Für ihr Debütalbum "Color It In" ernteten The Maccabees 2007 viel Lob, beim Nachfolger "Wall Of Arms" 2009 fielen die Kritiken etwas verhaltener aus. Die Band hatte nach eigenen Angaben auch nicht viel Zeit, daran zu arbeiten. Davon haben sich die Britrocker für ihr neues Werk "Given To The Wild" nun wieder mehr genommen. Das Resultat ist ein Album, das mit einem Grundgerüst aus eher zurückhaltenden Drums, wummernden Bässen und Sphärenklängen gleichzeitig leichtfüßig und getragen wirkt. Dabei wird ein von verträumtem Gesang bestimmtes Stück aber schon mal von einer überraschend losbrechenden Gitarren-Lawine durchbrochen ("Slowly One"). Oder die Drums schleichen sich an und übernehmen doch plötzlich die Führung ("Grew Up At Midnight"). Thematisch beschäftigen sich die Bandmitglieder, die alle gerade auf die 30 zugehen, vor allem mit dem Älter- und "Erwachsen"-Werden. So heißt es z. B. in der ersten Single-Auskopplung "Pelican": "One thing’s for sure, we’re all getting older. So we take a lover, waiting in the corner and before you know it, before you know we’re pushing up the daisies."
Der belgisch-australische Songwriter Goyte lässt sich als eine der großen musikalischen Überraschungen des Jahres 2011 beschreiben. Mit seiner Single "Somebody That I Used To Know" (feat. Kimbra) schoss er Ende Dezember quasi aus dem Nichts an die Spitze der Charts. Kate Bush und Peter Gabriel nennt der bekennende Nerd genauso als Inspiration für seine Arbeit wie Jonie Mitchell und Dance Music. Dementsprechend widerspenstig zeigt sich sein Werk beim Versuch, es einem bestimmten Genre zuzusortieren. Der 31-Jährige selbst bezeichnet es als "Klangpop mit intellektuellem Anstrich, zu dem man trotzdem noch tanzen kann".