Biografie

Elaiza [ɛlaˈiːza]ist ein deutsches Musikerinnentrio aus Berlin. Der Bandname basiert auf der Kurzform des Namens der Frontfrau Elżbieta „Ela“ Steinmetz, deren polnisch-ukrainische Herkunft den Klang ihrer Folk-Pop-Songs prägt. Die Band vertrat Deutschland beim Eurovision Song Contest 2014 (ESC) im dänischen Kopenhagen mit dem Song Is It Right und belegte den 18. Platz.

Bandgeschichte

Steinmetz lernte in einem Berliner Tonstudio die Akkordeonistin Yvonne Grünwald kennen. Bei einer Veranstaltung entdeckte Grünwald ein Foto von Natalie Plöger mit ihrem Kontrabass; nach der Kontaktaufnahme gesellte sich Plöger zu dem Duo. Anfang 2013 gründeten die drei Frauen die Band Elaiza. Ihr erstes Konzert gab Elaiza am 11. Januar 2013 in dem kleinen Café „Sally Bowles“ in Berlin-Schöneberg vor etwa 20 Zuschauern.

Im März 2013 produzierte Elaiza in den Emil-Berliner-Studios im Direct-to-Disc-Verfahren die LP March 28. Die Platte wurde nach dem Aufnahmedatum benannt und ist unter dem Label Berliner Meister Schallplatten erschienen. Danach widmete sich die Band der Produktion ihres Debütalbums, das gemeinsam mit dem Valicon-Produzententeam in Berlin entstand. Die Gruppe gewann 2013 den Nachwuchspreis des renommierten Women-of-the-World-Festivals. Im Januar 2014 veröffentlichte Elaiza eine EP mit Is It Right/Fight Against Myself sowie einem weiteren Titel namens Without.

Eurovision Song Contest 2014

Elaiza bewarb sich mit dem Song Is It Right für die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2014 und trat beim sogenannten Clubkonzert im Edelfettwerk in Hamburg auf. Die Band ging aus dem Clubkonzert als Sieger hervor und erhielt dadurch die Wildcard für Unser Song für Dänemark am 13. März 2014 in der Kölner Lanxess-Arena. Dort setzte sich die Gruppe im Finale mit 55 Prozent der Anrufe gegenüber Unheilig durch. Im Finale des ESC 2014 in Kopenhagen am 10. Mai 2014 erhielt der Beitrag von Elaiza 39 Punkte. Damit belegte die Band unter 26 Teilnehmern den 18. Platz.

Bandmitglieder

  • Elżbieta (ɛlʒˈbjɛta ausgesprochen) „Ela“ Steinmetz (* 11. Oktober 1992 als Elżbieta Sosnowska in Smila, Ukraine). Ihre Mutter war studierte Opern- und Jazzsängerin, ihr ukrainischer Vater Gitarrist in einer Rockband. Nach dessen Tod übersiedelte sie mit ihrer polnischen Mutter nach Polen. Als ihre Mutter einen Bergmann aus Schiffweiler kennenlernte, zog sie mit acht Jahren mit ihr zum Stiefvater ins Saarland und besuchte nach der Grundschule Hüttigweiler das Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen. Mit 16 Jahren pendelte sie nach Berlin und begann, in den Valicon Studios als Singer-Songwriter zu arbeiten. Bereits vor ihrem Abitur 2011 hatte sie in Berlin erste Jobs als Sängerin und Songschreiberin.
  • Yvonne Grünwald (* 10. Mai 1984 in Salzwedel) stammt aus Arendsee in Sachsen-Anhalt. Mit sechs Jahren begann sie Akkordeon zu spielen. Nach dem Abitur zog sie nach Berlin und studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Akkordeon und im Nebenfach Klavier. Grünwald spielt in verschiedenen Formationen Klezmer und russische Musik und gründete das klassische Trio Les Accordés, zu dem neben ihr eine Sopransängerin und ein Countertenor gehören. Seit 2010 unterrichtet sie an den Musikschulen in Fürstenwalde und Beeskow Akkordeon und Klavier.
  • Natalie Plöger (* 3. September 1985 in Leer) besuchte das Ubbo-Emmius-Gymnasium Leer. Weil im Schulorchester nur der Platz des Bassisten frei war, lernte sie Kontrabass spielen. Nach dem Abitur absolvierte sie ein klassisches Musikstudium an der Hochschule für Musik Detmold, das sie 2010 abschloss und an das sie ein noch laufendes Schulmusikstudium anhängte. Plöger musiziert in verschiedenen Projekten wie dem Gabriela Koch Trio und dem Fabergéquartett.


Stil

Stilistisch bewegt sich Elaiza mit einem Hybrid-Sound aus Tradition und Moderne in zahlreichen Genres. Dabei verbindet sie osteuropäischen Folk mit modernen Popmelodien. Die Musikerinnen nennen ihren Musikstil selbst „Neo-Folklore“. Die Zeitschrift Melodie & Rhythmus sagt über die Gruppe: „Die Cabaret-Momente der Dresden Dolls und der Mitschnips-Circus der norwegischen Kolleginnen von Katzenjammer treffen auf den schwungvollen Swing einer Caro Emerald.“

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