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28.03.11 Es wird wohl keine Mädchenschule in Malawi geben

Hamburg (nk) – Popdiva Madonna wollte dem afrikanischen Land Malawi eigentlich etwas Gutes tun und in die Bildung junger Mädchen investieren. Jetzt wurde bekannt, dass bei der Hilfsorganisation, für die sich die 53-Jährige engagierte, Gelder veruntreut wurden.

Wie die Online-Ausgabe der "Süddeutschen" berichtet, musste der Geschäftsführer der Wohltätigkeitsorganisation "Raising Malawi" wegen überzogener Ausgaben und fragwürdigem Management seinen Posten räumen.

Von dem für den Bau einer Mädchenschule in Malawi gedachten Geld wurden offenbar nicht nur Autos, Gehälter und die Miete für Büros, sondern sogar Mitgliedschaften in einem Golfclub bezahlt. 3,8 Millionen Dollar sollen geflossen sein, ohne dass es in dem Land im Osten Afrikas zu mehr als einer symbolischen Grundsteinlegung gekommen ist. Ursprünglich sollte in Malawi eine Schule für 400 Mädchen entstehen. Madonna wollte mit ihrer Aktion der Bildungskrise entgegen wirken. In Malawi sollen 67 Prozent der Mädchen nicht die Sekundarschule besuchen. Ein Zustand, den die Diva als "inakzeptabel" bezeichnet.

Jetzt will die Sängerin dem Land, aus dem sie zwei Kinder adoptiert hat, auf andere Weise helfen. Statt in ein eigenes Projekt zu investieren, wird Madonna sich jetzt wohl darauf konzentrieren, bereits etablierte Organisationen im Bildungssektor zu unterstützen. nk / eventim / talk