lotusflow3r.com heruntergeladen werden. Prince betrieb in den USA aufwändige Werbung für das Digipak und trat beispielsweise in der Ellen DeGeneres-Show und dreimal in der Jay Leno-Show auf. Das 3-CD-Set kletterte bis auf Platz zwei der US-amerikanischen Albumcharts und ist damit das insgesamt vierzehnte Top-Ten-Album von Prince in den USA.
Im Juli 2009 trat Prince nach 2007 erneut live beim Montreux Jazz Festival auf. Er spielte diesmal zwei Konzerte nacheinander am selben Abend, und die Karten für beide Konzerte waren diesmal innerhalb von acht Minuten ausverkauft.
Pseudonyme
Prince verwendete im Laufe seiner Karriere immer wieder eine Reihe von Pseudonymen:
- Alexander Nevermind: Diesen Namen benutzte Prince 1984 bei der Single-Auskopplung Sugar Walls von Sheena Easton, zu finden auf ihrem Album A Private Heaven.
- Azifwekaré: Pseudonym bei seinem Album Emancipation auf dem Lied Style. Außerdem diente es als Regisseur seines Musikvideos Face Down im Jahr 1997.
- Camille: Ursprünglich der Titel für ein nicht veröffentlichtes Album von Prince aus dem Jahr 1986. Das Pseudonym „Camille“ wurde zu Princes Alter Ego in der Sign o’ the Times-Ära 1987 und repräsentiert angeblich seine böse Seite. „Camille“ (=Prince mit veränderter Stimme) ist zum Beispiel auf dem Album Sign o’ the Times bei den Liedern Housequake, Strange Relationship und If I Was Your Girlfriend zu hören.
- Christopher: Dieses Pseudonym benutzte Prince 1986 bei der Single-Auskopplung Manic Monday für The Bangles, die das Lied auf dem Album Different Light veröffentlichten.
- Christopher Tracy: Der Name von Prince als Hauptdarsteller in seinem Film Under The Cherry Moon aus dem Jahr 1986.
- Gemini: Kosänger 1989 in der Batman-Ära.
- Jamie Starr / The Starr Company: Als Produzent für The Time, Vanity 6 und Sheila E. verwendete Prince dieses Pseudonym in den Jahren 1981 bis 1984.
- Joey Coco: 1986 als Produzent und Songwriter für Kenny Rogers bei dem Lied You’re My Love auf seinem Album They Don’t Make Them Like They Used To zu finden. Außerdem 1988 bei Sheena Easton für die Lieder 101 und Cool Love auf ihrem Album The Lover in Me erwähnt.
- Madhouse: Prince verwendete diesen Namen 1987 für die Alben 8 und 16 seines damaligen Nebenprojekts, der Jazz-Band Madhouse.
- Paisley Park: Dieses Pseudonym benutzte Prince mehrfach als Autor bei diversen Künstlern: 1991 bei Patti LaBelle für das Lied I Hear Your Voice vom Album Burning, 1991 bei Paula Abdul für das Lied U ihres Albums Spellbound, 1991 bei diversen Liedern von Ingrid Chavez auf ihrem Album May 19 1992, 1992 bei El Debarge für das Lied Tip o’ My Tongue seines Albums In the Storm, 1993 bei Louie Louie für die Lieder Dance Unto the Rhythm und Get Blue des Albums Let’s Get Started und 1993 bei Tevin Campbell’s Album I’m Ready unter anderem für das Lied Shhh, das Prince später überarbeitete und im Jahr 1995 auf seinem Album The Gold Experience veröffentlichte.
- The Artist: Kurzform von The Artist Formerly Known As Prince, die von Gastmusikern wie beispielsweise Doug E. Fresh oder Eve bevorzugt wurde, mit denen Prince zusammen im Studio arbeitete oder gemeinsam live auftrat.
- The Artist Formerly Known As Prince / Tafkap / TAFKAP / Symbol: Diese Bezeichnungen wählte Prince nicht selbst. Medienvertreter gaben ihm diese Namen in der Zeit von 1993 bis 2000, da er damals seinen Namen Prince abgelegt hatte und niemand wusste, wie er fortan zu nennen sein sollte. Prince selbst wollte in dieser Zeit nicht mehr mit seinem Namen angesprochen werden.
- The Kid: Prince’ Name im teilweise autobiografischen Film Purple Rain aus dem Jahr 1984 und in dessen Fortsetzung Graffiti Bridge aus dem Jahr 1990.
- Tora Tora: Unter diesem Namen war Prince in den Jahren 1994 und 1995 für Produktionen mit seiner Begleitband The New Power Generation tätig, etwa auf dem Album Exodus.
Prince und andere Künstler
Der musikalische Einfluss von Prince spiegelt sich in diversen Bereichen der internationalen Musikszene wider. Zahlreiche Musiker aus den unterschiedlichsten Genres nahmen beispielsweise Coverversionen von Prince-Liedern auf. Hierzu gehören Cyndi Lauper (1983), Tina Turner (1985), The Art of Noise featuring Tom Jones (1988), Herbie Hancock (1990), The Flying Pickets (1992), The Hollies (1992), Bob Belden (1994), Laibach (1996), Mariah Carey (1997), Buddy Miles (2000), Ice-T (2000), Rod Stewart (2001), Etta James (2006), Katie Melua (2007) und Incubus (2009).
Aber auch deutsche Musiker haben Lieder von Prince neu interpretiert. Als erster deutscher Musiker überhaupt nahm Michy Reincke 1992 eine deutsche Version eines Prince-Titels auf. Seine Version Ich bin nicht Dein Mann basiert auf I Could Never Take The Place of Your Man aus dem Jahr 1987 vom Album Sign o' the Times. 2004 coverte Joy Denalane das Lied Sign o‘ the Times, und 2005 nahmen Texas Lightning Kiss in einer Country-Version neu auf.
Einige Lieder von Prince sind nicht durch ihn selbst, sondern durch Neuaufnahmen anderer Musiker bekannt geworden. Chaka Khan beispielsweise konnte 1984 mit I Feel For You einen Top-Ten-Hit verzeichnen. Sinéad O’Connor erzielte 1990 mit der Single Nothing Compares 2 U einen Welterfolg.Ursprünglich schrieb Prince dieses Lied für sein damaliges Nebenprojekt, die Band The Family, die Nothing Compares 2 U bereits im August 1985 auf ihrem Album The Family veröffentlichte. Eine von Prince selbst interpretierte Version erschien erst im Jahr 1993, gesungen im Duett mit Rosie Gaines als Live-Version.
Prince seinerseits covert sehr selten Songs anderer Künstler, um sie auf eigenen Studio-Alben zu veröffentlichen. Bei Live-Auftritten hingegen spielt er öfter Lieder von bekannten Musikern nach. Vor allem auf Aftershows singt Prince unter anderem Lieder von James Brown, Jimi Hendrix, Carlos Santana, Sly and the Family Stone, Aretha Franklin oder Parliament / Funkadelic.
Zudem komponierte Prince, zum Teil unter Pseudonymen, Lieder für diverse Künstler. Zu diesen gehören Sheena Easton (1984), The Bangles (1986), Madonna (1989), Joe Cocker (1991), Martika (1991), Céline Dion (1992) und No Doubt (2001). Außerdem schrieb Prince 1987 fünf Lieder für Miles Davis, die dieser aber nie als Studio-Versionen herausbrachte.
Als Mentor unterstützte Prince unter anderem die Karriere von Apollonia 6, Jill Jones, Sheila E. und Carmen Electra. Als die Karrieren von George Clinton, Mavis Staples oder Chaka Khan kommerziell in einem Tief waren, nahm Prince diese Künstler bei seinen Labels Paisley Park bzw. NPG Records unter Vertrag. Er schrieb ebenfalls Songs für sie, und die genannten Musiker konnten ihre Karrieren fortsetzen.
Gelegentlich agiert Prince auch als Gastmusiker. 1999 sang er beispielsweise Backing Vocals für Ani DiFranco oder spielte 2002 Keyboards für Common, sowie 2005 E-Gitarre bei Stevie Wonder.
Eine Reihe von Musikern gibt Prince als Vorbild oder prägenden Einfluss an. Dies sind unter anderem Maroon 5, Outkast, Sophie Ellis-Bextor, Macy Gray, Alicia Keys oder Beck
Prince und der Film
Am 27. Juli 1984 lief in den US-amerikanischen Kinos der Musikfilm Purple Rain an. Mit einem Budget von sieben Millionen US-Dollar gelang es Regisseur und Drehbuchautor Albert Magnoli, einen kommerziellen Erfolg zu erzielen, da der Film damals knapp 70 Millionen US-Dollar in US-amerikanische Kinokassen einspielte. Prince spielt im Film Purple Rain einen jungen Musiker, der im Musikclub First Avenue in Minneapolis den Durchbruch schaffen möchte. Die weibliche Hauptdarstellerin ist Apollonia Kotero. 1985 erhielt Prince für den Film einen Oscar in der Kategorie beste Filmmusik.
Der 2. Juli 1986 war der Premierentag für Under The Cherry Moon in US-amerikanischen Kinos. In dem Schwarzweißfilm führte Prince selbst Regie und spielt einen Gigolo, der sich an der Côte d’Azur in eine Tochter aus reichem Hause verliebt. Diese wird von Kristin Scott Thomas gespielt, die damals ihr Kinodebüt gab. Under The Cherry Moon geriet zum Misserfolg: Der Film spielte zehn Millionen US-Dollar ein und wurde zudem 1987 mehrfach mit der Goldenen Himbeere „ausgezeichnet“. Prince „gewann“ in den Kategorien schlechtester Hauptdarsteller und schlechteste Regie sowie schlechtester Filmsong für das Lied Love or Money – die B-Seite der Grammy-gekrönten Single Kiss. Jerome Benton wurde zudem als schlechtester Nebendarsteller gewählt und der Film Under The Cherry Moon als schlechtester Film des Jahres 1986.
Davon unbeeindruckt führte Prince erneut Regie in einem Film, diesmal bei Sign o’ the Times, der am 20. November 1987 in US-amerikanischen Kinos anlief. Der Film kann als reiner Konzertfilm bezeichnet werden, der aus Aufnahmen vom 27. und 28. Juni 1987 in Rotterdam / Ahoy sowie vom 29. Juni 1987 in Antwerpen / Sportpalais stammt. Zudem wurden einige Szenen im Paisley Park Studio in Minneapolis gedreht. Kommerziell gesehen blieb der Film hinter den Erwartungen zurück, von Kritikern hingegen wurde Sign o’ the Times positiv bewertet.
Am 23. Juni 1989 lief in den US-amerikanischen Kinos der Film Batman an. Zwar spielte Prince nicht selbst in dem Film mit, steuerte aber den Soundtrack Batman bei. Sowohl der Film als auch das Album von Prince wurden finanziell erfolgreich.
Komponist Danny Elfman schrieb die Filmmusik zu Batman, die als Instrumentalmusik im Hintergrund des Films zu hören ist.
Graffiti Bridge ist bis heute der letzte Film von Prince, in dem er als Hauptdarsteller mitwirkt. Der Film lief am 2. November 1990 in den US-amerikanischen Kinos an, und Prince führte diesmal nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Obwohl Graffiti Bridge als Fortsetzung von Purple Rain konzipiert war, blieb diesmal der kommerzielle Erfolg aus: Der Film spielte 4,5 Millionen US-Dollar in den USA ein, und Prince wurde 1991 erneut mehrfach für die Goldene Himbeere nominiert, blieb diesmal jedoch von einem „Gewinn“ verschont. Ursprünglich war Madonna als weibliche Hauptdarstellerin vorgesehen, sie lehnte aber die Rolle ab, nachdem sie das Drehbuch gelesen hatte. Stattdessen übernahm Ingrid Chavez die weibliche Hauptrolle. Ferner spielen Mavis Staples, Tevin Campbell, George Clinton, Jill Jones, Jimmy Jam und Terry Lewis kleine Nebenrollen im Film.
Seinen ersten Golden Globe Award für den besten Filmsong erhielt Prince 2007 für das Lied The Song of the Heart, den er auf dem Soundtrack von Happy Feet beisteuerte. Happy Feet ist ein Animationsfilm, der am 17. November 2006 in die US-amerikanischen Kinos kam.
Unabhängig von seinen eigenen Filmprojekten wird Prince auch allgemein im amerikanischen Film seit den 1980er Jahren thematisiert oder zitiert. Ein bekanntes Beispiel ist der Blockbuster Pretty Woman aus dem Jahr 1990, in dem die weibliche Hauptdarstellerin Julia Roberts das Lied Kiss in der Badewanne singt und kurz darauf über Prince spricht.
Filmregisseur Spike Lee macht in seinem Film Do the Right Thing aus dem Jahr 1988 positive Anspielungen auf Prince als Identifikationsfigur für Afroamerikaner, und in seinem Film Girl 6 aus dem Jahr 1996 bildet die Musik von Prince den kompletten Soundtrack. Zudem inszenierte Spike Lee ein alternatives Musikvideo zu der Single Money Don’t Matter 2 Night von Prince, die im Jahr 1992 aus dem Album Diamonds And Pearls ausgekoppelt wurde.
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