Juliette Lewis |
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Sie hat sich wieder einmal neu erfunden: Die hochbegabte Schauspielerin und Sängerin Juliette Lewis hat eine so überraschende wie spannende Ausdrucksform kreiert. Nach zwei erfolgreichen CDs mit ihrer heißen Rockband The Licks präsentiert sich das 34jährige Ausnahmetalent jetzt auf intimere Weise. Auf dem im Frühjahr erschienenen Album „Terra Incognita“ widmet sich die ausgezeichnete Songwriterin stärker ihrer dramatischen Seite, indem sie die Gegensätzlichkeit intensiv empfundener Gefühle auslotet. Nach seinen bemerkenswerten Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park im Juni kommt das Multitalent im November für sechs Clubkonzerte nach Deutschland. Ihre Stationen sind Hamburg (3.11.), Berlin (4.11.), München (9.11.), Wiesbaden (11.11.), Köln (12.11.) und Bochum (19.11.).
Juliette Lewis ist eine Künstlerin vom Scheitel bis zur Sohle. Bereits als junger Teenager spielte sie in zahlreichen TV-Serien. Gegen Ende der Teenagerzeit begann ihr Aufstieg in Hollywood. Gleich für ihre erste große Filmrolle in Martin Scorceses „Kap der Angst“ erhielt sie eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie „Kalifornia“ und „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ untermauerte sie ihre Kraft als kompromisslose Darstellerin. Internationalen Durchbruch erlangte sie durch ihre Hauptrolle in Oliver Stones „Natural Born Killers“. Hier konnte man sich auch erstmals von dem rauen, spröden Charme ihres Gesangstalents überzeugen. Der von ihr ohne jede musikalische Begleitung gesungene Song „Born Bad“ gehört zu den eindringlichsten Momenten dieses ohnehin verstörend intensiven Spielfilms.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends entwickelte sie aus dieser Leidenschaft zu Musik und Gesang eine zweite Karriere. 2003 gründete sie die schweißtreibende Rock’n’Roll-Band Juliette & The Licks. Die beiden Alben „You’re Speaking My Language“ (2004) und „Four On The Floor” (2006) wurden zu internationalen Dauerbrennern in den Rockclubs. Auf ihren Welttourneen zeigte sich die zierliche Lady von ihrer radikalen Seite: Wie ein wütender Derwisch fegte sie über die Bühne und verlor auf eine – insbesondere für einen Hollywood-Star – bemerkenswerte Weise die Contenance, indem sie sich völlig von ihrem hitzigen Rock mitreißen ließ.
Nun präsentiert sich die attraktive Künstlerin in einem völlig anderen Licht. Wo es früher der peitschende Rock’n’Roll war, widmet sie sich jetzt der gefühlvollen Introspektive. Durch alle Songs des Konzeptalbums „Terra Incognita“ ziehen sich emotionale Grundsatzfragen, die sie auf berückende Weise erörtert. Geholfen hat ihr bei dieser Neubestimmung ein weiterer Grenzgänger der modernen Popkultur: Omar Rodriguez-Lopez, Sänger der Rockband The Mars Volta, nahm mit Lewis das Werk in New York und Mexiko auf. Sie fanden einen behutsamen, flirrenden und in Teilen spacigen Sound, der in seiner Vielfalt belegt, wie sehr Juliette Lewis auch als Komponistin gereift ist.
Dabei beweist die Sängerin großen Mut. Mehr denn je werden ihre Songs von ihrer rauchigen, faszinierenden Stimme getragen. Wie sehr sie mit ihrem neu gewonnenen Selbstvertrauen als aufrichtig romantische, schillernd dramatische Bühnenpersönlichkeit überzeugt, konnte man unlängst während ihrer intensiven Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park erleben. Die künstlerische Neuerfindung ist geglückt – Juliette beschenkt ihre Fans mit einer weiteren spannenden Variante ihrer facettenreichen Persönlichkeit.
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