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Vorhang auf: Phillip Boa bei eventim.de

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    Gesamtwertung
     (12 Fan-Reports)
  • Berlin - Postbahnhof

    01.03.09

    Immer wieder genial ! von D.Koppi, 04.03.09
    Seit 20 Jahren gehe ich zu Phillip Boa und jedes mal ist es ein besonderes Erlebnis. Die Musik ist handwerklich perfekt und der Sound genial. Auch dieses mal hat es Boa perfekt verstanden, seine neuen Songs in einer gesunden Mischung mit den alten unter das Volk zu bringen. Ein Konzert, wo man nach 1,5 Stunden auf die Uhr schaut und fragt: ist jetzt wirklich schon Schluss ? Offensichtlich funktioniert es nicht ohne Pia. Pia wir lieben Dich!!!
  • 1.0 Sterne (12 Fan-Reports)
    Phillip Boa Fan-Reports Phillip Boa - Bewertungen
    D.Koppi 04.03.09 Phillip Boa Fan-Reports - Immer wieder genial ! Seit 20 Jahren gehe ich zu Phillip Boa und jedes mal ist es ein besonderes Erlebnis. Die Musik ist handwerklich perfekt und der Sound genial. Auch dieses mal hat es Boa perfekt verstanden, seine neuen Songs in einer gesunden Mischung mit den alten unter das Volk zu bringen. Ein Konzert, wo man nach 1,5 Stunden auf die Uhr schaut und fragt: ist jetzt wirklich schon Schluss ? Offensichtlich funktioniert es nicht ohne Pia. Pia wir lieben Dich!!!
  • Hamburg - Uebel und Gefährlich

    06.10.09

    06.10.2009 BOA + Liebezeit von Gunter, 12.05.10
    Das Uebel und Gefährlich liegt in einem Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, welcher mittlerweile zu einer Art kulturellem Zentrum in Hamburg ausgebaut wurde. Düster und bedrohlich erhebt er sich so in der Nähe des Hamburger Schanzenviertels, während draußen Hamburger Schietwetter ist und der Fischmarkt unter Wasser steht. Wir waren bis spät am Abend unentschlossen, was wir denn machen sollten, aber letztlich hat es uns doch hierhin verschlagen. Das Konzert ist nicht ganz ausverkauft, aber es ist gut besucht. Mittels eines Aufzugs, der einem jungen Menschen sinnvolle Beschäftigung bietet, da er ihn fahren, bedienen und reinigen darf, geht es in den vierten Stock. Dumpf dröhnt durch die Kabinentür Musik, die langsam lauter wird, während wir nach oben fahren. Dann öffnet sich die Tür und wir gehen in den Veranstaltungsraum, in dem schon die Vorband spielt. Die Vorband besteht aus einem Schlagzeuger und einem Gitarristen, die einen soliden Job erledigen. Nach kurzer Umbauzeit und dem Verteilen von Handtüchern gegen den Schweiß gehen Phillip Boa, der Voodooclub und Jaki „ich trommel ohne Bassdrum, aber dafür ist meine Tom tiefer gestimmt“ Liebezeit auf die Bühne. Der Gig beginnt und vom Anfang bis zum Ende hat man den Eindruck, dass die Band die Ruhe weg hat. Alle Lieder sind mit einer Layback-Haltung gespielt, die großartig und authentisch wirkt. Hier zahlt sich die Gelassenheit des Alters aus, denn die Band gibt es jetzt schon seit 25 Jahren. Herr Boa tanzt auf seine ihm eigene Art und fordert das Publikum immer wieder auf, zu applaudieren, was dieses auch dankbar tut, insbesondere wenn Pia das Mikrofon ergreift. Die ersten 11 Songs sind eher ruhigere Stücke, aber schon jetzt sind die ersten Reihen ausgesprochen gut gelaunt und man spürt, dass heute noch einiges geht. Als Jaki Liebezeit die Bühne verlässt, werden mehr Verzerrer eingesetzt und die Stücke schneller und intensiver. Nach und nach werden alle großen Hits gespielt: „This is Michael“, „Love on sale“, „I dedicate my soul to you“, „Albert is a headbanger“ und natürlich „Kill your idols“ ganz zum Schluss. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal zwischen anderen Menschen herumgesprungen bin, aber es hält mich im zweiten Teil des Gigs nichts mehr zurück. Neben mir sind die meisten auch schon über 30 und überhaupt ist es ein ruhiges, älteres und entspanntes Publikum, was einen wundervollen Abend genießen kann. Dazu trägt auch mit bei, dass der Sound nicht zu laut und einigermaßen gut ausgesteuert ist, auch wenn die Stimmen noch besser hervorstechen könnten. Kleinere Fehler beim Spielen fallen nicht ins Gewicht, denn vor allem hat man den Eindruck einer Punk- und Dark Wave- Band gegenüberzustehen, die die vergangenen Jahrzehnte überlebt hat und immer noch attraktiv ist, sympathisch und groß zugleich, deren Bandmitglieder Drogen nehmen und doch hell und klar sind. Hut ab vor dieser Leistung. Gegen 22.30 Uhr ist das Konzert vorbei, was eine sehr freundliche Zeit für Menschen ist, die arbeiten gehen.
  • Berlin - Astra

    10.10.09

    10.10.09 Phillip Boa & Voodooclub + Jaki Liebezeit von Gunter, 20.05.10
    Der Voodooclub rockte die Hauptstadt! Das Astra liegt auf dem RAW-Gelände unweit der Warschauer Brücke. Es wird von den gleichen Leuten betrieben, die auch das Lido betreiben und so bin ich anfangs sehr skeptisch, was das Haus angeht, denn im Lido habe ich bereits zwei schlimme Konzerterfahrungen gesammelt. Und vom Astra (Bier), was hier ausgeschenkt wird und deren Firma wohl auch den Namen und etwas Geld/ Sachmittel verdankt, kriege ich übrigens nach wie vor Kopfschmerzen, keine Ahnung, warum dieses Bier so hoch gehandelt wird. Dass bleiben dann aber auch der einzigen negativen Eindrücke des Abends. Die Klangqualität im Astra ist sehr gut, was wohl an der Zusammenarbeit mit einer Tontechnikfirma liegt, ebenso wie an dem durchdachten Konzept der Halle, die über einen Parkettfußboden und an den Wänden über geriffelte Holztafeln verfügt, was weniger zurückschwappende Schallwellen produziert und die ein ordentliches Belüftungssystem und eine große Bühne besitzt. Vor dem nicht ausverkauften aber gut gefüllten Konzertsaal gibt es einen großen Raum mit bequemen Sesseln. Da ich vor einer Woche in Hamburg beim Tourstart dabei war, kann ich beide Gigs ganz gut vergleichen. Die Karte ist fünf Euro billiger, dafür kostet der Toilettenmann extra. Das Publikum ist etwas weniger entspannt, dafür begeisterungsfähiger als in Hamburg. Insgesamt sieht man auch hier hauptsächlich die Gruppe der schwarz gekleideten, aber deutlich im Alltag angekommenen Mitdreißiger-Mitvierziger. Die Band scheint im Laufe der Tour ein ganzes Stück zusammengewachsen zu sein. Auf der Bühne merkt man ihr die Einheit an. Alles erscheint mir ein wenig schneller gespielt, aber dem fantastischen, nach Klick spielenden Drummern ist ohnehin kaum ein Fehler nachzuweisen. Ausdrücklich gelobt werden muss die Tontechnik, denn es ist jedes Instrument und jeder Ton gut zu hören. Die Band wirkt gelöst und entspannt. Mein Bruder meint, dass Phillip Boa immer mehr wie David Bowie aussieht, was aber nichts schlechtes ist. Außerdem fragen wir uns, ob Phillip und Pia wieder zusammen sind. Nach der ersten Hälfte des Gigs - beendet mit „Diamonds fall“, was ein gutes Lied ist - gibt die Band mit all ihren Klassikern Gas und die Menge beginnt auch hier zu toben. Neben mir springen bärtige Männer herum und leichtfüßige Mädchen recken ihre Hände, die dann auch abgeklatscht werden. Gegen Ende darf sich mein Bruder - immerhin sind die Karten sein Geburtstagsgeschenk - noch sein Lieblingslied „And then she kissed her“ anhören und ganz zum Schluss gibt es noch das unverwüstliche „Kill your ideals“. Alles in allem bleibt das Fazit auf dem Konzert einer gelösten, durch alle Höhen und Tiefen des Popbusiness gegangenen Band gegenüber gestanden zu haben, die gegenüber Hamburg überall noch mal eine Schippe draufgelegt hat und die wohl wie keine andere deutsche Band im Moment den Klang und die Faszination der 80er Jahre wiederbeleben kann. Das soll nicht heißen, dass diese Band unmodern ist, im Gegenteil. Hier wird ein klares Konzept und jede Menge kreativer Ideen sichtbar, die man bei Bands heute in dieser Intensität im Moment nicht oder kaum erlebt, weil es nicht mehr Spex vs. Rolling Stone vs. Bravo heißt, sondern alle für sich und alle gegen alle und damit natürlich Konzepte viel schwerer zu entwickeln sind. Und natürlich erwartet man als Zuhörer viel zu viel und viel zu schnell, während Geduld wohl eine Tugend ist, war und bleibt, was uns so manches an Gutem übersehen lässt. So in etwa.

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