Cinecittà Aperta |
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Ruhrtrilogie Teil 2 - von René Pollesch
Ist dieses Filmset mit Trailerpark nicht eher so was wie Cinecittà bei Rom? Treten die nur ein in eine Geschichte oder sind sie es selber, die Historie sind?
"In einem Bild der Geschichte, die immer als unsere Geschichte erzählt wird, zeichnet sich keine Gestalt unseres Wesens ab, das hab ich immer vermutet, dass die Historie nichts mit mir zu tun hat. Und das ist Darwin. Die Erkenntnis, dass die Historie nichts mit mir zu tun hat. Woher ich komme, kann mir Darwin erklären, aber nicht die Geschichte. Nicht Deutschland im Jahre Null. Und wie Rosselini das will, lernt auch kein Kind Lebensfreude aus dem Ausgang der Geschichte. Die Lebensfreude ist das Ergebnis von strategisch offenen Kräftekonstellationen und nicht die Väter, und nicht die Mütter. Woher ich komme, das bedeutet nichts, wenn ich sehe wie meine Mutter ihre Wesenheit ändert im Sterben, ich sehe sie diskontinuierlich, zufällig etwas anderes werden. Das ist der Tod und das ist der Schwarzmarkt. D a s ist die Errungenschaft, eine Personenwaage an den Mann zu bringen. Das ist nicht die Geschichte, das ist nicht der Tod, das ist der Körper hier und jetzt. Und das Hier und Jetzt darf niemals sentimental verstanden werden." (René Pollesch)
Mit: Inga Busch, Christine Groß, Martin Laberenz, Trystan Pütter und Catrin Striebeck
Text und Regie: René Pollesch
Bühne: Bert Neumann
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