verregnet und schreckliche Vorgrupp... von Eddie, 17.07.11
Das Konzert sollte laut Stehplatzkarte um 19.30Uhr beginnen. Von einer Vorguppe (Support) war nichts bekannt. Pünktlich um 19.30Uhr startete dann die Band Update 1.1. Für Nina Hagen Fans musste das schon eine mittlere Zumutung gewesen sein. Es wurden klischeereiche Eigenkompositionen, die sich an der deutschen Schlagerwelt orientierten, auf recht langweiligen Niveau dargeboten. Ich habe mich gewundert, das Nina Hagen diese Band als Support akzeptierte.
Nach einer Stunde, inklusive Umbau, kam dann Frau Hagen auf die Bühne. Sie hatte das Publikum recht schnell auf ihrer Seite, denn die ca. 400 Gäste sind ja gekommen, um Nina Hagen zu sehen. Es wurde im Vorfeld angekündigt, dass Nina´s Programm nicht aus einem Remix alter Songs zusammengeschustert wird, sondern dass hier neue Wege gegangen werden. Viele Gospeleinflüsse wurden im neuen Programm verarbeitet. Hierzu muss man leider kritisch anmerken, dass hierzu leider wenig gute eigene Ideen verarbeitet wurden. Musikalisch wurde nur zitiert, die Texte wurden `al gusto´ verändert.
Nina Hagens Stimmlage beschränkte sich in der Regel auch nur auf eine Oktave. Da ging früher wesentlich mehr. Ein Gospelchor, typisch für diese Musik, fehlte leider ebenfalls. Am besten gefiel mir noch ein gesungener Blues zum Ende des Konzertes. Dafür besitzt Nina Hagen wirklich eine aussergewöhnliche Stimme. Vielleicht sollte sie in Zukunft, falls die eigenen Ideen fehlen, eher zu diesem Genre wechseln.