Sehnsüchtig, rotzig, rockig, verträumt – wie viele Eindrücke man auf einer Platte zusammenbringen kann, zeigen The Floor Is Made Of Lava mit ihrem Zweitwerk "Howl At The Moon" auf eindrucksvolle Art und Weise. Der Titel hat was Treffendes, lässt ein verlockendes Bild entstehen, das die Dänen musikalisch halten können. Das Quartett schafft dabei eine beeindruckende Gratwanderung: Auf der einen Seite ist die Band voll da, präsent und eindringlich, so dass das schmissige "Harder Than You Think" glatt an die Beatsteaks erinnert, während "Over The Top/Valley Of Darkness" mit einer energetischen Hookline gen Billy Talent driftet. Auf der anderen Seite steht eine verträumt-abwesende Form des Indie-Rocks, die im zeitweilig fast hymnischen, aber trotzdem kraftvollen "All Outta Love" einen Höhepunkt findet. "Sailors, Cowboys & Indians" vereint dann gleich beides in einem Song: stampfende Rhythmen und sehnsuchtsvolle, in die Ferne schweifende Vocals. Das wirklich Einzige, was an der Scheibe zu "bemängeln" wäre, ist, dass die Nordlichter einem so viele einprägsame Melodien in den Kopf setzen, dass man sie einfach nicht mehr loswird. Einlegen, anhören, genießen!
Ihre sarkastischen Songtexte und das energetische Soundgewand zwischen Punk und Metal haben Every Time I Die seit ihrer Gründung 1998 eine treue Fangemeinde gesichert. Auf ihrem aktuellen Longplayer "Ex Lives" erfindet sich die Band aus Buffalo quasi neu, ohne sich dabei untreu zu werden: Zu gewohnt harten Metal-Riffs gesellen sich Keyboard- und Synthiesounds. Auch mit für die Hardcore-Szene eher ungewöhnlichen Instrumenten gesetzte Akzente wie Banjoklänge oder Flötenspiel finden sich auf der Anfang März veröffentlichten Scheibe. Im Mai präsentiert das Quartett, das für seine mitreißenden Live-Performances bekannt ist, das Werk auf Clubtour in Deutschland.