Elisabeth - Das Musical - Premiere |
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Das Musical Das Schicksal der Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als "Sissi", hat ganze Generationen berührt und fasziniert zugleich. Bis heute ist ihr Mythos weit über die Grenzen Europas hinaus lebendig. Die außergewöhnliche Lebensgeschichte der schönen Kaiserin wird nun auf weiteren Bühnen zu sehen sein – im Deutschen Theater in München, in der Alten Oper in Frankfurt, im Musical Theater in Bremen und im Bregenzer Festspielhaus. Musik, die ans Herz geht, prunkvolle Kostüme und grandiose Bühnenbilder machen das erfolgreichste deutschsprachige Musical zu einem unvergesslichen Theatererlebnis.
Michael Kunze und Sylvester Levay haben aus historischen Vorlagen ein emotionales und dramatisches Musicalerlebnis kreiert. Mit Bühnenbildner Hans Schavernoch und der Choreographie von Dennis Callahan gewinnt diese neue Version von Elisabeth an Modernität und kehrt gleichzeitig zu ihrem Ursprung der Welturaufführung in Wien 1992 zurück, für die sich ebenfalls Harry Kupfer mit seiner unverwechselbaren Regie verantwortlich zeichnete. Auch Hans Schavernoch und Dennis Callahan gehören zu dem Original-Kreativteam.
Seit der Weltpremiere am 3. September 1992 in Wien eroberte Elisabeth die Herzen von über acht Millionen Menschen weltweit. Bisher wurde das Musical in nicht weniger als zehn Ländern, unter anderem Ungarn, Schweden, Deutschland und Japan, gezeigt. Die hochkarätige Neuinszenierung von "Elisabeth – Die wahre Geschichte der Sissi" feierte im April 2008 im Berliner Theater des Westens ihre Premiere. Harry Kupfers fesselnde Inszenierung hält zweieinhalb Stunden lang den Theatersaal in Spannung.
Elisabeth bringt den Zuschauern das Schicksal der unvergleichlichen Kaiserin nahe wie nie zuvor: hochdramatisch, zeitgemäß und unvergesslich!
Die Geschichte Elisabeth, Kaiserin von Österreich, lebte von 1837 bis 1898. Ihre Ermordung durch den italienischen Anarchisten Luigi Lucheni war ein symbolisches Verbrechen: Es nahm das Ende einer 1000-jährigen Kultur-Epoche vorweg. Gegenwart. Im imaginären Reich der Toten und Träumer verhört ein unsichtbarer Richter den Attentäter Lucheni. Dieser behauptet, mit dem Mord an der österreichischen Kaiserin habe er Elisabeth nur einen Gefallen getan: Sie sei die Geliebte des Todes gewesen. Zum Beweis beschwört Lucheni die toten Zeitgenossen herauf und läßt die untergegangene Welt noch einmal auferstehen. Mitte des 19. Jahrhunderts. Während Elisabeths Mutter Ludovika die bevorstehende Verlobung von Tochter Helene mit Kaiser Franz Joseph von Österreich vorbereitet, schockiert die 15-jährige Elisabeth mit einem Zirkusauftritt. Sie stürzt dabei und begegnet zum ersten Mal dem Tod. Nach dem Willen von Erzherzogin Sophie, Mutter des Kaisers, soll Franz Joseph seine Cousine Helene heiraten. Doch er verliebt sich beim ersten Treffen in ihre Schwester Elisabeth. Der Tod läutet die Hochzeitsglocken. Elisabeth gerät in Wien in eine ihrer Natur fremde Welt. Sie fühlt sich am kaiserlichen Hof eingesperrt, die Schwiegermutter unterwirft sie mit rücksichtsloser Strenge den Zwängen des Hofes. Durch Befehle und Verbote glaubt Erzherzogin Sophie, ihre Schwiegertochter erziehen zu können. Der Tod schürt Elisabeths Verzweiflung, bis sie seiner Verführungskunst fast erliegt. Doch sie resigniert noch nicht. Ihre Melancholie wandelt sich in Trotz und Hass, als Sophie ihr die eigenen Kinder entzieht. Mit Gefühl und Schönheit als ihren neuen Waffen besiegt die junge Kaiserin ihren Gatten. Ihr größter Triumph ist die Versöhnung des Kaisers mit Ungarn, mißbilligt von Erzherzogin Sophie. Denn das ungarische Unabhängigkeitsstreben besiegelt das Ende des Habsburger Kaiserreiches. Dem Nationalismus gehört die neue Zeit.
Sophie und ihre entmachtete Hofkamarilla verführen den Kaiser zur Untreue. Franz Joseph infiziert sich im Bordell. Ruhelos reist Elisabeth fortan von Ort zu Ort, nur sporadisch kehrt sie an den Hof zurück. Beschäftigt mit ihrer Selbstbehauptung, ansonsten aber ohne Lebensinhalt, vertreibt sie sich die Zeit mit Reiten, Wandern und dem Schreiben von Gedichten. Die Welt der Monarchie scheint ihr brüchig, ihre eigene Existenz empfindet sie als überflüssig. Dabei übersieht Elisabeth, wie sehr ihr Sohn Rudolf, der ihr in vielem ähnelt, sie braucht. Der Kronprinz verzweifelt. In Mayerling wartet der Tod auf ihn. Rudolfs Selbstmord trifft Elisabeth tief in ihrem Selbstbewußtsein. Sie wirft sich vor, ihr Sohn sei Opfer ihres eigenen Kampfes um Unabhängigkeit geworden.
Elisabeths Wunsch zu sterben wird nun übermächtig. Doch jetzt lässt der Tod sich bitten. Erst nach einem weiteren Jahrzehnt hat er Erbarmen. Luigi Luchenis Attentat am Genfer See führt die beiden schließlich zusammen.
Pressestimmen Die Geschichte von der narzisstischen Kaiserin und ihren scheiternden Emanzipationsversuchen, fein verwoben mit einem Gesellschaftspanorama über den Untergang der Habsburger Monarchie und den aufziehenden Nationalismus, läuft zwei Stunden in grandiosen Bildern und hält Spannung bis zum letzten Augenblick. (Berliner Zeitung, 22.04.2008)
Die schönsten Momente sind die der Reduktion: wenn Kaiserin und Kaiser wie Regenfrau du Sonnenmann im Wetterhäuschen aufeinander kreisen und doch nicht zusammen kommen können. Schöner kann man Entfremdung nicht symbolisieren. (Berliner Morgenpost, 22.04.2008)
Ein gewichtiges Stück Musik-Theater hat das TdW da eingerichtet, mit schönen traurigen Duetten und Gänsehaut-Massenszenen… (BZ, 21.04.2009)
Komponist Levay lässt die Musik kompetent zwischen klassischem Broadway, Wiener Schmalz, Pop und Jazz oszillieren. […] Das Premierenpublikum…dankte es ihm [Lucheni] und dem ganzen 25-köpfigen Ensemble mit tosendem Applaus und den üblichen stehenden Ovationen. (Neue Zürcher Zeitung, 20.10.2008)
Das hervorragend singende und agierende Ensemble wird überstrahlt von Annemieke van Dam als Elisabeth, eine anmutige Erscheinung mit betörender Stimme, die in der Höhe keinerlei Probleme hat und die Eigenwilligkeit der Kaiserin kraftvoll auf die Bühne stellt. Dem Regieteam ist ein überzeugender Wurf gelungen,… (Basler Zeitung, 20.10.2008)
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