Die Liars gelten allgemein als ziemlich unberechenbar. Die Combo aus New York einem Genre zuzuordnen, ist kaum möglich, hüpfen die Jungs doch bei ihren bisher veröffentlichten Werken munter zwischen verschiedensten Stilen hin und her. Die Band surft hier mal eine Welle zwischen Punk und dreckigem Rock 'n' Roll, setzt dann wieder auf poppiges Ambiente oder schießt beim Experimentieren schon mal so weit übers Ziel hinaus, dass die Musikpresse ihr Album "They Were Wrong, So We Drowned" als "sadistisch" und „unhörbar“ einstufte. Ganz anders das aktuelle Album "WIXIW", mit dem sich die US-Amerikaner erstmals kompromisslos in Electro-Gefilde wagen. Die Scheibe präsentiert sich düster, eindringlich und textgewaltig. Zieht einen der Opener "The Exact Colour Of Doubt" noch mit einem zu Beginn vage an Coldplay erinnernden Klanggerüst in flauschig-verträumte Soundwolken, zeigt sich "Octagon" gleich im Anschluss mit hektischem Rhythmus aufgeregt und chaotisch. "Flood To Flood" und "Brats" zwingen einen mit wiegenden, dröhnenden Beats geradezu auf die Tanzfläche, bevor die Platte mit "Annual Moon Words" da endet, wo sie angefangen hat – mit detailreich ausgearbeiteten Chill-Out-Klängen.
Düstere Arrangements in Moll, gepaart mit hohem Gesang gelten als Markenzeichen von Grizzly Bear. Im September veröffentlicht das Quartett aus New York sein viertes Studioalbum "Shields". Mit "Sleeping Ute" hat die Band bereits die erste Single vom Nachfolger ihres Erfolgs-Longplayers "Veckatimest" ins Netz gestellt. Der Track präsentiert sich ungewöhnlich vielschichtig: Im ersten Teil mit brachialen Drums und Gitarren-Klängen, später nur von Akustikgitarre und Stimme geprägt. Man darf also gespannt sein, was die Jungs im Gepäck haben, wenn sie im Oktober nach Deutschland kommen, um die Clubs in Hamburg, Berlin und Köln zu rocken.