"It hurts too much to stay but I won’t let go / One more round / Who is the first to throw / Standing in line for the wrecking ball" – nur eine von vielen melancholisch-sehnsüchtigen Textzeilen (in diesem Fall aus dem Song "Solar"), die einem Johannes Sigmond a.k.a. Blaudzun auf seinem dritten Studioalbum "Heavy Flowers” ins Ohr haucht. Mit seiner weichen, anschmiegsamen Stimme singt der Niederländer dem Hörer Textfragmente ins Hirn, die nicht mehr wegzukriegen sind. Der 37-Jährige malt Bilder in Sepia- und Pastelltönen mit allen Mitteln, die das Indie-Folk-Genre zu bieten hat: Spartanisch nur mit Vocals und plätschernder Akustikgitarre und sparsam eingesetzten Piano-Akzenten ("Monday"). Getrieben percussion-lastig ("Sunday Punch"). Mit eingängiger Banjo-Begleitung ("Another Ghost Rocket") oder opulent instrumentiert inklusive Glockenspiel ("Elephants").
Sie gilt derzeit als vielversprechendster Rohdiamant des Female Rap: Die gebürtige Australierin Iggy Azalea hat den Sprung in die Empfehlungslisten von Billboard durch selbst gedrehte Videos geschafft. Mit Vorbildern wie Tupac, Kanye West oder Gwen Stefani, deutlichen Texten und eingängigen Beats mauserte sich die Blondine zum heißen Geheimtipp. Die Filmchen zu ihren Songs "Murda Bizness (feat. T.I.)" und "Pu$true" erzielten mittlerweile jeweils weit über eine Million Klicks. Auch Genre-Größe T.I. wurde ursprünglich auf ihre YouTube-Präsenz aufmerksam und brachte sie beim Label "Grand Hustle" unter. Am 27. September erscheint mit "TrapGold" ihr zweites Mixtape, die Veröffentlichung ihres Debütalbums "The New Classic" ist für Ende 2012/Anfang 2013 geplant. Im Oktober kommt die 22-Jährige für zwei Konzerte nach Deutschland.