Enttäuschend bist auf´s letzte von Chris, 25.06.12
Als, bis zum 20.06., großer Mötley Fan, ließ ich mir die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, selbige Live zu sehen und wenn sich dann noch der Godfather of Paula, Slash, ankündigt MUSS man einfach am Start sein. Dachte ich....
Nehmen wir mal Abstand von der Vorgruppe, die haben ihren Job sauber erledigt, keine Frage.
Beäugt man nun Slash, fällt auf, das der Tonmischer unter drohender Taubheit leidet oder einfach nur den Beruf verfehlt hat.
Als Erste-Reihe steher, war´s da vorne kaum auszuhalten, ein ballern, brettern, übersteuern, qietschen, wie ich es von meinem Walkman aus den 80ern noch nicht erlebt habe. Soundleistung für´s Klo, Auftritt war in Ordnung.
Kommen wir nun zu Mötley:
Als echter Fan dachte ich mir, ich stelle mich an den Hintereingang der Halle um zu warten, bis sich die Herren dann auch einmal zum Soundcheck begeben, der wie sich herausstellte nicht gemacht wurde und wie sich widerrum herrausstellte, zum leidwesen, der Zuschauer.
Nach 5 Stunden, des wartens, kam dann ein Bus vorgefahren, der zunächst nicht so recht wusste, wo er denn parken sollte. Letzenendes fuhr selbiger die Rampe raus und entließ die Herren, Lee und Sixx.
Mit mir warteten ca. 20 Leute dort, von denen maximal 15 Leute eine Unterschrift oder maximal ein Foto haben wollten, welches aber offensichtlich nicht im Rahmen des möglichen war, denn die beiden Herren, steigen aus dem Bus, ohne die Fans, die ihnen ja wichtig sind, eines blickes zu würdigen.
Das war Enttäuschung nummer eins.
Als die Crüe dann mit Wild Side das Set eröffneten, schien aller Ärger und die Enttäuschung verflogen, hatte ich es doch in die erste Reihe geschafft.
Nach kurzer Zeit, stellte ich dann fest, das der Tontechniker von Slash entweder ein und dieselbe Person ist, wie bei Mötley oder der von Mötley ziemlich einen mit dem von Slash gehoben haben muss, denn der Klang, war unzumutbar.
Kurz vor dem Highlight des Abends, dem Rollercoaster, richtete sich mein Augenmerk auf die linke Seite hinter der Absperrung, wo ein ca. 18-Jähriger Vince Neil Verschnitt, mit Namen Felix in das Publikum geschleust wurde, welcher sich mit seinen gefühlten 50 Kilogramm spielend bis fast in die Mitte der Absperrung drückte.
Zum Showdown im Rollercoaster gekommen, holte Tommy Lee dann jemanden auf die Bühne um in seinem Spielzeug mitfahren zu dürfen.
Nicht schlecht, war mein staunen, als ich 50 Kilo Felix auf dem Weg zu Mr. Lee erspähte.
Eine Stellungnahme zur Diva Vince Neil, der mit Kritik noch nie umgehen konnte, erspare ich mir hier indes.
Nur eins: Wäre das Ozzy gewesen, der hätte sich zweimal geschüttelt, und seine Show durchgezogen. Aber 80 Mio. Tonträger scheinen wohl Anlass genug zu sein, sich einfach mal eine Auszeit von der plagenden Singerei zu nehmen.
Alles in allem also war dies das letzte Konzert, welches ich von Mötley Crüe besucht habe...