Es wird mit Spannung erwartet: Das erste Studioalbum, das die Post-Hardcore-Rocker Hot Water Music nach acht Jahren Dürre veröffentlichen. "Exister" erscheint hierzulande am 18. Mai und – das sei gleich vorausgeschickt – wird die Erwartungen nicht enttäuschen. Schon der Opener "Mainline" baut mit dominanten Drums ordentlich Druck auf und überzeugt - typisch für die Kalifornier - mit abwechslungsreichen, perfektionistisch komponierten Gitarrenparts. Beide Charakteristika ziehen sich als roter Faden durch die ganzen 13 Songs der Scheibe. "Boy, You’re Gonna Hurt Someone" stellt dabei den heiseren und kraftvollen Gesang in den Vordergrund. Ebenso "State Of Grace", das dem Hörer einen Refrain ins Ohr pumpt, der einfach nicht mehr aus dem Kopf geht. "Drown In It" kommt etwas softer, melancholischer daher. "Drag My Body" (unser Free-Download-Song diese Woche, der schon den ersten akustischen Vorgeschmack auf die Scheibe gibt) ist eine melodische Nummer, die an Eingängigkeit kaum zu überbieten ist. Will man denn unbedingt Vergleiche ziehen, so kommen einem Größen wie Pearl Jam oder die Foo Fighters in den Sinn, gewürzt mit etwas rotziger Punk-Attitüde. Auf ihrem neuen Werk können HWM ihre Energie halten, bis "Exister" mit "Paid In Full", einem gitarrenlastigen Midtempo-Stück, ausklingt.
Mit "Visions" ist Anfang März hierzulande Grimes drittes Album erschienen. Die "New York Times" betitelte das Werk als "bisher eines der beeindruckendsten Alben des Jahres". Die Kanadierin ist derzeit ohnehin der Liebling der Medien. Ihr verträumter Elektro-Pop sicherte Claire Boucher, wie die 24-Jährige mit bürgerlichem Namen heißt, auch bereits eine Erwähnung in der "One To Watch"-Rubrik des "Observer". Dort erklärte sie, dass sie mit dem Musikmachen eigentlich nur angefangen habe, weil sie bereits als Kind einen nervösen Tick gehabt habe, der sie veranlasste, ständig auf Gegenständen herumzutrommeln. Ein Glück - hätte die Welt doch sonst ihre wunderbar eingängigen, tanzbaren Songs entbehren müssen.