Wir verreisen in ein anderes Universum. Die Bondage Fairies haben nämlich nicht nur ihren Bandnamen von einer pornografischen Manga-Reihe übernommen, sie flechten in ihre Mischung aus Punk und Alternative-Rock auch 8-Bit-Sounds, die einem das Gefühl vermitteln, man sei in die Achtziger versetzt worden. Als säße man wieder vorm C64 und vertriebe sich die Zeit mit den "Giana Sisters" oder "Pacman". Mit ihrem selbstbetitelten dritten Album entführt die Band, die sich gern mit spacigen Masken auf der Bühne zeigt, den Hörer auf eine abwechslungsreiche Fahrt. So können die Stockholmer trotz elektronischer Klänge schon mal brachial werden ("I’m To Her What She Used To Be To Me" mischt Indie-Rock-Klänge mit einem Gitarren-Riff, das sich auch im Metal gut machen würde). Das Klangspektrum steht generell im Vordergrund, mit Texten halten sich die Schweden eher zurück. Sind sie vorhanden, wirken sie eher als zusätzliches Instrument. Sie entwerfen Bilder, statt Geschichten zu erzählen ("Star Signs"), drehen sich um Liebe ("Morphine") oder Sex ("Schocked But Not Surprised") oder präsentieren sich als Poetry-Slam-Gebilde, die viel Raum für eigene Interpretationen lassen ("1-0").
Steve Aoki hat als Gründer des Elektro- und House-Labels Dim Mak Bands wie Bloc Party, die Klaxons, MSTRKFT, The Kills und Gossip mit aufgebaut. Als DJ und Produzent schon lange bekannt für hochkarätige, tanzbare Elektro-Mixes (z. B. von Franz Ferdinand, Lenny Kravitz und Snoop Dogg) hat er mit "Wonderland" kürzlich seinen ersten vollwertigen Longplayer herausgebracht. Das Album strotzt nur so vor prominenten Gästen. Rivers Cuomo, LMFAO, Kid Cudi und zahlreiche weitere Künstler liehen Aoki bei der Produktion ihre Stimme. Im April ist der Amerikaner hierzulande auf Clubtour unterwegs.