Sebel schöpft die Inspiration für seine Texte aus seinem eigenen Leben. Das ist nun mal so, sagt der Mann aus Wanne-Eickel im Video auf seiner Homepage, dass man "als Rock 'n' Roller in zerrissenen Jeans" heutzutage keine "geilen Weiber" abbekommt. Und wenn man Letztgenannte dann stattdessen jeden Samstag in seinem Lieblingsclub mit den "Spackos" abtanzen sieht, denkt man(n) sich eben schon mal herzhaft: "Scheiss auf die Disco" – bis zum darauffolgenden Samstag. Dann kann das Ganze nämlich wieder anders aussehen, und Sebel fragt sich stattdessen: "Wer soll das alles f***en?" Unverblümt und ungeschminkt rotzt der Ruhrpott-Rocker auf seiner EP "Scheiss auf die Disco", untermalt von ehrlichen Gitarren- und Schlagzeug-Klängen, seine Alltagsbetrachtungen heraus. Dabei bewahrt sich der Pott-Prolet allerdings stets ein ironisches Augenzwinkern und scheut sich auch nicht, seinen Songs einen gewissen Touch der Melancholie zu verpassen. So kommt es, dass der Protagonist des Stücks "Wie deutsch kann man sein?" am Strand von Malibu plötzlich von Schnittchen und Geselligkeit träumt. Im Juli erscheint das gleichnamige Debütalbum von Sebel. Wer an der EP Gefallen findet, muss also nicht lange auf neues Material warten – und kann es sich ab Mitte Juni auch bereits live zu Gemüte führen, wenn Sebel sich auf den Weg durch die Clubs macht.
Seit ihrer Gründung 2007 werden Odd Future Wolf Gang Kill Them All (oder kurz: OFWGKTA) als Zukunft des Hip-Hop gefeiert. Mit seiner tabulosen Mischung aus Rap und elektronischen Sounds hat das aus insgesamt elf Musikern bestehende Künstlerkollektiv von Los Angeles aus die Welt erobert. Live stehen Tyler, "The Creator", Hodgy Beats, Earl Sweatshirt, Domo Genesis, Mike G., Frank Ocean, Left Brain, Syd Tha Kyd, Jasper Dolphin und The Super 3 in dem Ruf, ihre Konzerte regelmäßig zu wilden Punkrock-Shows ausarten zu lassen. Stagediving und grölende Fans inklusive. Wer sich davon selbst ein Bild machen möchte, hat dazu im August in Hamburg, Berlin und Köln Gelegenheit.