Kasimir und Karoline - Öffentliche Probe |
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Ein Volksstück von Ödön von Horvath
Kasimir geht mit seiner Freundin Karoline auf das Oktoberfest. Er hat gerade seine Arbeit verloren und ist deprimiert, während Karoline, die tagsüber in einem Büro arbeitet, sich amüsieren will. Es kommt zum Streit. Karoline lernt den Konfektionsschneider Schürzinger, später dessen Chef kennen. Auch Kasimir bleibt nicht allein. Der etwas zwielichtige Merkl Franz und seine Freundin Erna versuchen ihn aufzumuntern. Der Arbeitslose gegenüber dem Lohnarbeiter, der sich keinen falschen Schritt erlauben darf, der Direktor, dem alle Annehmlichkeiten zur Verfügung stehen, gegenüber dem Kleinkriminellen, der nimmt, was er kriegen kann: Horváths Sozialbefund von 1931, einer Zeit, die geprägt ist von Massenarbeitslosigkeit und Inflation, ist ein Meisterwerk, eines der wichtigsten sozialkritischen Volkstücke des zwanzigsten Jahrhunderts. Er selbst nennt sein Stück "eine Ballade voll stiller Trauer". Das Stück ist aber auch komisch, geprägt von der unverwechselbaren Horváthschen Ironie.
"Sterben müssen wir alle": Solch lapidare Sätze bergen auch Sehnsucht und damit Verheißung einer besseren Welt – einer Welt, in der jeder bereit ist, für den Anderen Sorge zu tragen.
Es spielen: Lina Beckmann, Markus John, Jan-Peter Kampwirth, Carlo Ljubek, Angelika Richter, Torsten Peter Schnick, Felix Vörtler, Julia Wieninger, Michael Wittenborn und andere
Regie: Johan Simons, Paul Koek
Musik: Paul Koek
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