Melody Gardot |
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Vamp und Verführerin, Zauber und Zerbrechlichkeit, Liebe, Leid und Lust. Dieses Spektrum an Rollen und Emotionen demonstriert Melody Gardot im Stile einer mysteriösen Nightclub-Diva aus einem Cinema Noir-Klassiker am 20. Mai bei ihrem einzigen Deutschland-Auftritt in der Alten Oper Frankfurt.
Sie übertrifft mit ihrer neuen CD "My One And Only Thrill" mühelos die Erwartungen, die sie mit ihrem beachtlichen Debüt "Worrisome Heart" ausgelöst hatte. Meldoy Gardot hat einen sehnsüchtig-sanften Blick, der auch das kälteste Herz zum Schmelzen bringt. Nur wenige Sängerinnen können Stimmungen und Gefühle so einfangen, wie die 23jährige aus Philadelphia.
Im Scheinwerferlicht erscheint eine blonde, mondäne Schönheit, mit dunkler Brille und Gehstock, wie eine verwirrende Vision. Melody Gardot haucht Töne in das Mikrofon, die den Zuhörer mit einer ergreifenden Mischung aus Jazz, Blues, Swing und Folk verzaubern. Expressive Offenheit und Leidenschaft in der Stimme wecken Erinnerungen an Legenden wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Nina Simone und Peggy Lee.
Vom neuen Album geht exakt jener Nervenkitzel aus, den der Titel beschwört. Es scheint, als näherten sich die Songs den Erfahrungen eines reifen Lebens, obwohl die Protagonistin erst 20 ist. Fingerschnippender Blues, brasilianische Rhythmen und sinnliche Balladen zeigen eine spürbare, ganz erstaunliche Reife.
Ihre Musik ist aus dem Schmerz eines schweren Unfalls geboren, bei dem die Sängerin als 19jährige erhebliche Kopf- und Beckenverletzungen erlitt. Seither ist sie auf einen Stock beim Gehen und eine dunkle Brille angewiesen, um sich vor zu starker Lichteinwirkung zu schützen. Noch während des Klinikaufenthalts nahm Melody Gardot ihre erste EP auf, "Some Lessons: The Bedroom Sessions". Seither hat sie sich mit enormem Kämpferherz über ihre Behinderungen hinweggesetzt.
Heute gilt Melody Gardot als "Singer/Songwriter-Phänomen" und eine der hoffnungsvollsten Interpretinnen der letzten Jahre. Jazz-Experten schwärmen von ihren provokativen, aber gleichzeitig vertraut wirkenden vokalen Qualitäten. Melody wird als "cool, kultiviert, inspirierend, stilvoll, redegewandt und sexy" beschrieben. Und selbst die Londoner Times urteilte bereits jenseits jeden Zweifels: "Ein Hit ohne Frage!"
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