Bereits in den Achtzigern und Neunzigern haben sich The Jayhawks als eine feststehende Größe des Alternative Country einen Namen gemacht. Seit 1995 musste die Band ohne Sänger Mark Olson auskommen, nahm mehr psychedelische und rockige Komponenten in ihre Musik auf und legte von 2005 bis 2009 eine komplette Pause ein. 2011 tat man sich mit Olson wieder zusammen und veröffentlichte im Oktober das Album "Mockingbird Time". Die Platte hat trotz der klaren Country-Wurzeln einige Überraschungen zu bieten: So präsentiert sich beispielsweise der Opener "Hide Your Colors" eingängig-poppig, "Closer To Your Side" kommt mit Rockabilly-Anklängen daher und der "High Water Blues" hält, was der Name verspricht. Trotzdem bleibt man sich treu. "Stand Out In The Rain", "Black-eyed Susan" und "Pouring Rain At Dawn" überzeugen durch ihre schöne Akustikgitarren-Begleitung und auch thematisch gibt sich das Werk romantisch-sehnsüchtig und naturverbunden. Beim Anhören von Lagerfeuer-Schunklern wie "Guiler Annie" möchte man sich eigentlich umgehend aufs Pferd schwingen und gen Sonnenuntergang reiten.
Das britische Alternative-Rock-Duo Blood Red Shoes ist bekannt für seine energiegeladenen, heftigen Live-Shows. Laut Drummer und Sänger Steven Ansell war es von Anfang an ihr Ziel, live "groß und intensiv" zu klingen. Der Weg dahin führt für den Engländer und seine Bandkollegin Laura-Mary Carter allerdings nicht über opulente Effekte: Rohe Gitarren-Riffs, wummernde Drums und auf das Wesentliche reduzierte Songs sind für die beiden Musiker das Mittel der Wahl. Dabei verbinden sie gekonnt Rock und Punk mit poppigen Elementen. Im April und Mai sind die Blood Red Shoes auf Clubtour in Deutschland unterwegs.