Il Barbiere Di Siviglia |
 |
Oper von Gioachino Rossini
Die wohl bekannteste Rossini-Oper überschreitet in der Inszenierung von Ruth Berghaus ihr 300. Aufführungs-Jubiläum. Dennoch hat sie seit ihrer Premiere nichts an jugendlicher Frische und vitaler Fröhlichkeit eingebüßt. Sie erinnert in ihrer theatralen Direktheit, unterstützt von dem bestechend einfachen Bühnenentwurf des jungen Achim Freyer, an den Ursprung der Opera buffa in der italienischen Stegreifkomödie. Auf der Grundlage des Schauspiels von Beaumarchais schuf Rossini 1816 sein Buffowerk, dessen Lebendigkeit, Situationskomik und raffinierter musikalischer Witz es zu einem Hauptwerk der komischen Oper werden ließ.
Graf Almaviva interessiert sich für die schöne junge Rosina. Diese ist dem Grafen nicht abgeneigt, wird jedoch von Bartolo, einem missmutigen alten Herrn, im Hause festgehalten. Um durch List und Tücke den alten zu überlisten, nimmt Almaviva die Dienste des Barbiers Figaro in Anspruch, der sich diese gut bezahlen lässt. Welche sprühenden Einfälle Figaros verhelfen dem Grafen zu seinem Glück und wie gelingt es Rosina, den misstrauischen Alten immer wieder zu beschwichtigen?
Inszenierung: Ruth Berghaus (1968)
Bühnenbild und Kostüme: Achim Freyer
Musikalische Leitung: Julien Salemkour /
Alexander Vitlin
"Hin und wieder glückt jemandem irgendwo auf der Welt eine Inszenierung, mit der ein Werk so perfekt getroffen und gültig interpretiert ist, dass sie über Jahre hinweg weder veraltet noch langweilig wird. Dieses Wunder genialer Zeitlosigkeit gelang Ruth Berghaus 1968 mit Gioacchino Rossinis Il Barbiere di Siviglia an der Staatsoper. Der Witz, die Grazie und die unglaubliche Musikalität jener Aufführung überstand Generationen von Sängern, Dirigenten, Assistenten und auch den Fall der Mauer. Sie blieb kontinuierlich im Spielplan - nun gibt es in dieser Saison die 300. Vorstellung. Ruth Berghaus starb 1996, der Bühnenbildner Achim Freyer und der ursprüngliche Dirigent Otmar Suitner sind indes altwürdige Herren. Doch - Figaro hin, Figaro her - die Inszenierung hat nach wie vor keine grauen Haare."
(Berliner Zeitung, 2004)
|
 |
|
|
|
 |
|
|
 |
|
|