Biografie

Volker Pispers (* 18. Januar 1958 in Rheydt, heute zu Mönchengladbach gehörend) ist ein in Düsseldorf-Oberkassel lebender politischer Kabarettist, der für seine bissigen und zuweilen sarkastischen Kommentare zum aktuellen Tagesgeschehen bekannt ist. Einem breiteren Publikum wurde er vor allem während des Irakkriegs durch seine scharfe Kritik an der Politik der USA bekannt.

Seit 2000 produziert er den "Dienstags-U-Punkt", eine wöchentliche Glosse in der Sendung WDR 2 Westzeit im Radiosender WDR 2.

Seit 1998 moderiert er als Gastgeber das Satirefest des SFB, das auch beim Nachfolgesender rbb fortgeführt wird. Daneben ist er in vielen Kabarettsendungen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten regelmäßiger Gast, insbesondere in den Mitternachtsspitzen im WDR und in Neues aus der Anstalt des ZDF. Auch im "Scheibenwischer" der ARD war er des Öfteren zu Gast.

Im Jahre 2007 startete 3sat mit der Produktion der Live-Sendung "Volker Pispers & Gäste" aus dem Studio im ZDF-Sendezentrum. Weitere Sendetermine folgten im Jahr darauf. 2009 präsentierte Volker Pispers dann erstmalig seine Gäste auch beim 3satfestival.

Leben

Nach seinem Abitur am Gymnasium Odenkirchen zog Pispers 1976 zunächst nach Bonn und studierte dort Anglistik, katholische Theologie und Pädagogik. Später führte er sein Studium in Münster fort.

In den Jahren 1979 und 1980 lebte und arbeitete er ein Jahr in England als Fremdsprachenassistent, wo er seine Vorliebe für den schwarzen Humor entdeckte. Zurück in Münster, wurde er Mitglied verschiedener studentischer Theatergruppen.

1982 wurde er im Kindertheater der Kammerspiele Hamm Ensemblemitglied und trat erstmals als Kabarettist beim Kleinkunstfestival der Münsterschen Zeitung in der Halle Münsterland auf. 1983 folgte sein erstes Soloprogramm "Kabarette sich, wer kann". Gleichzeitig beendete er sein Studium mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt in der Sekundarstufe II.

Ab 1985 wirkte er als Schauspieler am Wolfgang Borchert Theater in Münster mit und veröffentlichte sein zweites Soloprogramm "Hamburger – Speeseburger – Bundesburger".

1986 gab er sowohl seinen Beruf als Englischlehrer beim Dolmetscher-Institut Münster als auch den des Schauspielers auf, konzentrierte sich von diesem Zeitpunkt an vollständig aufs Kabarett und stellte sein drittes Soloprogramm "Original & Fälschung" vor. 1988 wurde er für seinen Text "Demoland" mit dem Gladbecker Satirepreis ausgezeichnet, sein viertes Soloprogramm "Meine Sorgen möchte ich haben" erlangte große Bekanntheit.

1989 erhielt er den Förderpreis des großen Kulturpreises NRW auf Vorschlag von Kay und Lore Lorentz. 1990 wurde er Autor, Ensemblemitglied und Künstlerischer Leiter des Düsseldorfer Kom(m)ödchens, wo auch sein Ensembleprogramm "Wir sind so frei" aufgeführt wurde.

1991 gab er seine Tätigkeiten am Kom(m)ödchen jedoch wieder auf. Im Jahr 1992 stellte er sein fünftes Soloprogramm "In bester Gesellschaft" vor. Im Jahr 1993 trat er mit seinem Jubiläumsprogramm "Ein Wort ergab das andere" auf, das ein Best of seiner bisherigen Programme darstellte. 1994 folgte das sechste Soloprogramm "Frisch gestrichen". 1999 folgte sein siebtes Soloprogramm "Damit müssen Sie rechnen".

2002 veröffentlichte er sein zweites Jubiläumsprogramm … bis neulich, das er bis heute in ständig aktualisierter Form vorträgt. Darin kritisiert Pispers unter anderem den Kapitalismus und die Rolle der USA im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus.

Auszeichnungen

* 1988: Gladbecker Satirepreis

* 1989: Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland – Förderpreis

* 1995: Deutscher Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett

* 1996: Mindener Stichling – Solopreis

* 1998: Memminger Maul; Kleinkunstmaske Garching; Gaul von Niedersachsen

* 2000: AZ-Stern des Jahres der Münchner Abendzeitung

* 2003: Obernburger Ehrenmühlstein

* 2004: Deutscher Kabarettpreis – Hauptpreis; Bocholter Pepperoni

* 2005: Kleinkunstpreis Knurrhahn der Stadt Wilhelmshaven

* 2006: Bayerischer Kabarettpreis – Hauptpreis

* 2007: Morenhovener Lupe

Hinweis:
Künstler- bzw. Bandbezogene Texte auf dieser Seite stehen unter der Creative-Commons-Attribution/Share-Alike-Lizenz

Quelle und Autorenliste: Wikipedia / Autorenliste