Tristan und Isolde |
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Eine Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner
Libretto von Richard Wagner
"Tristan und Isolde" wurde kurz nach Vollendung als das Neue schlechthin gepriesen und gilt heute als einer der Ausgangspunkte der Musik des 20. Jahrhunderts. Berühmt geworden ist Wagners so genannter Tristan-Akkord, ein Vierklang, welcher keiner Tonart eindeutig zuzuordnen ist.
Die Handlung dieser Oper beruht auf einer mittelalterlichen Dichtung. Der Tristan-Roman wurde um 1210 von Gottfried von Straßburg in elegantem und anmutigem Mittelhochdeutsch verfasst. Der Held der Oper, Tristan, Gefolgsmann und Neffe König Markes von Cornwall, besiegt den irischen Gesandten Morold im Zweikampf. Dabei wird ihm eine tödliche Wunde zugefügt, welche nur Morolds Braut Isolde heilen kann. Unter anderem Namen fährt Tristan nach Irland um sich von Isolde heilen zu lassen. Isolde erkennt seine wahre Identität, doch Hass und Rache schlagen in Liebe um, und so rettet sie Tristan das Leben und lässt ihn ziehen. Kurz darauf fährt Tristan nach Irland zurück um für König Marke um Isoldes Hand anzuhalten. Während der Überfahrt nach Cornwall gestehen sich beide ihre Liebe, weil Isoldes Dienerin Brangäne statt dem gewünschten Todestrank einen Liebestrank reicht. Aber Tristans Treue zu seinem Herren lässt ihn seine Liebe verschweigen. Der Name des Helden, Tristan, kommt von trist, weist zurecht auf ein trauriges Ende hin. Todessehnsucht durchzieht das Trauerspiel von Anfang an.
Musikalische Leitung: Pinchas Steinberg
Inszenierung: Götz Friedrich (1980)
Bühne: Günther Schneider-Siemssen
"Einen so spannenden, szenisch so bewegten ,Tristan' hat man noch nicht gesehen. Götz Friedrich erlöst Wagners zentrales Werk aus jeder Langeweile und Totenstarre." (Spandauer Volksblatt)
"Bewundernswert Götz Friedrichs Kunst der Personenführung: Positionen, Haltungen, Gesten und Blicke veranschaulichen die Gefühle der Handelnden so einleuchtend und eindringlich, dass es der Worte eigentlich gar nicht mehr bedarf." (Mannheimer Morgen)
"Ein bravouröser Beginn: Wie sich da die beiden Liebenden, Tristan und Isolde, gegenseitig reizen, herausfordern, zu verletzen suchen, getrieben von der unterschwelligen Furcht, ohne Ausweg zu sein – das ist meisterlich in Szene gesetzt. [...] Götz Friedrich hat Wagners Liebesdrama an der Deutschen Oper Berlin [...] klar und konzentriert inszeniert. Er verzichtet auf Deutungen, Erklärungen, Auslegungen. Er gibt der Handlung, die sich vor allem im Inneren der Personen, in ihrem Bewußt- und Unterbewußtsein abspielt, Raum. Sie kann sich unter seiner behutsamen Hand entwickeln, entfalten. Friedrich beschwört facettenreich der Menschen Einsamkeit, ihre Hoffnungen, Ängste, Fluchträume und lässt aus ihnen die Tragödie des doppelten Liebestodes wachsen." (Südkurier)
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