Welcome To Paradise von Jersey Ramone, 12.11.12
Zwei Jahre war es her, dass ich die Liebe meiner Jugend und meines Lebens zuletzt live gesehen hatte. Umso verunsicherter war ich, ob es okay sein wird ein Green Day Konzert ausnahmsweise (aus persönlichen Gründen) anstatt im Mosh Pit auf den Rängen verbringen zu werden. Konzert sollte am Donnerstag, den 30. August. 2012 in der Wuhlheide statt finden. Wetter- eher mäßig aber hält sich noch trocken. Und da mein Glas halb voll ist gehe ich auch nur halb gut vorbereitet auf schlecht Wetter los. 15 Minuten vor Einlass stehen nur mäßig viele Leute vor der Wuhlheide, was wahrscheinlich an dem extrem doof gelegenen Termin mitten in der Woche liegt. Als wir jedoch auf meine Pommes warten braut sich ein Unglück zusammen...REGEN! Innerhalb von Sekunden ist alles pitsche patsche nass, so richtig nass. Trotz Regenjacke bin ich mehr oder weniger durchgeweicht und auch die Hälfte der Pommes sind im Hochwasser der Pommestüte ertrunken, während ich um das Leben der letzten Pommes kämpfe regnet es sich langsam ein. Gut das ich schon oft in der Wuhlheide war und weiß, dass vor den Toiletten oft Regenponchos verkauft werden und da die Sitzränge sich nur spärrlich füllen und ich sowieso noch die Toilette ansteuern wollte gehen ich da hin und habe Glück: Regenponchos. Nun kanns ja losgehen. Als die erste Band All Time Low Auftritt ist einem wegen dem vielen Regen eh schon alles egal und man freut sich auf die Musik. Die Band ist gut und witzig und auch ein bisschen eklig...Jedenfalls ist die Band gut und rockt ordentlich los, danach kommt Vorband Nummero Zwei. Angels &Airwaves. Auf die Band war ich total gespannt, weil da Tom Delonge mitspielt, der auch in Blink 182 gespielt hat. Die Band ist allerdings traurigerweise total langweilig und man fragt sich wieso so etwas zustande kommt. So bin ich heilfroh, als es vorbei ist. Zu meiner großen Freude ist der Rosa Hase noch im Vorprogramm, der zu YMCA-tanzend ein Bier nach dem anderen versenkt. Dann wird Blitzkrieg Bop (Hey Ho Lets Go) von den Ramones angespielt und das gesamte Stadtion singt mit, bis dann Green Day unter Applaus auf die Bühne kommen. Zum Einstieg spielen sie Welcome To Paradise also Willkommen im Paradies, was wie ich finde wie Arsch auf Eimer zum Anlass passt und ich freu mich, weil das ein sehr alter Song ist und es ja nicht selbstverständlich ist, dass Bands viele alte Songs spielen. Bei Green Day schon. Die Jungs spielen die perfekte Mischung aus ganz ganz alten Songs wie Going To Pasalacqua, Burnout, Hitchin A Ride und neuen Songs wie Stray Heart, 99 Revolutions und das fantastische Let Yourself Go. Trotz des Sitzplatzes stehe ich von der ersten Sekunde an und bin in meinem Element und singe und tanze, wodurch die Erkenntnis bleibt, dass man auch auf einem Rang rocken kann...aber die Amtosphäre und das Zugehörigkeitsgefühl ist schon was anderes als im Pit. Nach 2 Stunden Green Day und auspowern pilgere ich fröhlich und kaputt nach Hause und freue mich nun doch auf Uno!, Dos! und Tre!