Aus der Frustration heraus, zuvor in zu vielen "coolen" Bands ohne jegliche Zuneigung zur Musik gespielt zu haben, fanden sich 2006 fünf Schweden zusammen, um liebevolle Wärme unters Volk zu bringen. Mit "Angry Men" schlägt das Quintett einen steilen Kuschelkurs ein und gleitet leichtfüßig und verspielt auf klangvielfältigem Indie-Pop-Rock dahin. Die einstige Frustration wird mit einem Mix aus treibenden Beats ("Prom Queens"), melodischem Glockenspiel ("Our Spiderweb") und mehrstimmigen Vocal-Parts in energiegeladene Arrangements verwandelt und verpufft in kleinen bunten Seifenblasen. Um nicht nur musikalisch den Farbfilm über graue Tage zu schieben, staffieren YSF&IW ihr Bühnenbild mit Teddybären und anderen zahlreichen Stofftieren aus. Klingt irgendwie nach Überwintern in Disneyland, doch an Bettruhe ist bei Claes, Ida, Patrik, Petter und Christian nicht zu denken: Trotz der warmen Zuckerwatte, die die Scheibe umwabert, geht "Angry Men" mächtig in die Beine und schwoft kraftvoll Richtung "Gute Laune".
Nicht allen Bands mit einem so großartigen Debüt wie "Why there are Mountains" von Cymbals Eat Guitars gelingt es, die neu gewonnene Fangemeinde auch mit dem Nachfolger zu erfreuen und somit langfristig zu binden. Joseph D'Agostino, Matthew Miller, Matt Whipple und Brian Hamilton aus Staten Island, New York, meistern diesen Schritt mit "Lenses Alien" bravourös und präsentieren ihr neues Werk im Januar live. Wer Lust auf gewaltige Gitarrenwände, mal brachialen, mal leichten Indie-Gesang und sanftes Klavierspiel hat, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen!