Auf Hochglanz polierter Dancefloor trifft dreckigen Kellerclub. Electronica-Sounds werden von scheppernden Hardcore-Gitarren und Doublebass-Schlagzeug zerrissen. Nintendo-Geklimper schmiegt sich an dröhnende Dubstep-Bässe. Shoutings und Growls kuscheln sich an weichen, melodischen Gesang. Acoustic-Pickings werden von Synthies abgelöst... Breathe Carolina erwecken den Eindruck, man hätte komplett unterschiedliche Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen miteinander vermengt: Und trotzdem - was unvereinbar scheint, fügt das Duo aus Denver zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen, bei dessen Erklingen man sich dem Sog gen Tanzfläche unmöglich entziehen kann. Anspieltipps auf "Hell Is What You Make It: Reloaded" sind "Wooly", "Hit And Run", "Lauren’s Song".
Seattle gilt bereits seit der Hochzeit des Grunge als Wiege innovativer Musik. Auch Band Of Horses sind aus der Musikmetropole im Nordwesten der USA aufgebrochen, die Bühnen dieser Welt zu erobern. Das Erfolgsrezept: Inhaltsschwangere Texte und ein musikalischer Facettenreichtum, der von druckvollem Indie-Rock mit scheppernden Gitarren bis hin zu folknahem, verträumtem Pop mit Neigung zum Minimalismus reicht. Alle Zwischentöne inbegriffen. Dieses Konzept funktioniert so gut, dass es Mastermind Ben Bridwell und seinen Gefährten bereits Auftritte im Vorprogramm der Grunge-Heroen Pearl Jam gesichert hat. Im September veröffentlichen Band Of Horses ihr viertes Studioalbum, das den Titel "Mirage Rock" tragen wird. Die Gelegenheit, die neuen Stücke hierzulande live zu erleben, bietet sich nur bei einem einzigen Konzert im Berliner Admiralspalast. Hingehen!