Abwechslungsreicher Rock mit druckvollen Gitarren und prägnantem Schlagzeug: Schweden liefert mit The Durango Riot einen Musikexport, dessen Namen man sich merken darf. Support-Shows für Bands wie Social Distortion, The Soundtrack Of Our Lives, Billy Talent oder The Offspring verschafften den Skandinaviern ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit - mit der Veröffentlichung des zweiten Albums "Backwards Over Midnight" dürfte das Quartett dem endgültigen Durchbruch noch einen Schritt näher gekommen sein. Bereits der Opener "Everybody’s Got To Go" weiß mit einer groovenden Bassline und einem geschickt aufgebauten melodischen Spannungsbogen zu überzeugen. "Do It Like A Fiend" und "The Last Look” bieten Ohrwurm- und Mitsing-Potential sowie ordentlich Drive. "Shiny Season” startet eher ruhig, überrascht aber im späteren Verlauf mit einem von Bläsern und Drums gestützten Höhepunkt. "Realdogs" offenbart kurz vor Schluss Headbang-Möglichkeiten, bevor The Durango Riot mit dem abschließenden Track "Gone South" so richtig in die Vollen gehen und Tango-Rhythmen ins Rock-Gewand hüllen. Für Fans facettenreicher härterer Klänge ein echter Ohrenschmaus.
Als Leadsänger von Death Cab For Cutie und The Postal Service hat sich Ben Gibbard in der Indie-Szene einen Namen gemacht. Unter dem Pseudonym "All-Time Quarterback" startete Gibbard allerdings bereits vor der Gründung von Death Cab als Einzelkünstler durch. Jetzt wandelt er noch einmal auf Solo-Pfaden: Am 19. Oktober veröffentlicht der 38-Jährige sein Solodebüt, das den Titel "Former Lives" trägt. Die Scheibe setzt sich laut Gibbard aus sehr unterschiedlichen Songs zusammen, die durch seine Stimme und sein Songwriting verbunden werden. "Former Lives" enthält unter anderem Stücke, die einfach nicht so richtig auf die vergangenen Alben seiner Band gepasst haben, dem Musiker aber dennoch am Herzen liegen. Im November ist der Songschreiber auf Clubtour in Hamburg und Berlin zu sehen.