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20.05.09

Hamburg, 20.5. (nk) – Nach der Pleite von „Alex sings, Oscar swings“ beim Eurovision Song Contest 2009 ist jetzt Stefan Raab als „Allheilmittel“ im Gespräch. Die Leserkommentare bei Bild.de gehen jedoch in eine andere Richtung: Hier wird unter anderem Florian Silbereisen als Wunschkandidat genannt.

Aber auch bei Tokio Hotel, Peter Fox, Dieter Bohlen oder Rammstein sehen Bild-Leser das Potenzial, Deutschland aus dem Grand Prix-Tief zu erretten. User thankyou22 gibt zu bedenken „Warum wollen denn alle immer nur die großen Stars schicken? Wie wäre es denn mal mit ein paar unverbrauchten Gesichtern, die Spaß am Grand Prix haben.“ Der Auftritt vom „Alex sings, Oscar swings“, belegte trotz prominenter Unterstützung durch Dita von Teese in Moskau nur Platz 20. Schlechter platzierten sich lediglich Schweden, Malta, Litauen, Spanien und Finnland.

Wie die Süddeutsche Zeitung Online berichtet, soll heute eine Schaltkonferenz der Senderchefs über eine mögliche Kooperation zwischen der ARD und ProSieben entscheiden, es wäre wohl die erste Kooperation dieser Art zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Fernsehen.

Moderator Stefan Raab soll demnach im nächsten Jahr eventuell die Vorauswahl zum Wettbewerb für die ARD organisieren. Raab äußerte sich Montagabend bei seiner Sendung TV total im Anschluss an eine süffisante Nachbetrachtung zum Thema Eurovision Song Contest ungewöhnlich wohlwollend mit den Worten „Ich bin jedenfalls nächstes Jahr wieder dabei. Ich schau’s mir an.“ Raab hat bereits Grand-Prix-Erfahrung vorzuweisen: Guildo Horn belegte 1998 mit dem von Raab geschriebenen „Guildo hat euch lieb“ Platz sieben, Max Mutzke, der Sieger seines Bundesvision Song Contests, schaffte es 2004 mit dem Song „Can’t Wait Until Tonight“ auf Platz acht und Raab selbst sang sich 2000 mit „Wadde hadde dudde da?“ sogar auf den fünften Platz.

Es bleibt die Frage, ob nicht Bild-Leserin „HeidiWitzka“ mit Ihrem Kommentar eventuell den eigentlich entscheidenden Punkt trifft: „Der Grand Prix soll Spaß machen. (…) Die Länder, die auch Spaß haben, schaffen das nach vorne. Nur bei uns in Deutschland wird das so verbissen gesehen.“ nk