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Billy Bragg

Vorhang auf: Billy Bragg bei eventim.de

Was ist nicht alles passiert seit 1983, als Billy Braggs erste Platte "Life’s A Riot with Spy Vs Spy" (mit denkwürdigen 16 Minuten Spielzeit bei ungewöhnlichen 45 Umdrehungen pro Minute) auf den Markt kam. Helmut Kohl war gerade Bundeskanzler geworden und Michail Gorbatschow war noch lange nicht Generalsekretär der KPdSU. Aber Bragg ist sich seit damals treu geblieben. Er ist immer noch Sozialist. Er tritt immer noch auf die Bühne, um seine politischen Ansichten zu vertreten. Er findet Krieg noch immer das Nutzloseste auf dieser Welt, und natürlich hielt er eher zu Gorbatschow als zu Kohl. Und ebenso selbstverständlich, wie er sich in den 80ern mit den Bergarbeiterstreik und gegen die Wirtschaftspolitik von Margaret Thatcher soldarisierte, nimmt er heute Anteil an der Occupy-Bewegung. Aber Bragg sagt im Interview auch: „I’m not a political songwriter. I’m an honest songwriter. I try and write honestly about what I see around me now.“


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Über diesen Künstler

Künstler-Biografie

Billy Bragg, (* 20. Dezember 1957 in Barking (Essex), heute zu London, England) geboren als Stephen William Bragg, ist ein britischer Singer-Songwriter. Seine Themen reichen von Liebesballaden über traditionelle Arbeiterlieder bis zu Protestliedern zu aktuellen politischen Ereignissen. In seiner Musik verbindet er Elemente von Pop, Folk, Rock und P...
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    Billy Bragg
      4.6 Sterne, aus 14 Fan-Reports
  • Düsseldorf - ROBERT-SCHUMANN-SAAL

    02.11.13

    Billy Bragg in Düsseldorf von Bergischer Löwe, 29.11.13
    Es war mein erstes Live-Konzert von Billy Bragg: Zwar begleiten mich seine Songs schon seit den frühen Achtzigern des inzwischen vorigen Jahrhunderts, doch erst jetzt – inzwischen ebenfalls sichtlich ergraut – hatte ich mir online eine Karte erworben für das „Neuer Herbst Festival“, in dessen Rahmen eben jener Herr Bragg auftrat im kleinen Robert-Schumann-Saal der Stadt Düsseldorf. Die Lokalität liegt inmitten des Kunstpalastes, einem Museumsareal, das Mitte der zwanziger Jahre wiederum des 20. Jahrhunderts von jenem Architekten Robert Kreis entworfen wurde, der während des 2. Weltkriegs monumentale „Totenburgen“ für die vor sämtlichen, verstreut über „the whole wide world“ zu „Ehren“ des krummbeinigen, psychopathischen Österreichers – Heinz Hiedler oder so ähnlich – gefallenen Wehrmachtssoldaten zeichnerisch aufs Reißwolfbrett strichelte. Danken wir von Herzen dem „lieben Gott“, daß diese „Visionen“ nur papierner Kram geblieben sind … Die Einlaßriten des Robert-Schumann-Saales empfand ich als schon reichlich außergewöhnlich: Erst gegen halb acht – der Konzertbeginn war laut Ticket auf 20.00 Uhr terminiert – öffneten sich die äußeren Pforten, so geschätzte zehn Minuten vor der Show wurde unsereins dann aber erst in die unterirdisch gelegene Veranstaltungstätte eingelassen. Begleitet von einem komfirmationsbeanzugten Kartenkontrollör, der einem tatsächlich sowas wie „einen vergnügten Abend“, „herzliches Vergnügen“ oder „Wenn Sie im Laufe der nächsten Stunden Ihren Platz einnähmen, wäre das voll in Ordnung. Übereilen Sie nur nichts!“ wünschte. Zeit spielt im Kunstpalast offensichtlich keinerlei Rolle, was im Nachhinein gesehen einen sehr sympathischen Zug wiederum dieser Veranstaltungsstätte darstellt. Da kenne ich weitaus hektischere Einlaßprozeduren, mit heillos überfordertem bzw. angesichts eines gnadenlosen Publikumsansturms sang- und klanglos scheiterndem Ordnungspersonal. In den Hamburger „Docks“ beispielsweise, im Jahre 2003, anläßlich der allerersten Clubkonzerte auf heimischem Boden eines gewissen Herrn Zimmermann aus den Vereinigten Staaten: Damals wurden am zweiten Abend die Eingangstüren geschlossen, nachdem die Ordner im Wortsinne von den Einlaßsuchenden niedergerannt worden waren. Habe ich mir jedenfalls sagen lassen, denn da war ich gottseidank schon drin im Gebäude und in der ersten Reihe vor der Bühne. Aber genug der Abschweifungen … Im Rahmen anderer Fanreporte wurde mittlerweile mehrmals bemängelt, daß a) ein solch kleiner und dazu auch noch volle Möhre bestuhlter Saal und b) ein bis auf ein paar seitwärts konvulsivisch wackelnde ältere Herren die Zuhörerschaft recht passiv das Konzert über sich ergehen gelassen habe, ja, kaum Stimmung aufgekommen sei … Da habe ich komischerweise ganz anderes erlebt: Nach der unangekündigten Vorgruppe – ein paar aufstrebende Jungtalente aus Newcastle, „The Gisberts“ oder so ähnlich – und einer sowieso dann anschließend notwendigen Umbaupause, stieg ein hoch- bzw. höchst-, also schlußendlich etwas übermotivierter Ansager auf die Bühne, der einerseits fälschlich darauf hinwies, daß Billy Bragg ein sich seit Jahrzehnten treu gebliebener „Protestsänger“ sei – unter uns: Billy Bragg ist weitaus mehr als das, aber hallo! – und „manche“ ihn als „neuen Bob Dylan“ bezeichneten (von denen gibt es ja mittlerweile Legionen, und dennoch bleibt Dylan einzigartig, 2013 mehr als je zuvor, wie seine jüngsten Konzerte eindrucksvoll bewiesen). Die Pointe, bereits an dieser frühen Stelle sei es ausgepetzt, folgte sogleich: Billy Bragg eröffnete den Set mit seiner ganz persönlichen Paraphrase auf Dylans „Chimes Of Freedom“: dem Song „The Clashing Of Ideologies“. Was folgte, war ein furioser „Run“ durch ein mittlerweile ungefähr dreißig Jahre ragendes Repertoire genialer Songs, die der Herr Bragg darbot, als hätte er sie erst justement geschrieben: Ja, so LEBENDIG hörte sich das alles an, und das Düsseldorfer Publikum – darunter ein bis ins Mark begeisterter „bergischer Löwe“ – nahm’s äußerst wohlwollend (die neueren bzw. ganz neuen Stücke) bis enthusiastisch (die „Klassiker“) auf. Also nix mit „schlapper“, passiver Zuhörerschaft – die Stimmung war hervorragend, und sie bemißt sich nun wahrlich nicht unbedingt daran, daß das gesamte Mobiliar vor Wonne niedergetrampelt wird. Die am Rande hin- und herschwankende Altherrenriege war im übrigen, so mein rein subjektiver Eindruck, sowieso eher darauf aus, ein wenig bessere Sicht auf die Bühne zu gewinnen wie simultan ihren angetrauten „Schätzkes“ zu beweisen, daß noch einigermaßen Leben ihn ihnen, also den schnippschnapp „Lebensabschnittspartnern“ stecke. Oder, wie nun nochmals der herbeigezogene Herr Zimmermann es bereits 1990 formulierte: „Wiggle, wiggle, wiggle like a ton of lead.“ MEHR Bewegung war da weißgott oder aber „letztends“ (M. Sammer) auch nicht drin. Aber geschenkt. Insgesamt also verlebte der auch schon recht verlebte „Bergische Löwe“ einen äußerst unterhaltsamen Abend, beschloß seine persönliche Konzertsaison 2013 (Neil Young: Köln; Bob Dylan: Hannover, 2 x Hamburg, Düsseldorf; Billy Bragg: ebenda) hochzufrieden und seelisch bzw. „geistig-mental“(Helmut [„dem Dicken“] Kohl) gepanzert für die kommenden Fährnisse des Lebens, wenigstens mittelfristig. Genoß eine in angenehm entspanntem resp. unangestrengtem Drumherum stattfindende konzertante Darbietung des Herrn Bragg und fuhr am Ende mehr als glücklich heim. Wenn aber Billy Bragg erneut in die Niederungen NRWs (wo das Kraft-Löhrmann-Regime herrscht) sich verirren sollte demnächst, also beispielsweise 2014, und egal, WO er dann spielt: Da werde ich unbedingt hinfahren! Wenn’s sein muß, sogar nach Bochum. Nimmt sich zumindest schwerstens vor der Bergische Löwe. “Woll?”
  • München - STROM LINIENCLUB

    14.11.13

    Großartige Performance! von Kada 75, 17.11.13
    Tolle Stimmung, tolle Band, toller, tapferer Sänger! Trotz Halsschmerzen 2,5 h durchgehalten, Respekt!!! Alle Stücke toll, bekannt!
  • München - Strom

    14.11.13

    Frechheit von seasick101, 15.11.13
    Das schlechteste Konzert auf dem ich jemals war. Dass man mal krank wird, passiert jedem, aber dann darf ich kein Konzert geben! Seine Stimme war genauso mangelhaft wie das Konzept des ganzen Abends, falls das überhaupt existent war. Der Typ hat wahrscheinlich mehr geredet als gespielt, was an sich nichts Schlechtes sein muss, aber das Niveau der ewigen Ansagen war bodenlos und wurde schnell langweilig. Schlimm war auch, dass die Ansprachen vom Inhalt her ein schlechter Witz waren. Ich wusste schon, dass da ein Rebel vor mir steht, aber dem Kapitalismus eine Hassrede halten und kurz darauf die unterschriebenen CDs am Merchandise anpreisen ist absolut lächerlich. Hoffentlich investiert Billy mein Geld gut, er hat es wohl nötig...

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