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19.10.10 Wer nicht hören will, muss zahlen

London (jwe) - Wenn das kleine Kind nicht ins Bett gehen möchte, gibt es im schlimmsten Fall Taschengeldabzug; wenn Guns N' Roses nicht rechtzeitig auf die Bühne wollen, gab es bisher allenfalls böse Worte und eine gekürzte Setlist (eventim magazin. berichtete). Das scheint sich nun zu ändern.

So wie von Pete Doherty angeführte Gruppen prima Kandidaten für einen Show-Ausfall sind, liegt man bei Guns N’ Roses nie daneben, wenn man verspätet beim Konzert erscheint. Die Hardrock-Band hat, was das pünktliche Anspielen und Beenden einer Show angeht, ihre ganz eigenen Vorstellungen. Das wissen mittlerweile auch die Besucher des Doppelkonzerts in der Londoner o2 Arena vom 13. und 14. Oktober dieses Jahres. Der Band "gelang" es dort, bei einer Sperrstunde von 23 Uhr insgesamt drei Stunden zu überziehen.

Lady Gaga hatte im Februar für ihre um 25 Minuten überzogene Show eben dort 10.000 britische Pfund bezahlen müssen, demnach wären Guns N' Roses mit lockeren 72.000 britischen Pfund dabei, kalkuliert The Sun. Und auch ein o2-Sprecher bestätigte bereits, dass die durch die Verzögerungen entstandenen Kosten übernommen werden müssten.

Angesichts der freudigen Tatsache, dass Ex-Bassist Duff McKagan ein Stelldichein bei dem Doppel-Gig in London gab und damit Reunion-Gerüchte nährt, dürften die GNR-Fans ingesamt aber wohl sehr erfreut über diesen Abend gewesen sein. jwe / eventim / talk