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Salome |
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Oper von Richard Strauss
Diese Mischung aus Erotik, Gewalt, Christentum und Sexualpathologie hatte auf der Bühne noch keiner gewagt: "Salome", heute ein Welterfolg, löste bei der Uraufführung 1905 zunächst einen Schock aus. Herodes Antipas beherrscht im Jahre 35 nach Christi Geburt das Land Galiläa, nicht jedoch seine wilde und schöne Tochter Salome. Die junge Prinzessin begehrt den Propheten Jochanaan, doch aus ihrer Faszination wird Hass, weil sie seine Ablehnung nicht ertragen kann. Geschickt benutzt sie den Vater, um den Kopf des Jochanaan zu erhalten.
Musikalische Leitung: Philippe Jordan / Pedro Halffter
Inszenierung: Harry Kupfer
Bühnenbild und Kostüme: Wilfried Werz
"Doch jede einzelne seiner Arbeiten zeichnet eine präzise Personenführung aus. Mag manches Neues in den letzten Jahren auch antiquarisch ausgesehen haben: Wie Kupfer aus Sängern Charaktere modelliert, wie er den Chor in eine Masse einzelner Individuen verwandelt, bleibt die große Stärke dieses Opernvisionärs. Wenn selbst eine vierteljahrhundertalte Produktion noch immer in den Bann zieht, sagt das viel über die Qualität des dramaturgischen Ablaufes aus. Bei Kupfer bleibt nichts dem Zufall überlassen. Es gibt keine Stehgesänge an der Rampe, keine monotonen Gesten. Zudem ist es der guten Regieassistenz der Staatsoper zu verdanken, dass wenig Raum für Improvisation gelassen wird. Die Wiederaufnahme dieser Salome war der beste Beweis dafür, welche Höhepunkte das alltägliche Repertoire bereithält." (Klassik in Berlin)
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