Freunden der musikalischen Diversität kann man diese Band nur wärmstens ans Herz legen - Sonic Boom Six vereinen Elemente aus Electro, Pop, Punk, Dubstep, Ska, Metal und Hip-Hop zu einem ganz eigenen Stil. Beim Anhören des selbstbetitelten vierten Albums der Band gewinnt man den Eindruck, das Quintett quelle vor Ideen geradezu über: Schon der Opener "For The Kids Of The Multiculture" startet mit einem wuchtigen Gitarren-Riff, überrascht im Refrain mit fröhlichem mehrstimmigem Gesang und kombiniert das Ganze dann auch noch mit Rap-Einlagen. "Virus" koppelt einen dröhnenden Synthie-Teppich mit Versen nah am Sprechgesang à la Rage Against The Machine und poppigem Refrain. "Karma Is A Bitch" schlägt in dieselbe Kerbe, stellt aber Drums und brachiale Gitarren in den Vordergrund und ergänzt die Mischung um energetische Shoutings. Das Gegenstück "Karma Is A Lady" präsentiert sich als chillige Nummer zwischen Dubstep, Rap und Ska. "The High Cost Of Living" wartet ebenfalls mit prägnanten Dubstep-Fragmenten auf, vereint diese aber mit klassisch anmutenden Spinett- und Bläserarrangements. "S.O.S (State Of Shock)" spielt mit einem Funk-Riff und Bläser-Einlagen und schafft dabei mit Effekten wie Sirenen-Geheul und Radio-Ansagen eine leicht bedrohliche Stimmung". Who Will Survive" drifted gen "Skindred trifft Lady Gaga". Abwechslung gefällig? Dann sind SB6 genau die richtige Wahl.
Die Anerkennung der Genre-Größen hat er auch umgehend eingesackt: Künstler wie Snoop Dogg, Dr. Dre (über dessen Label "Aftermath" auch der Longplayer erschienen ist) oder Lil Wayne lobten das Talent des Nachwuchs-Stars bereits über den grünen Klee. Nicht weniger begeistert zeigt sich die internationale Musikpresse – so schrieb beispielsweise der britische "Guardian" über Lamars Song "The Recipe", er sei so gut, dass er einen sogar dann dazu bringe, zu glauben, man cruise in einem Cabrio durch Los Angeles, wenn man eigentlich im Bus sitze. Anfang 2013 präsentiert der US-Amerikaner seine neue Platte hierzulande auf Clubtour in intimen Locations.