02.11.10 Der Rockstar bezeichnet sich selbst als Feminist

London (nk) – Rockstar Jon Bon Jovi ist nicht nur ein Sexsymbol, er ist auch ein waschechter Feminist. Denn auch wenn sich der 48-Jährige bezüglich seiner Band Bon Jovi gern mal als "CEO eines Großkonzerns" bezeichnet – privat überlässt er die Führungsposition offenbar bereitwillig seiner Frau Dorothea.

In einem Interview mit dem "Observer" erklärte Bon Jovi (mit bürgerlichem Namen John Francis Bongiovi jr.) die Machtverhältnisse im trauten Heim, das er mit seiner Ehefrau Dorothea und seinen vier Kindern bewohnt, wie folgt: "Ich bin weise genug zu realisieren, dass Frauen viel klüger als irgendein Mann sind und dass Frauen die Welt kontrollieren."

Und auch auf die Frage, ob er sich selbst als Feminist sieht, hat der Sänger eine eindeutige Antwort: "Ja! Ja! Und die Idee, dass die Lohntarife ungleich sind, ist mir unbegreiflich. Jeder Mann weiß – und wenn er es nicht sagt, ist er ein Lügner – dass er seine Weisheit von seiner Mutter, seiner Frau und seinen Töchtern bekommt."

In seiner Rolle als Sexsymbol fühlte sich der Amerikaner dennoch lange nicht wohl. "Jetzt kann ich sagen: 'Danke – das ist ein wundervolles Kompliment.' Mit 26, 27 war ich darüber total angepisst. Weil ich dachte: 'Verdammt noch mal! Ich arbeite so hart! Ich strenge mich so an! Ich versuche zu tun, was ich tun will, während ich versuche euch zu gefallen!" Dass trotzdem regelmäßig alle nur über sein gutes Aussehen sprachen, war für den Musiker nicht gerade erfreulich.

Wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass der 48-Jährige die Erscheinungen des Älterwerdens zwiegespalten sieht. "(…) Ich bin furchtbar aus der Form derzeit. (…) Ich habe 5 Kilo Übergewicht. (…) Ok. Ich bin nicht der fette Elvis. Für 48 sehe ich okay aus. Aber du weißt schon. (…) [Der Vorteil am Altwerden ist aber], dass du irgendwann mal deine Eltern und ältere Leute in deinem Leben angesehen hast und gesagt hast: 'Nein! Ich möchte nicht leben, um so alt zu werden! Ich will das nicht!' Aber es ist wirklich … viel besser als zu sterben. Und es gibt zu viele Leute, die in meinem Alter sind, die sterben. Gott, das möchte ich wirklich nicht sein! Das wäre furchtbar!" nk / eventim / talk

Bon Jovi live 2011:
10.06. Dresden, Ostragehege
12.06. München, Olympiastadion
13.07. Düsseldorf, Esprit Arena
16.07. Mannheim, Maimarktgelände